Feuertaufe bestanden


FEUHallo Freunde,
am Wochenende habe ich meine Feuertaufe am Berg auf dem MTB bestanden. Für einen alten Ironman wie mich, der bisher nur auf der Strasse trainiert hat, war dies eine Herausforderung der besonderen Art. Es hat mich naturgemäß auch das ein oder andere Mal am Wochenende mit dem Mountainbike in die Prärie gehauen. Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen, aber ich stelle mich der Herausforderung. Und so werde ich am Wochenende mein erstes Cross-Country-Rennen in  Hecklingen bestreiten. Dort findet das alljährliche Burgrace durch die Weinhänge statt. Wie gut, das auch Markus Bär am Start ist und er notfalls die Teamehre retten wird. Ein Video vom letztjährigen Burgrace findet ihr auf unserem You-Tube-Kanal.


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Odenwald Bike Marathon

Mal wieder zusammen, am Sonntag in Hirschberg bei Heidelberg…

beim 11. Odenwald Bike Maratho
Caroline und ich seit langen mal wieder zusammen am Start gestanden. Ein herrlicher Spätsommertag mit idealen Bedingungen. Na dann an den Start; und wie immer is da ne Menge los. Warum auch alle immer vorne stehen müssen, weiß auch keiner.Los geht´s auf eine Runde in Hirschberg von 30 km. Am Anfang dann das normale Chaos und wir mitten drin - nächstes mal dann doch bis vorne vordrängen.Ein schneller Kurs mit bissigen Anstiegen, da hat sich das Feld dann schnell auseinandergerissen. Rauf und runter und wieder rauf und runter ohne Kilometerzähler hat man keine Ahnung mehr wie weit es noch in´s Ziel ist. Schade, der Kilometerzähler ist dem Gewichtstunig zum Opfer gefallen. Das wird wohl schon der letzte Anstieg sein (hoffentlich, sonst ist die Power ade) also nochmal alles geben und die letzten 4 km zum Ziel - dann auf der Abfahrt und in der Ebene noch mal drücken.Hat funktioniert noch 1,5 km und die Runde ist rum. Im Ziel gibt´s dann gleich Ergebnisse für mich den 9. Platz und den gleichen (man könnte denken wir haben ihn abgesprochen) für Caroline. Ein rundum gelungenes Rennen mit super Resultat - ist zum wiederholen -Vielleicht am 3. Oktober in Bad- Peterstal…

Bis dahin

Caroline und Tino
 
Odenwald 2009 - Tino
 

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Am Treppchen gekratzt

Ich hatte den Kinderchor für Whitney Houston's "One moment in time" schon aufgestellt, der Fotofinger des Kamerakindes hat schon gezuckt - doch dann das:
 

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Teilnehmerrekord beim Einstein Marathon in Ulm

Über 10.000 Läufer waren zur fünften Austragung des Einstein Marathons und Beurer Halbmarathons nach Ulm gekommen. Bereits am Samstag fanden die Schüler und Jugendläufe mit großer Beteiligung statt, bevor am Abend die Kulturnacht in Ulm noch weitere Besucher anlockte. Insgesamt waren über 17.000 Sportler am Wochenende in Ulm unterwegs.
einstein marathon ulm
Der Start des Marathons ist an der Donauhalle, bevor es an der Donau entlang Richtung Oberthalfingen geht. Nach dem Überqueren der Donau führt die Strecke zurück Fluss nach Neu Ulm. Bei Kilometer 16 führt laufen die Sportler zurück nach Ulm vor das Rathaus. Die Halbmarathonis sind hier schon fast am Ziel, dem Münster von Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt. Für die Marathonläufer geht es jetzt nochmal nach Wiblingen, am Kloster vorbei, um dann wieder in die Stadt zu laufen.
einstein marathon ulm
Die meisten Halbmarathonläufer erreichten das Ziel bei Temperaturen um die 18 Grad noch trocken, aber die Marathonläufer liefen auf der zweiten Streckenhälfte im Regen. Der Stimmung tat dies doch kein Abbruch und so konnten die Läufer eine schöne Sightseeingtour durch Ulm und an der Donau genießen. Ein Besuch der Geburtsstadt von Albert Einstein mit seinen Fachwerkhäusern und Altstadtgassen ist absolut lohnenswert.
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Über die Marathonstrecke siegte bei den Männern, der für den WMF BKK AST Süßen startende Richard Schumacher in 2:36:29 Stunden, knapp vor Maximilian Klaus vom TF Feuerbach, der in 2:36:42 Stunden finishte. Dritter wurde Michael Strecke vom SSV Ulm 1846 in 2:39:42 Stunden. Bei den Damen siegte Birgit Bartels 3:01:11 Stunden überlegen vor Beate Roth vom SSV Ulm 1846 in 3:10:25 Stunden. Als dritte lief Pamela Veith in 3:12:21 Stunden über die Ziellinie.
Auf der Halbmarathonstrecke liefen die beiden Kenianer Titus Kipchumba Kosgei und Wesley Langat lang Zeit gleichauf, bevor der für den SSV Ulm 1846 startende Titus Kipchumba Kosgei sich von seinem Landsmann absetzen konnte und in 1:05:03 Stunde gewinnen konnte. Zweiter wurde der für den LCC Wien startende Wesley Langat. Den dritten Rang konnte sich wieder ein Ulmer sichern, Thorsten Kriependorf finishte in 1:12:46 Stunde. Bei den Damen lieferten sich die für den SSV Ulm 1846 startende Pamela Jemeli Kipchonge und die Russin Alena Berasniova ein packendes Rennen. Am Ende trennten 14 Sekunden die beiden Damen und auch hier konnte die Ulmerin Pamela Jemeli Kipchonge gewinnen. Dritte wurde Heike Schmid in 1:25:33 Stunde.
Weitere Infos:

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2. Kinzigtallauf - Über Stock und über Stein!

Jo - nach 6 Wochen trainieren oder üben, was sich wie eine komplette Jahreszeit anfühlte, endlich mal wieder ein Wettkampf. Der 10 KM Kinzigtallauf in Haslach am 13.09. kam mir da gerade recht. Ziel war es vor dem Halbmarathon in Gengenbach noch einmal eine gute Zeit über die Kurzdistanz zu laufen, um meinen aktuellen Leistungsstand zu erfahren. Extra für diesen Lauf habe ich mich in meine schicke neue Laufbekleidung von Odlo geschält und mich in besagtes Tal begeben. Auf dem Marktplatz von Haslach angekommen (Start/Ziel) noch schnell die Startnummer besorgt und ab ins Läufergetümmel. Die Strecke war mir vollkommen unbekannt, wichtig war nur nach den letzten beiden Wettläufen das es sich hier um eine vermessene 10 Kilometer-Strecke handelte. Mein Ziel war es bei flacher Strecke unter 40 Minuten zu laufen. Gut - nach der Streckenvorstellung wusste ich das da Hügel kommen. Egal - Sonnenschein, 20 Grad, eine stattliche Anzahl Läufer, ein riesen Läuferbuffet und ich habe mich gut gefühlt. Pünktlich um 16 Uhr war loslaufen angesagt. Während Kilometer 1 fühlte ich mich garnicht mehr so gut, das Gefühl mag ich mal mit "Kaugummi-Beinen" beschreiben. Als ich noch grübelte was da los ist stoppte mein Distanzmesser bei 3:34 Minuten, also alles im Lack. Aus Haslach raus verlief die Strecke entlang von einem Radweg. Nach dem unrunden Beginn nahm ich mir hier die Zeit um mich so bis Kilometer 3 einzupegeln. An Kilometer 3 befand sich dann Wasserstelle 1. Der Trinkvorgang war dann wieder äußerst unrund, darüber nachdenken konnte ich nicht. Jetzt kam ein steigender Schotterweg und mit Ponygeleit ging es ab in den Wald. Dieser Part hatte es in sich. Wurzlige, steile Wanderwege vorderten das Trailrunning Maniac in mir heraus. Einige Läufer wurden zu Gehern, ich vernahm Atemgeräusche irgendwo zwischen Porno und Notaufnahme. Mein Hintermann war gerade dabei sich den Vogel abzuschiessen (ab Kilometer 5 sollte er verstummen). Raus aus dem Wald über Schotterwege und Matten ging es auf und ab.


Thema Schuhwahl: Meine Saucony A2 waren für solch ein Geläuf die falsche Wahl. In einer Wasserablauföffnung auf der Sohle merkte ich so ab Kilometer 5 ein stechen, dieser Kieselstein wird mich bis ins Ziel begleiten. Aber, der Badener kennt kein Schmerz.

Thema Anfeuerung: Auf diesem Streckenabschnitt machte mich ein Lokalmatador fast kirre. Die Leute haben ihn gepuscht als ich mich schon fast damit zufrieden gab ihn ziehen zu lassen und nicht in den 180er Pulsbereich zu gehen war mit einem "Scheiße" sein schneller Lauf vorbei. Ein Krampf ließ ihn zum Geher mutieren. Meine Anfeuerung "ned motze laufe" half ihm wohl auch nicht mehr.

Bei Kilometer 6 kreuzte dann die Strecke und mir kamen die schnelleren Läufer entgegen. Konnte mich also ab Kilometer 7 auf eine abfallende Strecke freuen (immerhin heißt die Region Kinzigtal und nicht Kinzigberg). Zeitmäßig war ich bis auf einen Ausreißer mit 4:20 Minuten im Plan. An Kilometer 7 war dann Wendepunkt und Wasserstelle 2. Hier entschied ich mich das ich mir einen Becher Wasser über den Kopf schütte und die letzten 3 Kilometer mit ruinierter Frisur bestreite, egal wie die Fotos werden. Ab Kilometer 8 war mir klar das es heute mit den 40 Minuten eine enge Kiste wird - also nochmal zulegen. Zusammen mit ca. 5 Läufern ging es in Richtung Haslach. 3:54 nach Kilometer 8, vorbei an meinem Anhang und weiter in Richtung Altstadt. Auf der Pflastersteinrunde lag ich auf Platz 2 meiner Laufgruppe, den ersten konnte ich nicht mehr einholen, jedoch werde ich es nicht zulassen auf der Zielgeraden noch überholt zu werden. Zieleinlauf: Die letzten 1000 Meter in 3:45 Minuten, meine offizielle Endzeit: 40:10 Minuten, Platz 33, Platz 6 in meiner AK. Leider keine 39 vorne dran, allerdings ein super Lauf. Blutblase inklusive!

Wie ist die Zeit zu bewerten?

Wenn ich meinen ersten 10er als Vergleich nehme. Ende Juni bin ich in Seelbach auf einfacherer Strecke 42:09 Minuten gelaufen, also habe ich mich in guten 2 Monaten um 2 Minuten verbessert. Das spornt mich an, beim nächsten 10er die 40 Minuten zu knacken. Mein Hauptaugenmerk liegt allerdings immer noch auf den längeren Distanzen. Der Halbmarathon am kommenden Wochenende wird mir dann zeigen was Sache ist. Ich habe mit 1:30 Stunden vorgenommen.

www.kinzigtallauf.de

kinzigtallauf kurve01
kinzigtallauf runden

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Frühaufsteher mit Kälteresistenz werden mit Podest und Bestzeiten belohnt

DSCN1859Es ist 6:30 Uhr am Sonntagmorgen, die Dämmerung zieht herauf und wir stehen fröstelnd auf dem Parkplatz in Furtwangen. Die fünf Grad plus, welche das Thermometer anzeigt fühlen sich an wie knapp unter dem Gefrierpunkt. Nur widerwillig ziehen wir unsere Jacken und die langen Hosen aus und begeben uns mit ca. 120 anderen Bikern in Richtung Startaufstellung. Denn schon um 07.00 Uhr fällt der Startschuss für unseren letzten Marathon in diesem Jahr, den Schwarzwald-Bike-Marathon in Furtwangen. Für die 120 km sollte man also nicht nur Frühaufsteher sein, sondern auch eine gewisse Kälteresistenz mitbringen. Nichtsdestotrotz war die Wettervorhersage für heute gut und wärmer sollte es im laufe des Tages auch werden. So haben wir uns dann nach langem hin und her überlegen,  wie schon die beiden Jahre zuvor, wieder für die Königsdistanz entschieden.
 
Um Punkt sieben Uhr erfolgte der Startschuss und das Fahrerfeld stürmte auf die Strecke. Ich (Sven) konnte mich gut im Mittelfeld einreihen. Nach dem wir Furtwangen verlassen hatten  ging es zunächst die ersten 5 km flach auf einem Schotterweg Richtung Vöhrenbach auf eine 30 km Runde bevor wir wieder durch Furtwangen auf die 90 km Strecke fuhren. Schon auf dieser „Einführungsrunde“ galt es 700 Hm zu vernichten. Bis zum ersten Anstieg war das Fahrerfeld noch komplett zusammen, doch von da an zerfiel es mehr und mehr. Ich fand recht schnell meinen Rhythmus und kam gut voran. Furtwangen ereichte ich dann schon nach 1.16 Std. Mein Ziel, eine Zeit um 6 Std. zu fahren und nicht von Markus Bär eingeholt zu werden, konnte also klappen, wenn alles weiter so lief. Obwohl das Feld gleich auseinander fiel, fand ich einen guten Mitfahrer, mit dem ich gut zusammen fahren konnte. So kam es, dass wir bald auf eine weitere Dreiergruppe auffahren konnten. Doch auch diese Gruppe zerfiel immer wieder, da die Strecke sehr unrhytmisch war und die Stärken der einzelnen Fahrer nicht gleich waren. 
 
PulsNach 82 km kam ich mit zwei „Wurzelhoppsern“ vom SV Steinach aus unserer Fünfergruppe an den längsten Anstieg der Strecke, hinauf nach Gremmelsbach. Obwohl ich mich anfangs noch an die beiden heften konnte, war mein Puls da schon im roten Bereich. Doch ich wollte nicht abreißen lassen. Erst am nächsten steileren Anstieg zur Verpflegungsstelle „Breghäusle“ zeigte mir ein leichtes Zucken in den Oberschenkeln an, dass ich langsamer fahren musste um keine Krämpfe zu bekommen. So musste ich die beiden wohl oder Übel ziehen lassen. Nach der Verpflegungsstelle gab es dann eine „Streckenzusammenführung“, d.h. Die 42 km und 60 km Runde und die 90 bzw. 120 km Runde führten über dieselbe Strecke. So galt es, als schneller 120er, sich durch den Pulk der langsamen Fahrer der kürzeren Strecken zu schlängeln. Dies war zum Teil gar nicht so einfach. Nach der letzten Verpflegungsstelle in Vöhrenbach ging es dann nochmals einen kurzen Waldweg hinauf. Hier hab ich nochmals meine letzten Kräfte mobilisiert. Die letzten 4 km ging es dann wieder flach mit heftigem Gegenwind ins Ziel nach Furtwangen. Glücklicherweise fand ich in einem 90 km-Fahrer einen, bei dem ich im Windschatten diese letzten schnellen Km hinter mich brachte. Total erschöpft aber überglücklich bog ich dann auf die Zielgerade in Furtwangen ein. Hier jubelte ich dann wohl etwas zu früh, denn so verlor ich um 0,4 Sekunden noch einen Platz. Trotzdem bin ich super zufrieden mit meinem Ergebnis. 120 km und 3055 Hm in 5.47 Std.. Vor allem hat mich Markus Bär nicht mehr eingeholt!
 
Auch bei Andrea lief es heute ziemlich gut. Obwohl nicht ganz ihr Wetter war (sie hasst kalte Temperaturen) kam sie nach 6.26 Std. als Viertschnellste Frau über die 120 km ins Ziel. Dies bedeutete Platz 3 in ihrer Altersklasse. Somit war auch sie 30 Minuten schneller als im Vorjahr! Unser Training hat also gefruchtet.
 
Jetzt gönnen wir uns erst einmal eine kleine Trainingspause bevor wir uns auf die Saison 2010 vorbereiten.
 
… see you in the dirt...
 
Andrea und Sven
 

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8. Etappe: Schlanders – Latsch,

Sektdusche, Medaille, Finisherparty und der ganze Stolz: Das einmalige und exklusive Finisher Shirt. Wir haben es also am Samstag geschafft, die Ziellinie in Latsch nach über 230 Kilometern und fast 15.000 Höhenmeter zu überschreiten. Einen Tag später sind wir noch einmal in den Startort Oberstdorf zurückgekehrt und versuchen, das Erlebte zu verarbeiten. Es ist schon alles wieder so weit weg, die Schmerzen und die matte Erschöpfung erinnern allerdings noch zu gut an unsere Alpenüberquerung zu Fuß. Gestern Morgen um 9:00 Uhr sah die unsere Läuferwelt noch gar nicht so rosig aus. Mit dem Startschuss machen wir uns auf zur letzten Etappe. Gritt ist zu müde, um überhaupt einen Meter zu laufen.  Schon nach wenigen Metern haben wir den Anschluss an das Feld verloren. Hinter uns ist nur noch der Schlussläufer und ein Fahrzeug der Organisation. Dann gewinnen wir wieder Anschluss, weil eine geschlossene Bahnschranke ein Teil des Feldes am Weiterlaufen hindert. Von jetzt an geht es im wahrsten Sinne des Wortes langsam bergauf. Gritt findet langsam ihren Rhythmus, die rote Laterne können wir abgeben. Als wir den ersten Steig angehen, kommen wir gut voran und die erste Verpflegungsstelle bei Kilometer 10 erreichen wir nach 1:38h. Jetzt geht es zum letzten Mal hinein in den Berg. Wir sind gut dabei, können beim Anstieg weitere Teams überholen und kämpfen uns über Geröll den letzten Gipfel der Tour hinauf. Noch einmal genießen wir das Gefühl ganz oben zu stehen, dann geht es im rasanten Tempo bergab. Gritt macht mächtig Druck und bis zur letzten seilversicherten Passage habe ich ab und zu Mühe, den Anschluss zu halten. Über einen wunderschönen Panoramaweg, der allerdings höchste Konzentration erfordert, um auf den letzten Metern nicht zu stürzen, erreichen wir die Forststraße. Noch 500 Meter und wir besuchen zum letzten Mal den Verpflegungsstand. Noch 14 Kilometer bis ins Ziel, die uns noch einmal alles abverlangen. Mal überholen wir, dann werden wir wieder überholt. Die letzten 30 Höhenmeter tun richtig weh und endlich befinden wir uns auf dem Radweg, der sich durch die berühmten Südtiroler Obstplantagen noch 3000 Meter bis ins Ziel schlängelt. Zwar geht es mit leichtem Gefälle nach Latsch, wir können allerdings nicht mehr laufen. Wir wollen vielmehr die letzten Meter genießen. Wir reden nicht und ich bin ergriffen von diesen Momenten. Die letzten 50 Meter laufen wir ins Ziel und die ganze Mannschaft, Aussteller, Freunde und das halbe Organisationsteam von Plan B haben sich hinter der Ziellinie versammelt, um Gritt zu einer außergewöhnlichen Leistung zu gratulieren. Als Herzpatientin mit implantierten Defibrillator sich diesen Lebenstraum erfüllt zu haben, trotz der vielen Hürden und Niederschläge in den letzten acht Tagen, ergreift nicht nur uns, sondern nimmt das ganze Team gefangen. Dann gibt es die obigatprisce Sektdusche, die Medaille und die vielen Gratulationen. Wir haben es geschafft. Ich muss erst einmal ein paar Bier trinken, ein wenig Erfahrungsaustausch mit anderen Finishern hilft,  die Emotionen ein wenig zu zügeln. Verheult auf eine Party zu gehen, wäre sicherlich nicht das Schönste. Am Abend wird dann nur noch gefeiert. Jetzt tragen wir stolz das exklusive Salomon Finisher Shirt und versuchen, die letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen, bevor wir uns morgen wieder der Zivilisation stellen. Wir uns sicherlich wiedersehen: Der Transalpine Run 2010 wartet auf uns. Vielleicht werde ich wieder mitlaufen können, während Gritt sich die Angelegenheit aus der Betreuerperspektive anschauen wird. Eines ist sicher: Für Gritt war es ein einmaliges Erlebnis.


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Wieder ein Platz auf dem Podium

stHeute stand mit dem Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen eines der letzten MTB-Rennen für diese Saison auf dem Programm. Hier galt es 90km in den Höhenlagen des Hochschwarzwald zu absolvieren. Aus den letzten Jahren wusste ich schon, dass mich dort alles am Start erwarten kann. Zum Glück trat nicht alles ein! Durch das schöne Wetter in den letzten Tagen war schon einmal gesichert, dass das Ganze keine Schlammschlacht wird. Allerdings muss ich zugeben das mit 6°C Aussentemperatur, kurz vor dem Start, nicht gerade meine Temperaturen geherrscht haben. Aber es ist für Alle gleich und daher brauche ich auch erst gar nicht anfangen zu jammern. Vom Start weg war unser Rennen, was offiziel als Rothaus-Cup ausgeschrieben war, ein richtig schnelles Rennen. Nur leider hatte ich nach dem Start wohl noch nicht ganz ausgeschlafen und habe den Zug vorne verpennt. So hieß es dann für mich das meiste alleine zu fahren, was sicherlich bei dem Wind nicht immer Spaß gemacht hat. Aber kleine Fehler werden eben sofort bestraft und das in diesem Fall eben zu recht. Allerdings muss ich zugeben das der Sieger S. Tröndle fast eine halbe Stunde schneller war als ich und ich war schon um einiges schneller als letztes Jahr. Sprich Platz zwei in meiner AK geht völlig in Ordnung. Der Sieger war einfach eine andere Hausnummer! Nur schön das man sieht, dass man in meinem Alter auch noch so schnell fahren kann, denn das spornt mich für das nächste Jahr noch mehr an. Nun werde ich erst einmal für ein paar Tage die Beine hochlegen und dann so langsam in Richtung Saisonausklang  wandern. Mit dem BurgRace in Hecklingen werde ich dann in die wohlverdiente Wettkampfpause gehen und Kraft fürs nächste Jahr tanken.
 
Also bis demnächst, Euer Markus.
 
 

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Neue Streckenrekorde beim 8. Volksbank Münster Marathon

Mehr als 10.000 Zuschauer sahen bei der achten Austragung des Volksbank Münster Marathon zwei neue Streckenrekorde. Bei den Herren siegte Richard Chepkwony aus Kenia in neuer persönlicher Bestzeit und Streckenrekord in 2:12:02 Stunden. Der alte Streckenrekord wurde dabei um über 2 Minuten verbessert.
muenster marathon 2009
Zweiter wurde Isaac Cherujyot mit einem Rückstand von 30 Sekunden. Dritter wurde der Vorjahrssieger Richard Ngolepus in 2:16:00 Stunden. Bis Kilometer 30 hatte Richard Ngolepus noch einen Vorsprung von 30 Sekunden auf seine Verfolger, wurde aber später von seinen beiden Verfolgern überholt und hatte mit dem Rennausgang nichts mehr zu tun.
muenster marathon 2009
Bei idealen Lauftemperaturen von cirka 17 Grad konnte der Veranstalter einen neuen Teilnehmerrekord vermelden. Über 7.000 Marathonläufer und Staffelläufer nahmen am Volksbank Münster Marathon teil.
muenster marathon 2009
Bei den Damen erzielte Den Ecler Loywapet aus Kenia ebenfalls einen neuen Streckenrekord, Sie lief 44 Sekunden schneller, als Olena Samko beim bisherigen Rekord. In einer Zeit von 2:37:06 Stunden lief sie am Prinzipalmarkt über die Ziellinie. Zweiter wurde Alem Ashebir Gebreezgi in 2:43:00 Stunden vor Lilian Koech 2:52:39 Stunden.

Bei den Staffeln siegte die ESV Münster Junioren mit einer Zeit von 2:29:45 Stunden.

Weitere Infos:

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7. Etappe: Mals – Schlanders, 35,5 Kilometer, 2145 Höhenmeter

Geschafft
„Rappenscharte is waiting“ hallt mir noch immer der Slogan von Sprecher Sven vom vorletzten Jahr an der ersten Verpflegung im Ohr. Die Rappenscharte auf 3012 Metern ist der höchste Punkt der Westroute und es ist ein verflixter Berg mit einem verflixten Anstieg. Gut, dass mir das entfallen war. Am Morgen ärgere ich mich erst einmal darüber, dass ich zu warm angezogen bin. Eine warme gefütterte ¾ Hose und zwei Langarmshirts sind bei unerwarteten Temperaturen von 10 Grad am morgen definitiv ein bischen dick aufgetragen. Aber immer noch kein Grund sich zu ärgern, es gibt wesentlich schlimmere Dinge. Zum Beispiel die Frage, ob Gritt fit genug ist, sich der heutigen Herausforderung zu stellen. Aber nach einer weiteren schlaflosen Nacht liegen auch meine nerven blank. Nur gut, dass es endlich losgeht. Der Weg schlängelt sich nach dem neutralisierten Start entlang der typischen Südtiroler Obstwiesen. Schon nach ein paar Kilometern liegt das Tal unter uns. Am Anfang ist das Ganze noch angenehm, doch dann werden wir auf einem schmalen Weg entlang einer Almwiese geleitet. Das macht mir keinen Spaß. Stellenweise ist es rutschig und man findet keinen vernünftigen Rhythmus. Mal muss man gehen, weil es doch zu steil oder zu schmal wird, dann kann man wieder ein paar Meter rennen. Irgendwann sind wir dann wieder auf Asphalt unterwegs, passieren ein kleines Dorf und schon hören wir Sven, der am ersten Verpflegungspunkt noch für Party sorgt. Dann beginnt der gnadenlose Aufstieg zur Rappenscharte durch wegloses Gelände. Natürlich ist die Strecke bestens markiert, aber genauso gut könnte man sich gleich den Steilhang hochquälen, lägen da nicht die vielen losen Steine. A propos Steine, davon sollten wir heute wirklich genug zu sehen und zu spüren bekommen. Große Steine, kleine Steine, lose Steine, nach dem Hochplateau, das wir für eine kurze Verschnaufpause nutzen, begegnen sie uns und begleiten uns bis zum Gipfel. Aufgrund der bisherigen Anstrengung ist mein Gleichgewichtssinn nicht mehr das beste und ich finde keinen guten Halt auf den Felsbrocken, die uns im Weg liegen. Gritt stellt sich da schon wesentlich geschickter an. Immer wieder erarbeitet sie sich einen Vorsprung, den ich kaum aufholen kann. Nach den Felsbrocken kommt Geröll. Man macht einen Schritt vorwärts und rutscht gleich wieder zurück. Es ist so steil, dass wir praktisch senkrecht zum Berg stehen. Stehen bleiben ist natürlich ziemlich fatal, denn dann rutscht man gleich wieder ein hart erkämpftes Stück zurück. So geht es langsam vorwärts und endlich kommt Land in Sicht. Die Scharte ist erreicht. Ein schmaler Grat, ein kurzer Blick in die Ferne zeigt Nebelschwaden und Regenwolken. Also nichts wie runter. So steil wie es hoch ging, geht es auch wieder hinunter. Während ich mich hinunter stürze und mehr rutsche als laufe, macht Gritt ein wenig langsamer. Dafür ist sie weiter unten wieder schneller. Jeder Stein ist für mich eine potentielle Stolperfalle. Genau im Zeitlimit erreichen wir die letzte  Verpflegungsstelle.  Die nächsten 1400 Höhenmeter geht es über Forststraßen und eine Rodelbahn hinab ins Tal nach Schlanders. Es ist so steil, dass die Sehnen knirschen und die Knie schreien. Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr. 2000 Meter vor dem Ziel befinden wir uns wieder auf asphaltiertem Grund und laufen dem Ziel entgegen. Noch ein paar Schlenker durch Schlanders und wir sind nach knapp über 7:30h im Ziel. Jetzt trennen uns nur noch 29 Kilometer vom Ziel in Latsch und dem Finisher T-Shirt. Und wenn ich Gritt morgen über den Berg tragen muss, wir werden das Ding jetzt nach Hause laufen.


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