Der Winter ist zurück
Ab in den Süden
Um die Beine zu lockern und auf die kommenden Tage einzustellen, ging es bei angenehmen Temperaturen auf eine kleine Einrollrunde um Massa.
An den darauf folgenden beiden Tagen standen jeweils Grundlageneinheiten an. Diese führten uns über einsame Seitenstraßen und etliche Wellen stets in Richtung Meer. Da dort zum einen die Temperaturen noch etwas angenehmer waren und auch die Gefahr, doch nass zu werden, gegen Null ging.
Am 4. Tag stand dann die erste richtig bergige Etappe an. Um den Körper an den gleichmäßig ansteigenden Auffahrten auch mal richtig zu fordern standen an den 2. Bergen einige Intervalle an, die ich zusammen mit Andrea und Sven absolvierte. Nach knapp über 100km und bereits 1300hm schlossen die beiden dann noch eine extra Schleife an. Ich machte mich mit den restlichen 3 Fahrern vom MTB Südbaden auf den Heimweg. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr stellten wir mit erschrecken fest, dass wir eigentlich schon wieder zurück sein mussten, um den Abendtermin wahrzunehmen. So stand dann ein um die 30km langes und welliges Tempofahren an, bei dem ich auch keinen Windschatten mehr genießen konnte. Somit kamen wir dann auf knapp 140km und 1500hm und konnten es kaum erwarten, nach dem kurzen Zwischentermin das leckere italienische Abendessen zu genießen.
Tags darauf war dann ein Ruhetag angesagt. Dieser nutzte ich, um hoch zur herrlichen Altstadt von Massa Marittima zu laufen und dort bei strahlendem Sonnenschein auf dem Dorfplatz mit dem Rest die Beine hängen zu lassen. Leider konnte die geplante Freerideeinheit aufgrund der vor unserer Ankunft gefallen Regenmengen nicht durchgeführt werden, weshalb ich mich am Nachmittag noch zu einer kleinen Runde auf der Straße entschloss.
Am darauffolgenden Tag stand dann eine Fahrt ins bergige Hinterland an. Nach einer kleineren Einrollrunde ging es in den Anstieg nach Monterotondo. Dieser windet sich mit angenehmer Steigung hinauf in diesen kleinen verschlafenen Ort, umsäumt von mehreren Quellen, aus denen Dampf schoss und einen leicht schwefeligen Geruch hinterließ. Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und so konnte dieser Anstieg zum ersten Malin diesem Jahr in kurzer Hose und kurzem Trikot gemeistert werden. Endlich wieder frische Luft um die Waden und Arme:-) Da es dann auf knapp 700m doch etwas frischer als erwartet war, surften wir über herrliche Abfahrten möglichst schnell wieder der Wärme im Tal entgegen.
Da ich das bisherige Wintertraining nahezu ausschließlich auf Skiern oder Laufeinheiten verbrachte, war das Trainingslager eine sehr gute Möglichkeit, um micht mit unserem neuen Teambike, dem BMC Team Elite vertraut zu machen. Bereits auf den ersten Kilometern fühlte ich mich richtig wohl und hatte das Gefühl, schon ewig damit unterwegs zu sein. Das Fahrgefühl, die Sitzposition und auch die Beschleunigung, ist egal ob mehr oder weniger schnellen Einheiten auf der Straße oder auf Trails einfach nur genial und nicht zu toppen.
Viele Grüße Sebastian
Der Bär ist los
Begegnung der dritten Art
Das Schnäutzen hat die Tiere völlig erschrecktund sie sprinteten alle wie wild in den Nebel. Hey Krams Deine Chance. Rad über den Koppelzaun gehoben, ab durch das kleine Törchen, Rad geschnappt auf die andere Seite gerannt, Rad über den Zaun und ich wieder durch das zweite Gatter in die Sicherheit. Erst jetzt traute ich mich wieder nach hinten zu schauen - aber da waren keine Bissons mehr, nur Nebel. Okay jetzt nichts wie heim, Du hast nur noch 12 Minuten. Zum Glück waren bei dem Wetter groß keine Wanderer unterwegs - der Ausdruck "Pistenraudie" wäre hier sicherlich gefallen. Da es zu 90% nur noch bergab ging und mein BMC hervorragend die Spur hielt, schaffte ich es zwei Miunten nach 11 Uhr zu Hause ein zu trudeln. Fertig wie ein Schnitzel aber glücklich wie ein kleines Kind.
Kein Zuckerschlecken
es war für die insgesamt 96 Teilnehmer bei der 16ten Austragung des Run & Bike in Reute sicher kein Zuckerschlecken. Bei Temperaturen von minus 15 Grad sowie schneebedecktem und gefrorenem Untergrund hatten sowohl die Radfahrer als auch die Läufer alle Hände voll zu tun, die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke ohne Blessuren zu bewältigen. Abwechselnd gehen beim traditionsreichen Rennen am vierten Advent Läufer und Radfahrer eines Teams auf den Rundkurs. Am besten und damit am schnellsten absolvierten Marcus Klausmann auf dem Rad und Jan Förster als Läufer den Rundkurs und konnten das Rennen für sich entscheiden. Auf Platz zwei folgten Mountain Bike Profi und Olympiateilnehmer Moritz Milatz vom Multivan Merida-Biking Team und Triathlon Profi Andi Böcherer vom Team Abu Dhabi. Platz drei belegten Raymund Kufner vom RSV Wyhl und Simon Dörflinger vom LC Rothaus. Trotz aller Bemühungen vom Radsportfachgeschäft SPEEDZONE aus Herbolzheim, die mit eigenem Teamzelt warme Getränke und Verpflegung für die Mitglieder des soq.de-endurance Teams bereit hielten, gelang angesichts des professionellen Starterfelds keine Top Ten Platzierung für die ambitionierten Hobbyathleten. „Wir haben es leider nicht geschafft, unser Ziel zu erreichen. Dafür war einfach die Konkurrenz zu stark. Wir können mit unserem Abschneiden aber durchaus zufrieden sein. Es ist uns gelungen, auf uns aufmerksam zu machen und haben die tolle Atmosphäre und die gute Stimmung vor Ort genossen“ so Tom Tittmann, Geschäftsführer von soq.de. Auf dem nagelneuen BMC-Bike gelang Markus Baer und Michael Huber immerhin ein sechzehnter Platz von 48 Teams, die sich der Herausforderung stellten. „Ich muss mich zwar noch ein wenig an´s Rad gewöhnen, aber es war schon ein super Fahrgefühl. Ich bin nicht nur mit dem BMC-Bike glücklich, sondern auch mit meiner Leistung“ resümerte Baer kurz nach dem Rennen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte plötzlich einsetzender Schneefall noch für weihnachtliche Stimmung auf der Strecke gesorgt. Um nach dem Rennen der extremen Kälte zu entkommen, ging es für Athleten als auch Zuschauer und Organisationsteam schnellstens unter die heiße Dusche.


