Sommerlauf Oberschopfheim: Die Hitzeschlacht geht weiter!

 
Am vergangenen Samstag fand das Laufen bei Rekordtemperaturen seine Fortsetzung. Noch vor einer Woche dachte ich das es nicht heißer als in Friesenheim zugehen kann, jedoch wurde ich da eines besseren belehrt. Als ich mich um 17.00 Uhr in Richtung Oberschopfheim Sportplatz begab waren es schwüle 38 Grad. Eigentlich wollte ich beim Heimspiel eine richtig gute Zeit laufen, hier war aber wie in Friesenheim einfach nur überleben angesagt. Wir waren gerade am Sportgelände angekommen als der Rettungswagen ausrücken musste, weil ein Teilnehmer des 5 km Laufes zusammengebrochen war - "geht ja schon prima los". Eigentlich wäre dieser Lauf ein guter Anlass gewesen SKINS ICE zu testen. Ansonsten war ich gut vorbereitet: Die Strecke hatte ich bereits vorher bei vergleichbaren Temperaturen abgelaufen, so wusste ich bescheid.

 


Um 18 Uhr war dann Start. Viele Läufer waren heute nicht dabei - man kann sagen: Die Guten und die Bekloppten. Alternativen gab es genug, zeitgleich fand ein Volleyballtunier und ein Nordic Walking Lauf statt. Also los auf die 4 x 2,5 Km Rundstrecke. Das Tempo war wie zu erwarten nicht hoch, so hatte ich nach 2 Km noch Sichtkontakt zur Führungsgruppe. Auf Geschwindigkeit laufen war heute nicht angesagt, es galt meinen Puls zu kontrollieren. So habe ich geschaut das ich immer zwischen 175 - 185 Schlägen pro Minute lag. Am Ende der Runde kam eine langgezogene Steigung die bei mir nicht ihren Tribut fordern sollte. Auf der Strecke selbst war, entgegen meiner Erwartungen, für genug Getränke- und Erfrischungsstellen gesorgt. Erfrischung war bei diesen Kohlegrillbedingungen relativ, viel hat zum Zischen nicht mehr  gefehlt. Nach der zweiten Runde fühlte ich mich immer noch gut, also rein in die Zermürbungsrunde 3. Während dieser Runde wurde auch ich langsamer, jedoch gelang es mir hier an einigen Läufern vorbei zu ziehen. In dieser Runde hat mich dann noch ein abrupt parkendes Auto an der letzten Steigung ausgebremst. Allgemein waren viele Autos auf der strecke unterwegs (wenn man nicht alles vernagelt und verbarrikadiert). Unter dem Applaus meiner Getreuen ging es dann in die Abschlussrunde, mit dem Vorhaben circa 1,5 Km vor Ende nochmal die Schlagzahl hochzuschrauben. Ich habe einen Läufer im blauen Dress angepeilt und los ging es (irgendwie hab ich's mit den Blauen). Von Hinten drückte keiner, beim Anstieg erreichte ich noch einen 190er Puls (fast meine max. Herzrate). Am Scheitelpunkt schnell um eine Kurve und dann ab in den Zielschuss, jedoch konnte sich der andere Läufer noch ins Ziel retten. Und dann, welche Zeit? Bewusst hatte ich während des Rennverlaufes nicht auf Zeiten geachtet, um nicht deprimiert zu sein. 44:22 - leck mich am Arsch! Normalerweise eine "lockere Laufzeit" aber eben nicht mit einem 178er Durchschnittspuls. Zu meiner Überraschung landete ich mit dieser Zeit (meine mit Abstand langsamste 10 Km Zeit) auf Platz 11 und in meiner Altersklasse auf Platz 3. Also warten auf die Siegerehrung! Die Flasche Wein nahm ich dann gerne entgegen, allerdings stammt der Wein aus Ortenberg - ein Kulturschock wenn man die Qualität des Oberschopfheimer Weines kennt. Nächstes Jahr bitte nur Wein aus der Gemeinde!

Jetzt folgte ein Sprint an die heimische Glotze zum Spiel der DFB Auswahl. Die gewannen bekanntlich und wurden WM dritter - also hatte ich mal was mit unseren Fußballern gemeinsam. Das Oberschopfheimer Sommerfest endete wohl sehr abrupt - der einsetzende Gewittersturm war heftig.

Als nächstes kommt jetzt bei mir der Freiburger Schloßberglauf. Das ist eine schöne Waldstrecke (viel Schatten) und mal wieder ein Vergleichslauf zum letzten Jahr. Ich hoffe das ich mich hier stark verbessern kann, um mit Elan im August ins Training für die Herbstläufe zu starten.

Bis denne,
Sascha

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Mal was ganz anderes!

Am vergangenen Samstag richtete der Schützenverein Eichstetten mit Hilfe des SC Eichstetten einen Sommerbiathlon aus. Was Biathlon im Sommer? Genau - die Bretter wurden gegen die Laufschuhe getauscht. Hm, daß hört sich nicht schlecht an dachte ich mir und wer mich kennt weiß, dass ich gerne über den Tellerrand hinaus schaue und in andere Sportarten rein schnuppere um festzustellen, mit welchen Schwierigkeiten die Athleten dort zu kämpfen haben.
 
RolandGesagt getan und so hieß es bei über 30°C im Schatten morgens um 10.30Uhr "Gut Schuss und heiße Sohlen!" Als erstens mussten 2km auf einem sehr anspruchsvollen Kurs per Pedes zurückgelegt werden, bevor es zum ersten Schiessen ging. Für mich hieß es Luftgewehr stehend. Okay, da ja alle wissen das ich Zivildienstleistender war und bis am Vorabend noch nicht einmal wusste wie man eine Waffe ladet, konnte man sich schon denken, dass es hier für mich übers reine Überleben hierbei ging. Denn jeder Fehlschuss bedeutet eine Strafminute auf die Endzeit. Erstaunlicherweise stellte ich  mich gar nicht so doof an und traf die Scheibe doch öfters als einmal. Also nichts wie raus auf die nächste Laufrunde. Dort konnte ich dann wieder meine Qaulitäten als Läufer, obwohl diese nach der langen Rückenverletzung auch noch nicht glänzend sind,  ausspielen. Schneller als erwartet ging es dann zum Kleinkaliber liegend schiessen. Auch hier lief es gut und so lief und schoss ich mich in einen kleinen Rausch. Schlussendlich lief ich nach 47 Minuten und 50 Sekunden und insgesamt sieben Fehlschüssen ins Ziel ein. Okay, gar nicht so schlecht für einen Zivi! Da die anderen 158 Finisher extreme Probleme mit den hohen Tempertauren auf der Laufstrecke hatten, konnte ich mir sogar diese vielen Fehlschüsse leisten um trotzdem ganz vorne mit zu mischen - Platz zwei sprang zum Schluss für mich heraus.
 
Ich kann Euch sagen, vor unseren Biathleten habe ich jetzt noch mehr Respekt, den mit 180 S/min ein Gewehr in die Hand zu nehmen und dann auf eine Scheibe in 50m Entfernung zu schiessen und dann auch noch zu treffen  - Hut ab!
 
Überrascht bin ich auch über meine eigene Laufleistung, denn meine reine Nettolaufzeit betrug 39min 07 Sekunden. Und das auf dem Kurs ist für den Anfang gar nicht schlecht. Also Sascha zieh Dich warm an, vielleicht kommt das zu erwartende Duell zwischen uns Beiden früher als Du es einplanst!
 
In diesem Sinne, trainiert Alle schön fleißig weiter - vor allem Du Sascha!
 
Euer Roland.
 
 
 

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Craft Bike Transalp Challenge - Noch 5 Tage

Nur noch wenige Tage bis zur 13. Bike Transalp Challenge, diesmal mit Craft als Namenssponsor.

Am Freitag beginnt für Daniel und mich die Reise. Mittags machen wir uns mit dem Zug – und hoffentlich mit funktionierender Klimaanlage – auf den Weg nach Füssen. Nachmittags geht’s dann erst zur Akkreditierung, danach fahren wir eventuell noch eine kurze Runde, um die Beine zu lockern. Abends bei der Pastaparty werden wir uns sicher die ein oder andere Portion Nudeln genehmigen und die Kohlehydratspeicher für die 1. Etappe füllen.

Ab Samstag geht es dann auf 8 Tages-Etappen von Füssen über 19.685 Höhenmeter ins 598,14 km entfernte Riva am Gardasee. Die Etappenorte im Einzelnen: Füssen – Imst – Ischgl – Scuol – Livigno - Ponte Di Legno – Male - Madonna D.C. – Riva del Garda. Für mehr Informationen
hier klicken!

Das Profil ist auch in diesem Jahr wieder sehr anspruchsvoll, doch mit unserem hochklassigen Equipment wie dem BMC Team Elite, unserem Polar CS 600 sowie der adäquaten Verpflegung werden wir die Challenge sicher richtig gut meistern. Hinzu kommt, dass wir uns im Vergleich zum Vorjahr Übernachtungen in Hotels und Pensionen gönnen und so dem doch recht anstrengenden und nicht besonders erholsamen Camp-Aufenthalt aus dem Weg gehen.

Dennoch bleibt abzuwarten, ob wir die doch recht gute Platzierung aus dem Vorjahr noch verbessern können. Die ursprüngliche Zielsetzung – Platz 100 – scheint anbetracht des Trainingsrückstandes in weiter Ferne.

Zudem hat der Internationale Radsportverband (UCI) das wohl bekannteste Mountainbike-Etappenrennen der Welt aufgewertet und wird erstmals UCI Ranking Points vergeben. Die besten 25 Teams der Abschluss-Gesamtwertung erhalten UCI-Punkte für die Weltrangliste, die zur Berechnung einer möglichen Olympiaqualifikation herangezogen wird. Insgesamt ein weiterer Anreiz für Spitzenfahrer als auch für Amateure, der Mischung aus Profi- und Breitensport ein besonderes Flair zu geben.

Auch das Wetter ist dieses Jahr eine große Unbekannte und wir können nur hoffen, dass es während der Tour nicht zu solchen extremen Temperaturen kommt, wie wir sie derzeit erleben.

Auf jeden Fall aber werden wir wie auch im letzten Jahr täglich von den einzelnen Etappen berichten und Euch mit Bildern, Erlebtem, Routeninformationen, Herzfrequenz- und Höhenkurven einen kleinen Ausschnitt vom härtesten Mountainbike-Etappenrennen der Welt geben.

Wir hoffen und freuen uns auf Eure Unterstützung.

Viele Grüße,
Marko 


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Hitzeschlacht in den Straßen von Friesenheim


Was kann man nicht alles am Sonntag um 12 Uhr mittags bei 35 Grad unternehmen. Baggersee, Eisdiele oder in den Keller sitzen. Es gibt viele Möglichkeiten, die beknackteste davon ist die Teilnahme an einer Laufveranstaltung. So wie der Topf zum Deckel gehört war ich natürlich pünktlich zum 10 Kilometerlauf in der Nachbargemeinde Friesenheim, wo zum 2. Stockbrunnenlauf geladen wurde. Die Premiere im Vorjahr hat es mir angetan und so ließ ich mich von der Startverlegung nicht abschrecken. Ursprünglich sollte der Lauf am Vortag um 18 Uhr gestartet werden, wegen der Fußball WM ist man aber ausgewichen. Kleiner Rüffel an den Veranstalter: Wer kam hier eigentlich auf 12 Uhr? Einen Sommerlauf startet man bekanntlich morgens oder abends, aber genau an "highnoon". Viele Läufer haben wohl auf den um 11 Uhr gestarteten 5 Kilometerlauf umgesattelt, so gingen um 12 Uhr ca. 80 unerschrockene auf den Stadtkurs. Mir war klar dass ich hier keine Zeit zum einrahmen erlaufen werde und eine Vergleichszeit zum Vorjahr wird es auch nicht geben, denn der Kurs wurde verlängert damit es ein echter 10er ist. Also lautete mein Motto: Nehmen was geht. Vom Start weg habe ich mich auf ein Tempo von knapp über 15 km/h eingestellt. Nach einer Runde um den Dorfbach (Winterseite?) folgte gleich das Schmankerl auf dem 2,5 Kilometer Rundkurs: Eine ca. 400 Meter lange Steigung. Ich befand mich bald in einer Gruppe von 4 Läufern (tippe mal 2 Triathleten), jetzt ging es ab durch's Dorf und bald umspielte ein lächeln mein Gesicht: Hurra die Feuerwehr, oder vielleicht doch ein Hansgrohe Team. "Wasser marsch" - ich habe den Hydranten erspährt, einen Meter Platz einkalkuliert, Augen zu und ab durch die Wasserfontäne. Gut erfrischt führte mich die Strecke wieder zur Hauptstraße und dann ging es am Dorfbach entlang Richtung Bundesstraße (Sommerseite?) und wieder zurück in den Start/Ziel Bereich. "So, jetzt noch drei Runden so weiter - oder auch nicht". Am Wendepunkt hatte ich schon bemerkt das die Spitze nicht allzuweit von mir entfernt war, also beschloss ich Runde 2 etwas ruhiger anzugehen. Es war klar das ich das komplette Rennen nicht in einem 3:55er Schnitt bei diesem Wetter laufen kann. Ich ließ meine Gruppe ziehen. Nach der zweiten Runde war ich schon ziemlich bedient, meine Zeit war knapp über 20 Minuten. Runde 3 war die anstrengenste Runde! Ich überholte einen Läufer aus meiner 4er Gruppe, dann sah ich einen zweiten der gerade auf einem Stein Platz nahm. Ab diesem Moment wusste ich das ich alles richtig gemacht hatte. nun überholte ich einen Läufer vom TUS Schuttern, der offensichtlich am Ende seiner Kraft war. Allerdings hatte er noch eine große Klappe, so wollte er mich verbal daran hindern ihn zu überholen. Ist ihm nicht gelungen :-) Er rief noch was von aktueller Zeit worauf ich ihm entgegnete das ich ihm nur meinen Puls nennen kann - weg war er. Irgendwann passierte ich das "Besenfahrrad" und los ging es mit den Überrundungen. Bei Kilometer 8 habe ich das Tempo wieder etwas angezogen. Meine Freundin rief mir vom Streckenrand zu das ich noch 3 Minuten habe um unter 40 Minuten zu kommen, leider hatte ich aber noch mehr als einen Kilometer zu absolvieren. Nach fulminantem Schlußsprint blieb für mich die Zeit bei 41:35 stehen. Nüchtern betrachtet ist das eine schlechte Zeit, jedoch wurde die Zeit immer besser. So waren fast alle Läufer vorne knapp 2 Minuten langsamer als gewöhnlich. Im Gesamtklassement erreichte ich Platz 15 und in meiner Altersklasse Platz 4.

 


Kleine Anekdote zum TUS Schuttern Mensch: Er kam schwer gezeichnet ins Ziel, stieg sofort in den Dorfbrunnen und erzählte wie enttäuscht er ist, wo er doch normalerweise unter 40 Minuten läuft. Normal waren diese Bedingungen eben nicht, ich war allerdings froh dabei gewesen zu sein. Nächstes Jahr aber dann bitte wieder abends. Sehr gut war die Wasserversorgung an der Strecke, deshalb ist auch wahrscheinlich der Rettungswagen nur einmal ausgerückt.

Die Viechwertung ging an Peter Späth. Er gewann den 5 Kilometerlauf, startete beim 10 Kilometerlauf und belegte dort Platz 3. Da kann man nur den Kopf schütteln und gratulieren. (Alle Infos unter www.stockbrunnenlauf.de)

Mehr geht immer noch: Am Samstag starte ich in meinem Heimatdorf (Oberschopfheim) bei klimatisch noch härteren Bedingungen zum nächsten 10 Kilometerlauf. Die Strecke ist auch alles andere als flach (fehlt nur noch Schotter und Geröll und der Harald fänd's super). Danach lege ich eine Messepause ein, am Monatsende starte ich beim Schloßberglauf in Freiburg. Im August wird dann nur trainiert (was den Roland sicher freut).

Bis bald,
Sascha

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