Am 28.03.ist Doomsday!


 

Es ist gerade ein komisches Gefühl - irgendwie bin ich froh das die Vorbereitungszeit jetzt ein Ende hat, andererseits hätte ich auch immer noch gerne eine Woche mehr Zeit. Seit der zweiten Dezemberwoche bereite ich mich jetzt auf den Freiburg-Marathon vor. In der Zeit habe ich gut 1400 Trainingskilometer in einem 6 Tage pro Woche Programm runtergespult, Wind und Wetter standgehalten - jetzt ist dann auch mal gut. Seit letzter Woche ist der Trainingsumfang (Kilometeranzahl) etwas geringer und sehe da, schon Ernte ich die Früchte meiner Bemühungen. Gestern habe ich die 10 Kilometer mal im lockeren Lauf in Marathongeschwindigkeit mit moderatem Puls zurückgelegt. Wenn das am Sonntag so gut geht werde ich mein Ziel erreichen. So fiebere ich dem Start entgegen mit dem Gefühl alle Faktoren die ich selbst beeinflussen konnte optimal ausgereizt zu haben - gut trainiert und Top-Ausrüstung. Leider schaut die Wetterprognose für den Sonntag nicht gut aus - Regen! Ich hoffe mal das es windstill ist, die Temperaturen sind dank Frühling zweistellig.

Wahrscheinlich hat der Frühling einen großen Anteil daran, dass ich jetzt plötzlich nochmal schneller geworden bin. Was hatte ich Spaß in der letzten Woche. Aus meinem 25 Kilometerlauf wurden ganz schnell 30 und meine Armstellung konnte ich nicht üben weil ich ständig die Kamera in der Hand gehalten hatte. Bei all der Freude ist mir nicht aufgefallen das die SD-Karte irgendwann voll war - was soll's.



Armbewegung

Beim Bahntraining ist einem anderen Läufer aufgefallen das mein rechter Arm eine komische Bewegung macht. Ist mir nie aufgefallen, da ich noch nie eine Videoanalyse gemacht habe und beim Laufen eher schau wo ich da überhaupt hin renne. Tom's Tipp: Eis essen! Nein nicht zum Italiener sondern die Haltung. Ich habe daraus den Daumenlutscherstyle kreiert. Um wirklich da noch was zu ändern ist die Zeit bis zum Marathon zu kurz, aber ich beobachte das.

Zum Rennen

Ich habe mich sehr gefreut das in diesem Jahr wieder die "Blaue Brücke" überquert wird. Letztes Jahr war das wegen Bauarbeiten nicht möglich. In dieser Ecke im Stühlinger ist davon auszugehen das viele Leute  zuschauen und Anfeuerung kann ich dieses Jahr, bei einer geplanten Durchschnittsgeschwindigkeit von 14,2 km/h, gut gebrauchen. Es gibt im Rennen mehrere Knackpunkte:

01. Start

Ich bin jetzt kein nervöser Mensch, allerdings wird da schon eine Anspannung da sein. Wichtig ist es gut wegzukommen und nicht in einem Läufertross ausgebremst zu werden und schnell in das Rennen zu finden. Ab Kilometer 3 sollte ich im Flow sein.

02. Halbmarathondistanz

Nach Runde 1 habe ich dann alles mal gesehen und kann gut abschätzen wo man Zeit verliert und gut macht. Ich möchte nach Runde 1 idealerweise noch im Plan sein, also eine Zeit bei 1.29.30. So werde ich nicht den Druck haben schnell noch Zeit gutmachen zu müssen, denn das Rennen wird noch hart werden.

03. Kilometer 30

Nach meinem Eindruck wird das der magische Moment. Bin ich bei Kilometer 30 - 32 noch auf Schlagzahl und wie fühle ich mich? So ab Kilometer 32 sind es dann noch 10 Kilometer und diese Strecke ist dann wieder gut berechenbar. Wenn es dir gut geht sagst du dir "Jetzt noch Tempo halten und beißen". Letztes Jahr war ich mir ab da sicher das mir nichts mehr passieren kann und legte die Reststrecke grinsend zurück. Bei Kilometer 38 kommen dann die "Kaugummibeine", die letzten 4 Kilometer gehen dann aber mit großem Willen auch schnell vorbei.

So hoffe ich das ich nach der letzten Brücke bei einer Zeit knapp unter 3 Stunden ins Ziel falle. Wenn das nicht klappt bin ich aber nicht enttäuscht, eine Zeit von unter 3:10 wäre auch aller Ehren wert. Bei meiner absoluten Wettkampfpremiere beim letzten Freiburgmarathon lag ich bei 3:35 womit ich schon damals nie gerechnet hätte. 25 Minuten in einem Jahr wären ein gewaltiger Fortschritt. Allerdings kann auf einer Marathondistanz viel in alle Richtungen passieren, so das am Ende jeder Finisher viel erreicht hat und stolz sein kann. Wenn ich auf der Strecke merke das meine angepeilte Zeit nicht zu schaffen ist, werde ich das Tempo anpassen um das Ziel sicher zu erreichen. "Es kütt wie's kütt".

Bis denne,
Sascha

www.marathon-freiburg.com
 
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