Kurz nach sechs werden wir von den ersten Fahrern im Camp
geweckt, weil Sie
schon fleißig dabei sind ihre Sachen zu sortieren. Eigentlich
so wie sie es bisher jeden Morgen gemacht haben. Also nichts ungewöhnliches. Besonders
gut haben wir heute wieder nicht geschlafen, weil es diesmal im Camp besonders „kuschlig“
war. Aber auch das gehört dazu. Also, die sieben Sachen gepackt, wieder in die
Radklamotten, Rad abgeholt und ab zum Frühstück.
Morgens war es noch recht kühl, was sich im Laufe des Tages massiv ändern sollte. Wir hatten Temperaturen von weit über 30°C, was das fahren nicht unbedingt leichter gemacht hatte.
9 Uhr ging es auch schon wieder los. Der erste Anstieg ging dann auch gleich 1400 Höhenmeter nach oben. Fast die Hälfte der gesamten Höhenmeter die wir bewältigen mussten. Anfangs noch Straße, später dann Schotter aber immer gut zu fahren. Nach gut 2,5 h hatten wir es dann auch geschafft. Oben angekommen, ging es auch schon gleich wieder weiter runter. Wieder über sehr rucklige Abfahren, die kaum fahrbar waren. Es gab auch einige die ihr Rad lieber runter getragen haben… wir nicht.
In der ersten Abfahrt war die erste Verpflegungsstelle, auf die wir uns schon mehr als gefreut haben. Endlich wieder Wasser nachfüllen! Heute dürften wir beide ohne weiteres 4 Liter getrunken haben. Bei den Temperaturen hatten wir nicht mal sonderlich Lust was zu Essen. Einfach immer wieder die Wasserspeicher auffüllen.
Nach einem weiteren kurzen Anstieg ging es in einen
weiteren. Dieser führte direkt über die Weinberge. Kein Schutz vor der Sonne.
Hier knallte es einfach nur so runter. Jeder kleine Schatten war hier herzlich
willkommen. Nach dem die zweite Verpflegung passiert wurde, ging es nochmals
400 Höhenmeter nach oben. Steigungen von bis zu 25% mussten bewältigt werden. Nach
diesem letzten Anstieg ging es dann mit zügigem Tempo in Richtung Ziel. Kurz
vor dem Zieleinlauf noch ein Team überholt und mit 40 Km/h über die Ziellinie.
Wieder eine Etappe geschafft! Wir waren beide froh, dass wir auch die letzte
schwere Etappe gut überwunden hatten. Die morgige Etappe wird im Gegensatz zu
allen Anderen ein gemütliches Ausfahren. 61 Kilometer mit gerade mal 1480
Höhenmetern.![]()
Allerdings sind wir auch ein bisschen froh, dass morgen alles vorüber ist. Ein Tag mal keine Radhosen anziehen und mal nicht aufs Rad setzen. Unser Hinter wird es uns danken!
Daniel & Kay


