Am 28.11. bestritt ich das Grande Saisonfinale meiner ersten Laufsaison. Es war ein Tag des Abschieds und zugleich Neubeginn. Das letzte Mal das ich bei den Startunterlagen Freiburg als Wohnsitz angegeben habe, zukünftig wird da Oberschopfheim stehen. Als ich letztes Jahr begonnen hatte nach Plan zu laufen und mich vom joggen verabschiedete hätte ich nicht gedacht das ich Ende November 2009 noch an einem Wettkampf teilnehme. Geplant war nur der Freiburg-Marathon 2009 und sonst nichts. Die Premiere hätte auch gleich das Ende bedeuten können - aber alles kam anders, denn ich entwickelte Spaß an Laufveranstaltungen. Also kurz vor Adventsbeginn nach Reichenbach zum 10 Kilometer Nikolauslauf. Die Vorbereitung war dieses mal außergewöhnlich, so wollte ich Crosstrainingseinheiten auf dem Bike einbauen. Mein Crosstraining bestand darin Möbel ab- und aufzubauen, Kisten packen, schleppen und streichen (mit Überkopfeinheit). Laufmäßig musste ich auch kürzer treten. Die Voraussetzungen für eine Bestzeit auf die 10 Km waren nicht gegeben, dazu kommt noch der Streckenkurs in Reichenbach der einen Stich und einige Wellen hat. Ich hatte den Kurs vorher nicht belaufen, allerdings kenne ich die Strecke vom Biken, wandern und Hundegassi. Das gute Wetter hatte dieses Jahr dafür gesorgt das ein Teilnehmerrekord erreicht wurde. Ich hätte mir den Nikolaushelm aufsetzen können und die 2 x 5 Kilometer locker laufen können, allerdings wollte ich das Team soq.de bestmöglich vertreten also ging es darum eine anständige Herzfrequenz zu erreichen und die Strecke so schnell wie aktuell möglich zu bewältigen. Ist es der Hummel bekannt das sie eigentlich nicht flugfähig ist? Wahrscheinlich nicht, denn dann würde sie sofort abstürzen. Am selben Tag war ich noch mit unserem Team bei SPEEDZONE in Herbolzheim. SPEEDZONE unterstützt das Team soq.de im Bike-Bereich. Also sind wir bei Dieter zur Vermessung angetreten. Der stellte bei mir gleich fest: „Hm – sehr langer Oberkörper und dazu kurze Beine, ein Sonderfall“. In Reichenbach stellte sich mir dann die Frage: „Wie soll ich mit den kurzen Beinen und dem langen Torso eigentlich gescheit rennen?“ Nach einem Probelauf attestierte ich mir die Fähigkeit zu laufen und ich blendete meine anatomische Abartigkeit aus. Der Start Aufgrund der vielen Teilnehmer ging es sehr eng zu. Ich musste den Feldweg hin und wieder verlassen und auf dem Grünstreifen überholen. Die Strecke führte den Läufermob über den Schutterdamm und Wanderweg in Richtung Kuhbach. Runde 1 Schnell zog sich das Feld etwas auseinander und nach ca. 3 Kilometern war ich absolut auf unter 40 Minuten Kurs. In Lahr, Höhe Hohbergsee, überquerten wir die Schutter (Fluss) und wechselten auf einen Forstweg. Jetzt kam der beschriebene Stich und die Steigungen. Der Forstweg war etwas matschig, behinderte mich aber nicht. Nach den Anstiegen folgte die „Abfahrt“. Hier musste man dann doch aufpassen wegen größerer Steine und dem schmierigen Untergrund. Der Weg war hier schmal und so konnte ich diese „Abfahrt“ nur bedingt schnell runter donnern. Unten angekommen ging es dann über den Radweg Richtung Startpunkt, wo sich ein Großteil der Zuschauer positioniert hatten. Zeitmäßig war ich hier schon knapp über 20 Minuten, also sollte es schwer werden mit der U40 Zeit. Allerdings ging ich mit einem guten Feeling in Runde Zwei. | |||
Runde 2 Jetzt das Tempo auf der Flachpassage anziehen und dann im Wald halten was geht. Ein paar Läufer sind auf Runde zwei eingebrochen, so überholte ich mit „meiner“ Laufgruppe ein paar Teilnehmer. An den Steigungen habe ich das Tempo angezogen um andere mürbe zu machen. Teilweise ist mir das auch gelungen, so konnte ich ein paar ausgesuchte Teilnehmer hinter mir lassen. Zwischen Kilometer 8 – 9 sagte mir der Blick auf meine Uhr das ich die U40 Zeit heute nur sehr schwer erreichen konnte. Nach dem Gefälle in Richtung Ziel visierte ich den Läufer vor mir an und steigerte das Tempo. Der konnte ebenfalls noch zulegen, deshalb war er noch vor mir im Ziel. Die Zeitnahme stoppte bei mir 40:48 Minuten. Ist jetzt für mich keine Jubelzeit, aber okay. Mehr war an diesem Tag auf dieser Strecke nicht für mich drin. Ein 172 Puls im Durchschnitt und ein 182 Maximalpuls zeigt das ich in meinen Bereichen unterwegs war. Platz 55 in einem gut besetzten Feld und Platz 7 in der Altersklasse kamen für mich raus. Bei den Männern holte sich Christian Atz (LG Neckar Enz) in 33:21 Minuten den Sieg und bei den Frauen gewann Verena Utz (Laufarena-Ortenau Running Team) ungefährdet in 38:43 Minuten. Nein! Diese Woche nehme ich mir eine Auszeit, nächste Woche steige ich dann in das Training für den Freiburg-Marathon 2010 ein. Wettkämpfe gibt es 2009 keine mehr, es sei denn das ich beim Bike & Run teilnehmen muss falls Teamleiter Roland Krams die Läufer ausgehen. Einen Silvesterlauf gibt es noch in Schutterwald. Allerdings, wer braucht eine Laufveranstaltung an Silvester. Wahrscheinlich gerade solche Leute wie ich. Nikolauslauf 2010 in Reichenbach? Gehe ich schwer davon aus. Dann werde ich die Strecke trainieren. Diese Woche erstelle ich meinen Laufplan für 2010. Ich werde wohl alle Läufe von 2009 wieder machen + Summe X. Eine zweite Marathondistanz kommt dazu und auf der Halbmarathondistanz werde ich auch mehr machen. Bis denne, Sascha www.lg-geroldseck.de | |||


