Gebirgsmarathon in Immenstadt

Der Immenstädter Gebirgsmarathon sollte mein letzter Lauf vor dem UTMB sein, sozusagen die Generalprobe für das Abenteuer, das am 28. August um 18:30 Uhr beginnt. Seit März habe ich mich intensiv darauf vorbereitet und im Zuge dieser Vorbereitung einige Läufe absolviert.
 
Der Immenstädter Gebirgsmarathon sollte mein letzter Lauf vor dem UTMB sein, sozusagen die Generalprobe für das Abenteuer, das am 28. August um 18:30 Uhr beginnt. Seit März habe ich mich intensiv darauf vorbereitet und im Zuge dieser Vorbereitung einige Läufe absolviert. Der Rennsteig zählte da schon zu den Bekanntesten. Der Rheinsteig Extrem zum Beispiel war mir gänzlich unbekannt, die Premiere des Ulmer Nachtlaufs hatte es auch in sich und war schöner als das Bieler Vorbild, den Tipp zum Chiemgauer 100 kam von einem Lauffreund und auf den Gebirgsmarathon in Immenstadt bin ich selbst durch Zufall gestoßen. Vorweg gesagt, es war mein längster und härtester Marathonlauf. Als Generalprobe für den UTMB also genau das Richtige. Der Start des Laufes erfolgt in Immenstadt an der Talstation der Mittagbahn. Und dann geht es auch schon gleich ans Eingemachte. Mn hatte keine Möglichkjeiten, erst einmal in den Lauf hineinzukommen, man startet gleich durch. Begleitet werden die 126 Marathonstarter noch von den 12 Kilometer-Läufern, die nach circa sechs Kilometer an ihren Wendepunkt kommen. Für die Gipfelstürmer geht der Lauf jetzt erst richtig los.
Sechs Gipfel und 2.700 Höhenmeter warten im Laufe der 42 Kilometer auf die Marathonstarter. Dabei ist die Strecke anspruchsvoll, es geht immer im Wechsel bergauf und wieder hinunter. Bei der zwanzigsten Austragung zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel sorgten für einen herrlichen Blick auf die Gipfel der Alpen. Auf der anderen Seite sorgte die Sonne für eine Gluthitze unter der die Läufer zu leiden hatten. Nach 21 Kilometer gibt es einen Wendepunkt, dann geht es auf dem selben Weg wieder Retour. Da weiß man auf dem Rückweg, was man vor sich hat. Wer hier ohne Kopfbedeckung und Eigenverpflegung an den Start geht, ist selber Schuld. Es gibt nur vier Verpflegungsstellen,
der Veranstalter weist auf die Autonomie der Läufer hin und wer sich nicht daran hält, hat Pech gehabt. Ich habe gleich meinen neuen Rucksack gepackt und habe alles dabei. Mein Pech ist, dass die Trinkblase, die jetzt rund 1000 Laufkilometer unter extremen Bedingungen hinter sich hat, nun ein Leck hat. Aber irgendwie reicht es doch. Selbstverständlich bin ich ziemlich am Ende, schon auf den ersten Kilometern sind die Beine schwer und ich weiß, dies ist nicht mein Tag. Aber ich kämpfe mich mehr schlecht als recht durch. Der Sieger läuft in 3:36h über die Ziellinie.
Ich benötige 7:11h und belege Platz 99. Egal, ich habe mich durchgebissen und an meiner mentalen Stärke gearbeitet. Jeder der beim Immenstädter Gebirgsmarathon ins Ziel kommt, ist ein Held. Es ist der härteste Marathonlauf in Deutschland, möglicherweise sogar in Europa. Für mich heißt es jetzt Erholen. Ich habe gut trainiert, habe viele harte Läufe absolviert, bin mehrfach an meine Grenzen gegangen, jetzt kann ich nur noch auf den großen Tag warten.
 
polar
 
 
 
 

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