Das soq.de e- Team beendet eines der härtesten Ultraläufe Europas

Gaxscania – Abenteuerlauf durch Schweden
Gaxscania
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Die Teilnahme beim gaxscania, einem der härtesten Ultraläufe Europas, endete für Harald Bajohr und Daniel Conka dank eines tollen Teamworks erfolgreich. Für die 246 Kilometer lange Strecke von Malmö bis an die Ostküste Schwedens und wieder retour benötigte Harald Bajohr 54:20h und erreichte als einer von zwölf Finishern das Ziel. Daniel Conka beendete nach 102 Kilometern das Rennen und unterstützte während der weiteren Stunden mit vollem Einsatz seinen Freund und Laufpartner. „Das war das härteste Rennen, das ich jemals gemacht habe und ohne die Unterstützung von Daniel, Carsten  und unserem Supporter Andi hätte ich das Ziel nie erreicht“ resümiert Bajohr das Rennen. Am Morgen des 6. August versammelten sich 31 gestandene Ultraläufer, um sich der außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen. „Let´s start now“ lautete pünktlich um 8:00 Uhr das Kommando des Organisationsleiters Stefan Samuelsson. Kein spektakulärer Startschuss hallte über den Köpfen der kleinen Laufgemeinde. Die ersten drei Kilometer wurden gemeinsam bis an die Küste Malmös gelaufen, dann ging es zurück zum Start – einem Wohnblock in der Nähe des spektakulären Wasserturms. „Wir hatten einfach nur Glück, dass wir ein ähnliches Tempo wie Carsten liefen. Ohne ihn wären wir schon auf dem ersten Teilstück verloren gewesen“ erinnert sich Daniel Conka an die ersten Kilometer durch die schwedische Wildnis. Trotz detaillierter Streckenkarte und deutlicher Wegmarkierungen war man ohne Streckenkenntnisse und Kompass schlichtweg aufgeschmissen. Carsten Schneehage hingegen kennt sich aus in schwedischen Wäldern. Denn Schneehage ist ein geübter Orientierungsläufer, war in dieser Spezialdisziplin bereits als Schüler erfolgreich und nahm als Jugend-Nationalläufer in Schweden an Wettkämpfen und Trainingslagern teil, war den Anforderungen in dieser Beziehung also absolut gewachsen. Darüber hinaus nahm er schon 2007 an einem 100 Meilen Rennen in Schweden auf einer ähnlichen Route teil und wurde sogar Dritter. Bis Kilometer 90 lief es rund bei den Dreien. Alle zwanzig Kilometer wurden die eigens eingerichteten Verpflegungsstellen angesteuert, die von Schneehages Freundin und Andreas Moll in und um die Begleitfahrzeuge errichtet wurden. Bei Kilometer 100 konnte Daniel Conka dem „Ultramarthonschlappschritt“ Bajohrs und Schneehages nicht mehr folgen. „Ich war einfach müde und hatte totalen Kohldampf.

Ich hätte dringend eine Pause benötigt und hätte dann wahrscheinlich auch weiterlaufen können, aber zu dem Zeitpunkt wollte ich Carsten und Harald nicht einfach bremsen. Ich wusste, dass Harald im Schlepptau von Carsten das Rennen zu Ende laufen konnte und so entschied ich mich, das Rennen an dieser Stelle zu beenden“ beschreibt Daniel Conka die entscheidende Situation. Nach 21 Stunden erreichten Harald Bajohr und Carsten Schneehage den Wendepunkt bei Kilometer 126. „Wir waren beide total platt, einfach am Ende. Wir konnten auch keinen Schritt mehr laufen und es ist einfach demoralisierend zu wissen, die andere Hälfte wandern zu müssen. Freude kam da an der Ostküste nicht wirklich auf“ erinnert sich Bajohr. Nach 160 Kilometern musste Carsten Schneehage den Anstrengungen Tribut zollen.
 
Den liebevoll zubereiteten Grillwürstchen konnte auch Bajohr zu diesem Zeitpunkt nicht viel abgewinnen. Schneehage pausierte, während Bajohr sich mit dem wieder erholten Daniel Conka als Begleitung auf den Weg machte. „Ich wusste, dass Carsten nach seiner Pause zu alter Stärke finden würde und ich wollte mir einfach einen kleinen Vorsprung verschaffen, um die Möglichkeit zu haben, ihm dann folgen zu können“ so Bajohr. Bis zur Hälfte der Strecke folgte Conka, dann machte sich Bajohr alleine weiter auf den Weg. „Es lief wahnsinnig gut bei mir, ich konnte richtig Tempo machen und war hochmotiviert“ und dann passierte es. Eine Unachtsamkeit und Harald Bajohr folgte der deutlichen Wegmarkierung, die allerdings in die falsche Richtung führte. Erst nach 45 Minuten entdecke Bajohr seinen Navigationsfehler und erkundigte sich telefonisch verzweifelt bei Daniel Conka, ob sein bisheriger Laufpartner Carsten schon am Checkpoint eingetroffen wäre. Rund acht Kilometer Umweg bei nahender Dunkelheit ließen Bajohr schon fast aufgeben. Doch Daniel Conka lief seinem Freund entgegen und so begaben sich die beiden auf eine rasante Aufholjagd. „Ich wusste, dass Harald nur eine Chance hat, das Rennen zu beenden, wenn wir zu Carsten auflaufen würden und ich musste ihm richtig Beine machen, dass wir das schaffen konnten“ erinnert sich Conka. Doch die Mühen hatten sich gelohnt. Am nächsten Verpflegungspunkt schloss Bajohr wieder auf und mit Carsten Schneehage und Oliver Meyer, einem weiteren deutschen Teilnehmer, ging es weiter durch die zweite schwedische Nacht. „Mir ging es mittlerweile wieder so gut, dass ich richtig Bock hatte, durch die Nacht zu laufen“ und so fungierte Daniel Conka in der zweiten Nacht als Orientierungshilfe. Mittlerweile hatten die drei im Rennen verbliebenen ihren Rhythmus gefunden. Bei jedem selbst gewählten Verpflegungspunkt wurde eine halbstündige Schlafpause eingelegt.
 
Am Sonntagmittag erreichten Carsten Schneehage, Harald Bajohr und Oliver Meyer im strömenden Regen und bei eiskaltem Wind Malmö. „Auf den letzten drei Kilometern wurden wir von einem „Offiziellen“ Richtung Ziel geführt. Es war ein bischen wie ein Triumphmarsch für sich selbst“ freut sich Bajohr immer noch über das erfolgreiche Finish. Im Ziel gab es eine Urkunde, Medaille und ein Dosenbier. Danach trennten sich die Wege der drei Weggefährten, jeder auf der Suche nach einer heißen Dusche. „Es war der Erfolg eines ganzen Teams und irgendwie ist es beklemmend, dass Daniel sich für mich geopfert hat. Insbesondere auch den Orientierungsfähigkeiten von Carsten ist es zu danken, dass wir am Ende innerhalb der Sollzeit ins Ziel fanden. Dieses Laufabenteuer werden wir alle wohl so schnell nicht vergessen“ meint Bajohr wieder im heimischen Darmstadt angekommen. Als nächstes wartet nun der Gore-Tex Transalpine Run auf die beiden Laufabenteurer Daniel Conka und Harald Bajohr vom soq.de e Team. Ergebnisse zum Lauf durch Schweden unter www.gax100.info.se.http://killaah.sportdev.de

 

 
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