Ich bin auf dem Weg zu einem alten Bekannten. Es handelt sich um die Bergsteigerikone John Svenson, der mittlerweile als K¸nstler in Haines lebt.
Die Begegnung mit John ist eine inspirierende Reise durch die Vergangenheit eines erf¸llten Bergsteigerlebens. Im Klettermekka des Yosemite in Kalifornien, kletterte John die ersten schweren Big Wall Routen, nachdem er sich einige Jahre sp‰ter ganz dem Expeditionsbergsteigen verschrieb und nach Alaska zog.
John ist ein Mensch dessen Ego mit den Jahren kleiner, seine Liebe zu dieser Welt hingegen umso grˆfler geworden ist. Er breitet seine Arme aus und nimmt mich in Empfang. Ich ¸bernachte bei ihm und wir werden den ganzen Abend ¸ber das Bergsteigen reden. Ich lausche konzentriert seinen epischen Erz‰hlungen ñ ich liebe diese Form der Begegnung. Es ist das Aufeinandertreffen zweier Bergsteigergenerationen, die die gleichen Ideale ins sich tragen, das verbindet.
Am n‰chsten morgen konfrontiere ich John mit einer f¸r mich wichtigen Frage: Wie kommen Max und ich mit den Lastenschlitten und den schweren Rucks‰cken durch den Urwald auf das Juneau Eisfeld. Dazu breiten wir eine grofle Landkarte in seinem Atelier aus. Bradford, ein alaskanischer Buschpilot kommt zus‰tzlich auf ein Kaffee vorbei.
So wie es aussieht wird es wohl keine Mˆglichlkeit geben reibungsfrei ¸ber den Mendenhall Gletscher ins das Juneau Eisfeld einzutreten. Eine Alternative bietet sich weiter westlich ¸ber den "Lemon Creek". Wir rechnen damit das wir an zwei Tagen unser Material auf den Lemon Creek transportieren m¸ssen, um dann ¸ber die sogenannte "Blackberry-ridge" auf den Gletscher aufzusteigen.


