6. Etappe - Naturns - Kaltern

Heute stand die sechste Etappe auf dem Programm. Langsam aber sicher zerrt es doch ganz schön an den Kräften. Nicht nur, dass die Etappen an sich schon schwer genug sind, dazu kommt noch, dass wir im Camp nicht sonderlich gut schlafen können. Ich könnte an sich ganz gut schlafen, wenn ich mich nicht immer wieder im Schlaf auf meine Blessur legen würde. Da muss man durch. Manchmal ist man auch so kaputt, dass man gar nicht mehr schlafen kann.

 

Nach dem wir gestern wieder zum leben erwacht sind und eine sehr, sehr starke Etappe gefahren sind, waren wir nicht sicher ob wir das heute auch noch einmal hinbekommen. Heute war die wirkliche Königsetappe dran. 97 Kilometer und knapp 4000 Höhenmeter.

Das Ziel war es auf jeden Fall vor dem Zeitlimit anzukommen, welches bei neun Stunden lag. Alles andere als ein einfache Aufgabe.

 

Wie immer um 9 Uhr ging es los. Wir hatten uns heute mal etwas weiter hinten im Startblock angestellt, weil wir am Anfang nicht gleich überpacen wollten. Es gingen gleich knapp 1400 Höhenmeter am Stück hoch. Die Steigungen hier nicht ganz so steil, was uns ganz entgegen kam. Bei der ersten Abfahrt wurde uns bereits klar, dass wir uns hier nicht erholen werden können. Teilweise sehr steile Abfahrten, die sehr steinig und an manchen Stellen sogar nass. Technisch also sehr anspruchsvoll. Erschwerend kam es hinzu, dass Mitstreiter bei diesen Steilstücken es vorzogen zu schieben. Ein vorbeikommen unmöglich.

 

Eine längere, entspannte Abfahrt gab es heute also gar nicht. Ein längeres Flachstück auch nicht. Wir mussten uns jeden einzelnen Kilometer hart erkämpfen und waren einfach nur froh, als wir das Ziel erreicht hatten und zwar deutlich unter dem Zeitlimit. 8:15 h.

 

Das „interne Rennen“ zwischen unserem Schwester – Team ist hiermit wieder eröffnet. Wir hatten den beiden gestern ca. 30min wieder abgenommen und heute weitere 20min und liegen hiermit mit ganzen 4 Sekunden vorne! Allerdings muss man hierzu sagen, dass die beiden sich heute kurz vor Schluss verfahren hatte, sonst wären die 20min nicht zustande gekommen. Die nächsten zwei Etappen werden auf jeden Fall spannend.

 

Wir freuen uns jetzt auf jeden Fall auf die Pasta Party und auf unser „Bett“. Wir hoffen, dass wir heute bisschen besser schlafen können. Morgen stehen wieder 3000 Höhenmeter auf 74 Kilometer auf dem Programm. Aber es ist die vorletzte Etappe. Wir können den Gardasee schon förmlich riechen!

 

LG

Daniel & Kay

 

PS

 

 

Herzfrequenz-, Höhen- und Geschwindigkeitskurve von Kay:
 
6 Etappe HF 

 
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