Am Sonntag letzter Woche stand das Burgrace in Hecklingen für einige unserer Teamfahrer auf dem Programm. Da ich letztes Jahr dort auch schon mitgefahren bin und mir die Strecke dieses Cross-Country Rennen sehr gut gefallen hat, habe ich zum Leidwesen von Sascha mich kurzerhand entschlossen dort zu starten und nicht wie eigentlich geplant, beim Sportschecklauf in Freiburg.

Bei guten äußeren Bedingungen habe ich mich richtig auf die anspruchsvolle Strecke gefreut. Ich kam sogar vorher das ein oder andere mal dazu etwas zu trainieren, was in den letzten Wochen/Monaten ja nicht wirklich der Fall war. Mein Ziel war es mit Spaß dass Rennen zu bestreiten und wenn es geht nicht unbedingt Letzter zu werden. Da ich recht spät gemeldet hatte landete ich ziemlich weit hinten in der Startaufstellung. Tja, hier hieß es schon mal ein Problem so schnell wie möglich zu lösen, nach dem Start versuchen etwas nach vorne zu kommen, den ansonsten bin ich im technischen Teil erst mal ans mit rollen gebunden. Gesagt getan, von der ersten Sekunde an Vollgas, wie übrigens alle, sprich nach vorne kam ich nicht gleich. Trotzdem gelang es mir in der ersten Runde mich auf Platz 5/6 vor zu arbeiten. Allerdings zahlte ich für diese Aktion ziemlich schnell Lehrgeld. Schon bald brannten die Lungen und die Beine meldeten auch schon einen erhöhten Laktatspiegel. Egal da musst Du jetzt durch! Zweite Runde also weiter Vollgas, doch Ende der zweiten Anfang der dritten Runde, kam die Frage des Sinns bei mir auf. Bist Du jetzt hier um zu kot... oder willst Du eigentlich nur Spaß haben? Die Frage war schneller beantwortet als ich dachte - Spaß haben! Also nahm ich das Tempo heraus und verlor so Platz um Platz. Egal Du wolltest ja Spaß haben, doch irgendwann packte mich der Ehrgeiz wieder und so versuchte ich ein Zwischenweg zwischen Spaß und Qual zu finden. Erstaunlicherweise konnte ich mich mit dieser Formel noch etwas nach vorne arbeiten, so dass ich nach sieben Runden erfolgreich als neunter in Ziel einfuhr. Hätte ich mich gleich an dieses Credo gehalten, dann wären mir manche Qualen erspart geblieben, aber dann hätte ich ja nicht sagen können: "Alles durchlebt in 45min"!
Übrigens ein Rennen was ich jeden empfehlen kann, klein und überschaubar und trotzdem nicht einfach. Und der Veranstalter vom MTB Südbaden tut sein übriges das man sich sofort wohl fühlt, aber das ist ja auch nicht so schwer bei dieser Location - macht weiter so!
Bis den Euer Roland.