Endlich mal wieder ein Wettkampf

Lang lang ist es her, dass ich bei einem Laufwettkampf gestartet bin, genauer gesagt fast ein komplettes halbes Jahr war an Training wirklich  nicht zu denken. Der Rücken hatte mir bekanntlich immer wieder Probleme gemacht. Aber seit Weihnachten kann ich wieder drei bis viermal die Woche trainieren. So stand für mich schnell fest, dass ich mein Ist-Zustand beim Teninger Allmendlauf über 10km überprüfen werde um dann mein Training besser planen zu können. Jetzt kam aber dieses Problem mit dem Wetter. Schnee ist ja was tolles, aber für einen Laufwettkampf gerade nicht das Beste. Okay sagt sich wohl da oben jemand, lass ich es in der Nacht regnen damit alles auftaut. Denkste, spiegelglatt wurde die Strecke und so war der Veranstalter in kürzester Zeit gezwungen eine neue Strecke aus dem Hut zu zaubern. Sie zauberten und das verdammt gut! Eine Ausweichstrecke mit 9,4km wurde angeboten, die zwar stark Windanfällig war, aber dafür komplett geteert und flach wie ein Brett. Also was richtig schnelles für die Jungs und Mädels. Für mich natürlich auch. Schon bald nach dem Startschuss bildete sich eine kleine Spitzengruppe, dahinter dann eine ca. acht Mann starke Verfolgergruppe, mit ca. 20m Abstand folgte ich dieser Gruppe. Vor es dann aus dem Ort aufs windanfällige Feld ging, beschloss ich durch einen kleinen Zwischensprint das Loch nach vorne zu schließen und solange wie irgendwie nur möglich in der Gruppe Windschatten zu laufen. Gesagt getan, bis Kilometer 4 ging das auch gut, doch dann zerfiel unsere Gruppe immer mehr und ich musste abreißen lassen. Von hinten kämpfte sich Michael an mich heran. Mit Ihm lief ich dann fast die komplette zweite Runde gemeinsam, allerdings konnte ich mich nur noch im Windschatten auf halten. Bei Kilometer sieben war es dann soweit, der Ofen war aus, mir fehlte die Kraft das Tempo weiter mit zu laufen und so ließ ich Michi ziehen. Auf den letzten 2,5 Kilometer musste ich dann noch zwei Plätz hergeben, was ich aber gut verschmerzen konnte. Bei 33:49min blieb die Polaruhr stehen.
 
Fazit: Ich wollte meinen Ist-Zustand erfahren, diesen habe ich heraus bekommen. Das ich das angeschlagene Tempo nicht bis zum Ende durchlaufen konnte, war mir von Anfang an klar, hierzu fehlen mir einfach die nötigen Trainingskilometer. Aber für mich war es ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Ich konnte einen Wettkampf komplett schmerzfrei absolvieren und schaute dabei gar nicht mal so schlecht aus. Jetzt weiß ich wo ich stehe und  was in den nächsten Wochen und Monaten zu tuen ist um dann für die Saison 2010 fit zu sein.
 
Ergebnisse: www.allmendlauf.de
 
Teningen 
Foto: K.-H. Murst
 
polar
 
 
 
 

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