Am vergangenen Freitag nutzten Andrea und ich die Premiere des Freiburger Schlossbergbike-Rennens als letzte schnelle Trainingseinheit vor der am 15. August beginnenden Transschwarzwald. Unser Ziel war es, auf der für uns kurzen Strecke unter Wettkampfbedingungen die letzten Trainingsreize zu setzen. Auf einer rund 22 km langen Strecke ging es vom Feiburger Schlossberg (Kanonenplatz) auf den Roßkopf und wieder zurück. Insgesamt mussten dabei ca. 550 Hm überwunden werden.
Zusammen mit Roland, der ebenfallst mit Markus Bär und unserem Gastfahrer Beatus Dietsche mit am Start war, fuhren wir auf dem Dreisamradweg zum Rennen. Am Kanonenplatz angekommen, trafen wir viele bekannte Gesichter. Andrea und ich fuhren uns nach dem Abholen der Startnummern nochmals etwas warm. So konnten wir uns auch gleich einen Überblick über die ersten paar Meter der Strecke verschaffen. Um Punkt 18.00 Uhr ging es dann los. Die in Freiburg lebende Mountainbikeikone Pia Sundstedt gab den Startschuss ab. Und los ging es. Ich versuchte mich im vorderen Teil des Feldes zu halten, was mir bis zum Anstieg zum Roßkopf auch sehr gut gelang. Mein Puls war da aber schon jenseits der 190, so dass ich Markus, Roland und Beatus ziehen lassen musste. Aber Roland blieb dabei immer in meiner Sichtweite. Schließlich wurde ich dann auch noch von Alexandra Engen, der frischgebackenen U 23 Weltmeisterin vom Rothaus-Cube-Team überholt. Ihr gelang, was mir leider verwehrt blieb, sie schloss auf die Gruppe von Roland auf. Ich kämpfte mich immer ein paar Meter dahinter alleine ab. Auf dem Gipfel des Roßkopf gab ich dann nochmals alles, da nun eine Abfahrt bevor stand, und so konnte ich schließlich auf Alexandra Engen aufschließen. Doch die Gruppe mit Roland war leider schon auf und davon. In der Abfahrt konnte ich dann die Qualität unseres BMC Team Elite 01 voll ausspielen und wieder etwas auf Roland aufschließen. Schließlich ging es aber wieder flacher und teils bergauf zurück Richtung Kanonenplatz. Da vorne in der Gruppe gut zusammen gearbeitet wurde, gelang es mir nicht mehr diese einzuholen. In 52.31 min kam ich dann schließlich ins Ziel. Leider war das Rennen da schon vorbei. Ich wäre am liebsten noch eine oder zwei Runden weiter gefahren. Mit Durchschnittspuls 187 war ich aber mit meiner Leistung als Gesamt 19. zufrieden. Es hat sich halt wieder mal gezeigt, dass die kurzen Strecken noch nicht ganz mein Ding sind.
Andrea ging das Rennen sehr mutig an. Sie setzte sich vom Start weg auch im vorderen Feld fest. Auf der Auffahrt zum Roßkopf konnte sie dann ihre Stärke am Berg ausspielen und eine kleine Lücke zu ihren Verfolgerinnen herausfahren. Auf der anschließenden Abfahrt konnte sie diese dann sogar noch vergrößern. Im Gegensatz zum Bergrennen in Steinach hatte sie auch keinen Einbruch und konnte das hohe Tempo weiter halten. In 58.49 min fuhr sie Freudestrahlend als Gesamt 2. ins Ziel und durfte daher auch wieder auf dem Podest stehen. 
Dies war auch mir diesesmal nicht vergönnt, denn zusammen mit den anderen soq.de endurance Teamfahrern kamen wir in der Manschaftswertung auf den 1. Platz.
Andrea und ich haben nun die Vorbereitung für die Transschwarzwald so gut wie abgeschlossen. Jetzt werden wir uns etwas erholen um dann ausgeruht ins nächste Rennen zu gehen.
Bis dann
Andrea und Sven



