Gestern habe ich bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad einen lockeren Testlauf auf der Strecke des Nikolauslauf in Lahr-Reichenbach absolviert. Auf der Heimfahrt mit offenem Fenster und den Beach Boys in den Ohren, holten mich die Erinnerungen an den Wettkampf von der Woche zuvor wieder ein. Gerade mal sieben Tage her, kommt es mir schon wie eine halbe Ewigkeit vor.
Bad Krozingen am Sonntag den 07. November: 8 Grad, Dauerregen – muss das wirklich sein? Ja, schliesslich möchte ich ja in diesem Jahr nochmal an einem Halbmarathon teilnehmen. Also, Regendach (Schildkappe) aufsetzen und los. Um 10:35 Uhr ging ich zusammen mit 422 Wassersportlern auf die Strecke. Der erste Teil war gleich was für Schmierfinken. Die Passage durch den Kurpark war sehr matschig und tief und so sah ich schon nach verlassen des Parks auf dem Weg nach Biengen relativ bedient aus. Mein persönliches Renntempo war hoch. Ich war jetzt an der Spitze der dritten Gruppe, als wir Biengen erreichten. Trotz des sehr schlechten Wetters waren hier doch einige Zuschauer auf der Straße. Nach dem Rundkurs durch Biengen folgte der Knackpunkt des Rennens – ein beherzter Anstieg in den Weinbergen. Ich bin wirklich gut hochgekommen, mit Freude bemerkte ich die Streckeninfo „geschafft“. Jetzt konnte ich mich erstmal erholen, einfach den Berg runter rollen. Nun ging es zurück nach Bad Krozingen, eine Schlaufe durch die Stadt und wieder Richtung Kurpark. „The return of the mud“ und dazu noch Kies. Ich kam mir teilweise vor wie im Treibsand. Nach 10 Kilometern war ich überrascht, die Schuhe sind nirgendwo im Matsch verloren gegangen und ich war mit 40:45 genau in der Zeit meiner persönlichen Bestleistung von Gengenbach. Jedoch war mir auch klar das ich der Strecke in Runde zwei noch Tribut zollen würde. Okay, auf durch den Start/Zielbereich und auf in die nächste Runde. Auch im Kurpark waren einige Zuschauer. Nicht auszudenken was hier bei guter Witterung los gewesen wäre. Nach 15 Kilometern bekam ich dann Meldung von meinen Beinen – die skandierten „Wir wollen auf die Couch“. Ich versprach meinem Gehwerkzeug es in Biengen etwas zu schonen, damit sie mich auf dem Anstieg nicht im Stich lassen würden. Jetzt geht’s gleich los. Irgendwie rüber und auf der Abfahrt Schwung holen. Doch was war jetzt? Ein Pfeil nach links – Runde zwei! 500 Meter grinsen meinerseits - kein Berg! Jetzt nach Bad Krozingen und raus aus dem Regen. Den Kontakt zu meiner Gruppe verlor ich dann auf dem Weg in den Kurpark. Eine schnelle Zeit sollte das jetzt nicht mehr werden, jedoch war es mir wichtig meine Position zu halten. Nach hinten hatte ich keinen Sichtkontakt und so ging es nochmal „platsch, platsch“ durch den Matsch und mit 20 km/h und großen Schritten durch das Ziel. Ein Zuschauer stellte noch fest „Puh – macht der noch große Schritte“. Zeit: 1:27:32, Platz 20 gesamt und Platz 6 in der Altersklasse. 10 Minuten langsamer als Hawaii Ironman Teilnehmer und Tagessieger Jochen Müller aus Kirchzarten. Da bin ich mit mir zufrieden.
Anstrengend war's, meine Beine beklagten sich noch zwei Tage später. Nächstes Jahr bin ich hier sicher wieder am Start, hoffentlich bei besserem Wetter. Trotzdem war hier richtig was los.
Am kommenden Wochenende beende ich die Wettkampfsaison 2010 und freue mich auf das Wintertraining.
Da ich im Vorfeld viel positives über die Laufveranstaltung in Ettenheim gehört hatte, habe ich mich am Wochenende nicht lange bitten lassen und bin dort über die 10 Kilometer gestartet. Bei einer Temperatur von 8 Grad und einem fiesen Wind, musste ich mich schon sehr überwinden den „dicken Pulli“ abzustreifen. So richtig frostig wurde mir als ich den Läufer vom Team Felt Öztal X-Bionic erblickte – der hatte den kompletten Kleiderschrank an. Da der Start sich um 15 Minuten herauszögerte, ging ich um 15 Uhr top aufgewärmt auf die Strecke.
5 Runden, je 2 Kilometer durch die barocke Innenstadt galt es zu absolvieren. Leider war die Batterie meines Distanzmesser just in diesem Moment leer. Gut, einfach nur nach Puls laufen. Ich denke mal das mein erster Kilometer richtig flott war, denn meine Beine meldeten sich schon in Runde 1. Die Strecke führte über verwinkelte Straßen und Gassen durch den Ortskern. Zwischendurch immer wieder einen schönen Gruß vom Kopfsteinpflaster. Neben mir, wie in Kürzell, Klaus Riehle von Medisport Balk. Nach Runde 1 war ich doch sehr über die Zwischenzeit von 7:50 Minuten überrascht. In Runde 2 merkte ich das ich langsamer wurde, deshalb habe ich dem Klaus gesagt, der ohne Pulsuhr unterwegs war, er solle losziehen wenn er kann, denn bei mir war klar das ich die Zeit von Kürzell heute nicht erreichen werde. Er konnte nicht! Runde 3 war meine Grübelrunde. Der Puls war mit 160 bpm niedrig, meine Beine wollten mich aber einfach nicht schneller tragen. Wenn ich noch langsamer werde, wird das hier noch zum Schaufensterbummel. Hoffentlich werde ich nicht von der Spitze überrundet. In Runde 4 habe ich dann festgestellt, dass solche Stadtrunden eigentlich perfekt für den Zuschauer sind. Alles schön komprimiert auf einem Haufen, richtiges Rennfeeling. Auch als Läufer ist das mal schön, kein Orientierungslauf durch Industriegebiete – einfach nur rennen. Schneller wurde ich aber trotzdem nicht. Egal, jetzt war ich schon in Runde 5. Nochmal aufpassen das ich an keinem Treppenvorsatz hängen bleib, den Orleander stehen lassen und auf der Kopfsteinpflasterabfahrt nicht ausrutschen. Hurra Ziel! 40:55 Minuten - keine gute Zeit aber immerhin noch unter 41 Minuten. Insgesamt wurde ich auf Platz 34 und in der Altersklasse auf Platz 4 gelistet.
Fazit: Eine wirklich schöne Stadtrunde, ein Lauf der gerade für den Zuschauer kurzweilig und interessant ist. Sicher wären bei etwas besserer Witterung noch mehr Zuschauer an der Strecke gewesen. Auch für alle Läufer ist Ettenheim eine gute Adresse, also gleich für nächstes Jahr vormerken. Meine Ambitionen für 2011 sind in Ettenheim nicht groß. Entweder mache ich in 45 Minuten einen Schaufensterbummel, oder ich komme als passiver (Zuschauer), kurz nach dem München-Marathon wird nicht viel gehen. Die Veranstalter sollten für nächstes Jahr eine Getränkeverpflegung an der Strecke einplanen.
So geht es bei mir weiter: Nach 5 Wettkämpfen in 6 Wochen bin ich doch froh, dass ich jetzt wieder normal trainieren kann. Ich werde jetzt kraft für den Halbmarathon in Bad Krozingen schöpfen, um da eine gute Halbmarathonzeit zu laufen. Das FIRST-Training bewerte ich bis jetzt positiv. Ich hatte in Ettenheim einen Durchschnittspuls von 159 bpm, wenn ich jetzt noch die Kraft habe den auf 180 bpm zu treiben wird es flott in Bad Krozingen und Reichenbach. Das Pulsniveau von Ettenheim entspricht einem zügigen Dauerlauf, dass war die mit Abstand niedrigste Pulsrate bei einem Rennen. Betrachtet man es so, war ich schon fast wieder schnell.
Ich war letztes Jahr bei der Premiere schon am Start, leider war die Teilnehmerzahl damals doch eher mau. Dieses Jahr war die Resonanz dann schon viel größer. Zahlreiche Nachmelder erschienen am Seepark bei perfektem Laufwetter (bedeckt, 15 Grad), um am 10,6 km Lauf zu starten. Deshalb verzögerte sich der Start um 15 Minuten. Positiv für den Veranstalter und mich hatte diese Verzögerung nicht gestört, als ich um 12.30 auf der Langdistanz (21,2 km) startete. Auch hier war mehr los als im Vorjahr.
Ich habe mir für diesen Lauf keine Zeit vorgenommen, da klar war das ich auf dieser Strecke jetzt keine persönliche Bestzeit laufen werde. Jedoch wollte ich meine Vorjahreszeit von 1.29.07 klar unterbieten. Also los!
Nach den ersten paar 100 Metern und dem euphorischen Anfangstempo von 17 km/h, hatte ich mich auf meine Richtgeschwindigkeit von 14,8 km/h eingependelt. Nach 2 Kilometern überholte ich nach und nach die Läufer, die am Start overpaced hatten. Zusammen mit einem anderen Läufer schoben wir uns gegenseitig durch den Mooswald. Bei Kilometer 5 begannen wir die ersten Teilnehmer des Vorlaufes zu überholen. Nun ging es vorbei an der Verpflegungsstelle auf den Dreisamdamm. Dieser Part der Strecke ist der entscheidende des Rennens. Eine leichte, stetige Steigung und die Windanfälligkeit können den Läufer gerade in Runde 2 zermürben. Ich bekam von meinem Laufpartner noch ein ISO Geträng gereicht (Wow, was für ein Service). Als wir auf dem Damm angekommen waren sahen wir es dann – die orangene Schlage. Alles Teilnehmer vom 10,6 km Lauf. Wir hätten jetzt eine Hupe gebrachen können. Trotz der Slalomeinheit kamen wir sehr flott voran und schlossen zu einem weiteren Läufer auf, zusammen bildeten wir ein Dreiergespann. Runter vom Damm ging es durch eine Unterführung weiter in Richtung Seepark. Ob sich das hohe Tempo auf Runde 2 rächen sollte? Nachdem ich den Start Zielbereich durchlaufen hatte wurde alles wieder übersichtlich – endlich keine Teilnehmer des Vorlaufes mehr auf der Strecke.
Unsere Dreiergruppe sprengte sich jetzt. Mein Partner aus Runde 1 zog das Tempo nochmals an und der andere Läufer viel etwas zurück. Ich pendelte mich wieder auf mein geplantes Tempo ein, mir war klar das ich auf dem Dreisamdamm Körner brauchen werde. Die ersten 10 Kilometer mit 40:24 waren gerade auf dieser Strecke schon sehr flott. Im Mooswald lief der Hintermann, aus unserem Ursprünglichen Dreiergespanns, an mir vorbei. Ich blieb im konstanten Tempo etwas hinter ihm. Vorbei an ausgepowerten Läufern, ging jetzt das Überrunden des eigenen Starterfeldes los. Wieder vorbei an der Verpflegungsstelle bei Kilometer 15 rauf auf den Dreisamdamm. Hier wurde es dann hart für mich. Ich wurde stetig etwas langsamer, versuchte mich so gut es ging dagegen aufzubäumen. Der Puls war mit 160 – 165 bpm relativ niedrig, jedoch fehlte mir die Kraft. So konnte sich der Läufer von mir absetzen. Trotzdem habe ich noch 3 Teilnehmer überholt. Jetzt nichts wie rein in den Seepark und ab durch's Ziel. Vom Moderatur und dem Beifall der Schlachtenbummler wurde ich mit einer Zeit von 1:27:06 im Ziel begrüsst.
Super – 2 Minuten schneller als letztes Jahr. Meine „Mitläufer“ erwarteten mich schon. Die beiden kamen 1 Minute bzw. 30 Sekunden vor mir an. Jetzt noch schnell 3 Erdinger alkoholfrei stürzen und wieder den Heimweg antreten. Am Abend habe ich gleich meine Platzierung gecheckt: Platz 9 gesamt und 3 in der Altersklasse.
Fazit: Wirklich eine schön durchgeführte Veranstaltung. Hier macht nicht nur das Laufen Spaß, sondern auch das Zuschauen. Beste Verpflegung im Zielbereich (Obst, Backwaren, Powerbar Produkte, Erdinger alkoholfrei, etc.).
So geht’s weiter: Wenn es mir zeitlich reicht starte ich am kommenden Sonntag beim Ettenheimer Stadtlauf über 10 Kilometer. Anfang November greife ich dann in Bad Krozingen nochmal auf der 21,1 km Distanz an.
Nach dem sehr gelungenen Halbmarathon in Gegenbach stand auf meiner Rennplanung wieder ein 10-Kilometer-Lauf. Also ging ich am 1. Oktober in Kürzell an den Start. Hier hatte ich im Vorjahr meine aktuelle Bestleistung auf den 10 Kilometern aufgestellt, also ein gutes Omen für dieses Jahr. Meine Erwartungen waren nicht groß, alles unter 40 Minuten ist als Erfolg zu bewerten. Mein Plan war einfach, die Strecke im konstanten Tempo zu bewältigen und nicht wie in Haslach zwischenzeitlich einzuberechen.
Kurz vor dem Start um 19 Uhr war ich so nervös, dass ich noch Halt bei einem Red Bull Energy Shot suchte. Kurz darauf startete ich in einem Personenfeld aus 82 auf die 2 x 5 Kilometer Strecke durch Kürzell. Das Feld positionierte sich schnell. Die stark besetzte Führungsgruppe, eine Zwischengruppe und ich reihte mich an die Spitze der dritten Gruppe. Zu meiner linken Seite, der gleiche Läufer mit dem ich Seite an Seite schon im Vorjahr das Rennen bestritt. „Gibt's nicht“, dachte ich mir. Meine Nervosität legte sich schnell und ich war gut im Tritt. Die ersten 3 Kilometer fast exakt mit der gleichen 1000 Meter Zeit. Mein „Mitläufer“ und ich bildeten jetzt unsere eigene Gruppe. An einem Wendepunkt im Dorf hatte ich die Möglichkeit auf der Gegengeraden die schnelleren Läufer zu sehen, allerdings bestritt ich mein eigenes Rennen gegen die Uhr. Nach 5 Kilometern ging es vorbei an der Gemeindehalle in Runde 2. Kleiner Sonderapplaus für mich: Ich griff mir einen Wasserbecher von den bereitstehenden Kindern, am Rande der Strecke stand ein Mädchen mit einer Kiste das mir zurief „du musst hier reinwerfen“. Habe ich dann getan. Im Fußball würde man von einem „no look Pass“ sprechen. Es gab Szenenapplaus! Von hinten lief ein Triathlet an uns heran und wir bildeten jetzt eine Dreiergruppe. Aus der Gruppe vor mir musste ein Läufer vom Team Speedzone abreissen lassen. Ich habe hier das Tempo in meiner Gruppe konstant gehalten, denn es gab die Tendenz zur Verlangsamung. Der Triathlet setzte sich jetzt ab, sein Tempo war zu hoch und so entliessen wir ihn in das Dunkel der Kürzeller Straßenschluchten. Ich hatte weiter nur Augen auf meiner Geschwindigkeit und dem Puls, die Zeit kontrollierte ich nicht. Bei Kilometer 8 konnte mich auch ein Hundehaufen (voll erwischt) nicht aus dem Rhythmus bringen. Jetzt noch um 2 Kurven und auf in Richtung Zielbogen. Die beiden anderen Läufer hatten sich jetzt vor mir eingereiht und mein Zielsprint kam zu spät um sie noch einzuholen. Ein Blick auf meine gestoppte Zeit – 39:30. Genau die selbe Zeit wie im Vorjahr „gibt's auch nicht – a wahnsinn“.
Da kann ich gut drauf aufbauen, denn es kommen ja noch 3 10-er in diesem Jahr. Beim nächsten Lauf über diese Distanz versuche ich das Tempo nach 5 Kilometern noch etwas zu steigern und werde die Herzfrequenz noch mehr nach oben treiben. Ich bin hier in Kürzell mit einem 172-er Schnitt gelaufen, 180 bpm sind schon drin. Meine Zeit reichte mir in diesem Jahr nicht für das Altersklassenpodium, also keine Dose Pferdesalbe wie im Vorjahr. Ich wurde insgesamt 17. und in der AK 5.
Am kommenden Wochenende freue ich mich auf den Sportscheck Halbmarathon in Freiburg und das Erdinger alkfrei im Zielbereich.
Mit nicht allzu großen Erwartungen bin ich am vergangenen Samstag in Gengenbach beim Sparkassen-Halbmarathon an den Start gegangen. Die Verunsicherung aufgrund des mauen Resultats von Haslach war spürbar. Würde ich meine Vorjahreszeit wiederholen, wäre es ja fast schon ein Fortschritt. "Was soll's, renne ich halt mal los - hilft ja nichts", dachte ich mir um 15 Uhr beim Start an der Sparkassenfiliale in Reichenbach. Gute Reflexe zeigte ich nach 50 Metern als ich eine Fremdhaxe an meinem Schienbein spürte, ab da war ich im Laufrhythmus. Natürlich habe ich mir nicht vom Start aus vorgenommen auf 1:28:45 zu laufen, sondern hatte mir die Zwischenzeiten für 1:26:30 eingeprägt, was eine persönliche Halbmarathonbestzeit für mich bedeuten würde. Bereits bei Kilometer 5 hatte ich mir schon einen kleinen Puffer erlaufen. Das Wetter war mit Temperaturen bei 20 Grad und Sonne perfekt. Die Zwischenpassagen auf der Wiese beeinträchtigten meine Lauflaune nicht. Nach 8 Kilometern trennte sich das Halbmarathonfeld von den 10 Kilometerstartern, die schon in die Gengenbacher Altstadt einlaufen durften. Für mich ging es weiter über Radwege Richtung Berghaupten. Bei 10 Kilometern war ich mit 40:43 bereits 30 Sekunden schneller als meine Zielzeit von Haslach, jetzt wurde ich aber mal so richtig locker. In meinem Windschatten schleppte ich einen Läufer nach Berghaupten. Ich achtete peinlichst genau meine Geschwindigkeit zu halten. Berghaupten ist ein Nadelör, so war ich froh als ich Lauffehlerfrei da wieder draußen war. Mein Hintermann blieb weiterhin an mir dran, das störte mich nicht. Wenn der später noch Körner haben sollte, würde ich ihn ziehen lassen, solange ich in meinem Tempo bleiben würde. Nach 15 Kilomentern war ich immer noch mit Puffer im Limit. Die Stimmung war immer noch top (auch ohne Powerbalance), ich fühlte mich noch genau so frisch wir bei Kilometer 5. Jetzt ging es schon stark in Richtung Gengenbach. Mein Mitläufer hatte jetzt die Führung übernommen, ich folgte ihm. Beim überqueren einer Brücke hatte ich ihn dann überholt und er musste abreissen lassen. Nach vorne hatte ich keinen Läufersichtkontakt, so war es hier wieder wichtig das Tempo irgendwie konstant zu halten.
Mit dem Gefühl hier heute eine gute Zeit zu laufen ging es auf Pflastersteinen in die Altstadtrunde von Gengenbach. Durch die Fußgängerzone, in einen abgesteckten Parcours durch den Park und wieder zurück in den Stadtkern. Was war ich gespannt auf die Zeit. Surprise, surprise - ich stoppte bei 1.25:53. Wow - eine deutliche persönliche Bestzeit (1 Minute drunter). Platz 3 in meiner Altersklasse und Gesamt Platz 9 (glaube ich).
Fazit: Ich habe Haslach für deren tolle Laufveranstaltung gelobt, deshalb muss ich hier kritisch sein. Gengenbach könnte diese Veranstaltung um einiges attraktiver gestalten. Zuerst würde ich den Startbereich ebenfalls in das Zentrum von Gengenbach legen und den Halbmarathon auf 2 Runden legen. Viel besser für die Zuschauer. Scherze wie durch eine Sparkassenfiliale rennen wäre auch lustig. "Sparkassen Fanmeile" oder so. Eine Zeitnahme per Chip sollte bei einer Veranstaltung wo ein Bankname draufsteht auch mit dabei sein. Die Siegerehrung findet abseits vom Weinfest statt. Die Laufveranstaltung könnte mehr in das Weinfest einbezogen werden, was eine "win win" Situation für alle Beteiligten bedeuten würde. Die Webseite ist auch stark verbesserungswürdig. Ich überlege mir genau ob ich nächstes Jahr nach Karlsruhe zum Halbmarathon/Marathon abwandere, der am gleichen Wochenende stattfindet.
Trotz des guten Resultats stelle ich mein Trainingsplan um. Ich werde jetzt die FIRST-Methode (weniger laufen, schneller werden) bis Ende November durchziehen, wo ich die Laufsaison am 20. November mit dem Geroldsecker Nikolauslauf beende. Ab Mitte Dezember trainiere ich wieder klassisch auf den Freiburg-Marathon 2011. Weiter geht es jetzt mit einem 10er am 1. Oktober in Kürzell, wo ich letztes Jahr mit 39:30 meine 10 kilometer Bestzeit erreicht habe, am 10. Oktober nehme ich mir dann wieder für die Halbmarathondistanz in Freiburg Zeit.
Nachdem mich diese Laufveranstaltung bereits im Vorjahr sehr begeistert hatte war es klar dass ich bei der dritten Ausgabe wieder dabei bin. Also begab ich mich bei bestem Wetter (Sonne, 28 Grad) in das Kinzigtal nach Haslach, wo der Volkslauf über die 10 Kilometer ausgetragen wurde.
Wie bei jedem Wiederholungslauf war es mein klares Ziel die Vorjahreszeit zu unterbieten, was bisher auch immer geklappt hatte. Irgendwie standen die Zeichen von Anfang an schlecht, ich habe komische Dinge getan. Kurz vor der Abfahrt hatte ich noch das Bedürfnis zu hydrieren, also schüttete ich mir noch schnell eine Kanne heißen Tee runter. Bereits auf der Autofahrt kam ich gehörig ins schwitzen (Farin Urlaub lag schon in meinen Ohren). In Haslach angekommen war dann eine Runde einlaufen angesagt und der Tee sollte auch noch raus. Irgendwie musste ich mich plötzlich beeilen um rechtzeitig wieder am Rathausplatz zum Start einzutreffen. 2 Minuten vor Beginn war ich da, schnappte meine Sonnenbrille, erntete skeptische Blicke von meine Freundin ("Hast dich verlaufen?") und ab zur Startlinie. Gerade im Starterfeld platziert hörte ich die Stimme des Moderators "Bitte nicht mehr über die rote Matte laufen, sonst beginnt die Zeitmessung". "Prima, bin ich nicht gerade da rüber gegangen". Mit dem Gefühl das meine Zeitmessung bereits seit 3 Minuten tickt, ging ich um kurz nach 16 Uhr auf die Piste. Auf den ersten Metern ging es sehr beengt zu. Das Frauenführungsrad wäre fast "überlaufen" worden. Sogar ich musste mir einmal Platz verschaffen. Raus aus Haslach ging es in Richtung Mühlenbach. Bereits vor Kilometer 2 hatte der Vorjahressieger aufgegeben. Ich war jetzt gut im Rennen, die entscheidenden Passagen kommen aber noch. Der leichte Anstieg während des 2. Kilometers verursachte bei mir kein Wimpernzucken. Nach Mühlenbach ging es dann auf einem Forstweg weiter. Im bewaldeten Teil war es dann so weit, eine deftige Steigung/Rampe "der Wadenbrenner". Ich musste hier kämpfen, gab aber keinen Meter Preis. Bei Kilometer 5 und 6 hatte ich dann Probleme. Bergab bekam ich plötzlich Seitenstechen "Mist, hier wollte ich Tempo aufnehmen", als es dann wieder einen Hügel rauf ging fühlte ich mich platt. Gerade auf diesen beiden Kilometern habe ich wahnsinnig Zeit liegen lassen (4.32 u. 4.40). An meine Läufergruppe hatte ich komplett den Anschluss verloren. Nach dem Wendepunkt in Hofstetten, bei Kilometer 7, führte die Strecke leicht abschüssig nach Haslach zurück. Jetzt nochmal das Tempo steigern. Klar war hier das ich meine Vorjahreszeit bei weitem nicht mehr erreichen konnte, wichtig war jetzt die Schadensbegrenzung. Überholt wurde ich nicht mehr und einen Läufer konnte ich auch noch überholen, weil ich mich nochmal steigern konnte. Unter beachtlicher Kulisse überquerte ich die Ziellinie in Haslach mit einer Zeit von 41:15 Minuten, über eine Minute langsamer als im Vorjahr. Ärgerlich, mit der Vorjahreszeit wäre mir Platz 3 in der AK sicher gewesen. So wurde ich vierter und landete in der Gesamtwertung auf Platz 36.
Jammern hilft nicht, deshalb ziehe ich mir das Positive raus. Nach 10 Kilometern war ich wieder gut drauf und hätte weiterlaufen können, den letzten Kilometer legte ich in 3:40 zurück. Eigentlich habe ich das Rennen zwischen Kilometer 5 und 6 verloren, der Rest hat gepasst. Am Samstag werde ich auf der Halbmarathondistanz in Gengenbach mehr Zeit haben Temposchwankungen auszugleichen. Vorgabe ist wieder unter der Zeit vom letzten Jahr zu bleiben und der Spaß muss natürlich auch immer dabei sein. In Gegenbach werde ich technologisch nichts dem Zufall überlassen. Kompression und Powerbar ist mit dabei.
Fazit Kinzigtallauf: Top Veranstaltung, bestens organisiert, super Läuferverpflegung, professionelle Zeitnahme, schöner Ortskern - ein Fest für alle Läufer, Nordic Walker und Zuschauer. Vielleicht die beste Laufveranstaltung in der Ortenau.
Die Teilnahme beim gaxscania, einem der härtesten Ultraläufe Europas, endete für Harald Bajohr und Daniel Conka dank eines tollen Teamworks erfolgreich. Für die 246 Kilometer lange Strecke von Malmö bis an die Ostküste Schwedens und wieder retour benötigte Harald Bajohr 54:20h und erreichte als einer von zwölf Finishern das Ziel. Daniel Conka beendete nach 102 Kilometern das Rennen und unterstützte während der weiteren Stunden mit vollem Einsatz seinen Freund und Laufpartner. „Das war das härteste Rennen, das ich jemals gemacht habe und ohne die Unterstützung von Daniel, Carsten und unserem Supporter Andi hätte ich das Ziel nie erreicht“ resümiert Bajohr das Rennen. Am Morgen des 6. August versammelten sich 31 gestandene Ultraläufer, um sich der außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen. „Let´s start now“ lautete pünktlich um 8:00 Uhr das Kommando des Organisationsleiters Stefan Samuelsson. Kein spektakulärer Startschuss hallte über den Köpfen der kleinen Laufgemeinde. Die ersten drei Kilometer wurden gemeinsam bis an die Küste Malmös gelaufen, dann ging es zurück zum Start – einem Wohnblock in der Nähe des spektakulären Wasserturms. „Wir hatten einfach nur Glück, dass wir ein ähnliches Tempo wie Carsten liefen. Ohne ihn wären wir schon auf dem ersten Teilstück verloren gewesen“ erinnert sich Daniel Conka an die ersten Kilometer durch die schwedische Wildnis. Trotz detaillierter Streckenkarte und deutlicher Wegmarkierungen war man ohne Streckenkenntnisse und Kompass schlichtweg aufgeschmissen. Carsten Schneehage hingegen kennt sich aus in schwedischen Wäldern. Denn Schneehage ist ein geübter Orientierungsläufer, war in dieser Spezialdisziplin bereits als Schüler erfolgreich und nahm als Jugend-Nationalläufer in Schweden an Wettkämpfen und Trainingslagern teil, war den Anforderungen in dieser Beziehung also absolut gewachsen. Darüber hinaus nahm er schon 2007 an einem 100 Meilen Rennen in Schweden auf einer ähnlichen Route teil und wurde sogar Dritter. Bis Kilometer 90 lief es rund bei den Dreien. Alle zwanzig Kilometer wurden die eigens eingerichteten Verpflegungsstellen angesteuert, die von Schneehages Freundin und Andreas Moll in und um die Begleitfahrzeuge errichtet wurden. Bei Kilometer 100 konnte Daniel Conka dem „Ultramarthonschlappschritt“ Bajohrs und Schneehages nicht mehr folgen. „Ich war einfach müde und hatte totalen Kohldampf.
Ich hätte dringend eine Pause benötigt und hätte dann wahrscheinlich auch weiterlaufen können, aber zu dem Zeitpunkt wollte ich Carsten und Harald nicht einfach bremsen. Ich wusste, dass Harald im Schlepptau von Carsten das Rennen zu Ende laufen konnte und so entschied ich mich, das Rennen an dieser Stelle zu beenden“ beschreibt Daniel Conka die entscheidende Situation. Nach 21 Stunden erreichten Harald Bajohr und Carsten Schneehage den Wendepunkt bei Kilometer 126. „Wir waren beide total platt, einfach am Ende. Wir konnten auch keinen Schritt mehr laufen und es ist einfach demoralisierend zu wissen, die andere Hälfte wandern zu müssen. Freude kam da an der Ostküste nicht wirklich auf“ erinnert sich Bajohr. Nach 160 Kilometern musste Carsten Schneehage den Anstrengungen Tribut zollen.
Den liebevoll zubereiteten Grillwürstchen konnte auch Bajohr zu diesem Zeitpunkt nicht viel abgewinnen. Schneehage pausierte, während Bajohr sich mit dem wieder erholten Daniel Conka als Begleitung auf den Weg machte. „Ich wusste, dass Carsten nach seiner Pause zu alter Stärke finden würde und ich wollte mir einfach einen kleinen Vorsprung verschaffen, um die Möglichkeit zu haben, ihm dann folgen zu können“ so Bajohr. Bis zur Hälfte der Strecke folgte Conka, dann machte sich Bajohr alleine weiter auf den Weg. „Es lief wahnsinnig gut bei mir, ich konnte richtig Tempo machen und war hochmotiviert“ und dann passierte es. Eine Unachtsamkeit und Harald Bajohr folgte der deutlichen Wegmarkierung, die allerdings in die falsche Richtung führte. Erst nach 45 Minuten entdecke Bajohr seinen Navigationsfehler und erkundigte sich telefonisch verzweifelt bei Daniel Conka, ob sein bisheriger Laufpartner Carsten schon am Checkpoint eingetroffen wäre. Rund acht Kilometer Umweg bei nahender Dunkelheit ließen Bajohr schon fast aufgeben. Doch Daniel Conka lief seinem Freund entgegen und so begaben sich die beiden auf eine rasante Aufholjagd. „Ich wusste, dass Harald nur eine Chance hat, das Rennen zu beenden, wenn wir zu Carsten auflaufen würden und ich musste ihm richtig Beine machen, dass wir das schaffen konnten“ erinnert sich Conka. Doch die Mühen hatten sich gelohnt. Am nächsten Verpflegungspunkt schloss Bajohr wieder auf und mit Carsten Schneehage und Oliver Meyer, einem weiteren deutschen Teilnehmer, ging es weiter durch die zweite schwedische Nacht. „Mir ging es mittlerweile wieder so gut, dass ich richtig Bock hatte, durch die Nacht zu laufen“ und so fungierte Daniel Conka in der zweiten Nacht als Orientierungshilfe. Mittlerweile hatten die drei im Rennen verbliebenen ihren Rhythmus gefunden. Bei jedem selbst gewählten Verpflegungspunkt wurde eine halbstündige Schlafpause eingelegt.
Am Sonntagmittag erreichten Carsten Schneehage, Harald Bajohr und Oliver Meyer im strömenden Regen und bei eiskaltem Wind Malmö. „Auf den letzten drei Kilometern wurden wir von einem „Offiziellen“ Richtung Ziel geführt. Es war ein bischen wie ein Triumphmarsch für sich selbst“ freut sich Bajohr immer noch über das erfolgreiche Finish. Im Ziel gab es eine Urkunde, Medaille und ein Dosenbier. Danach trennten sich die Wege der drei Weggefährten, jeder auf der Suche nach einer heißen Dusche. „Es war der Erfolg eines ganzen Teams und irgendwie ist es beklemmend, dass Daniel sich für mich geopfert hat. Insbesondere auch den Orientierungsfähigkeiten von Carsten ist es zu danken, dass wir am Ende innerhalb der Sollzeit ins Ziel fanden. Dieses Laufabenteuer werden wir alle wohl so schnell nicht vergessen“ meint Bajohr wieder im heimischen Darmstadt angekommen. Als nächstes wartet nun der Gore-Tex Transalpine Run auf die beiden Laufabenteurer Daniel Conka und Harald Bajohr vom soq.de e Team. Ergebnisse zum Lauf durch Schweden unter www.gax100.info.se.http://killaah.sportdev.de
Die Wettkämpfe und extremen Temperaturen der letzten Wochen hatten mich ein wenig aus dem Trainingstakt gebracht, deshalb war ich nicht besonders wild nach einem Wettkampf. Geht es allerdings um den Freiburger Schlossberglauf schaut das ganz anders aus. Laufen auf schöner Strecke an meiner alten Wirkungsstätte und dazu noch ein Fest - klar das ich dabei war. Zeitig begab ich mich auf den Kanonenplatz (Start/Zielbereich), um Vorstarthektik zu vermeiden. Letztes Jahr war der Ansturm von Nachmeldern so groß, dass es den Veranstalter auf dem "linken Fuß" erwischte und der Lauf erst mit Verzögerung gestartet wurde. Heuer war Alexander Lang (Veranstalter vom Schauinslandkönig) himself für den Schlossberglauf zuständig. Klar das den Läufern dieses Jahr ein professionelles Zeitnahmesystem zur Verfügung stand und weil der Herr dem Radsport sehr nah steht wurde der ganze Event noch um ein MTB-Rennen am Folgetag bereichert (nicht zum Schaden des soq-endurance Teams).
Leider spielte der Wettergott der Auftaktveranstaltung nicht ganz in die Karten. Weniger Zuschauer und Teilnehmer als im Vorjahr fanden den Weg auf den Freiburger Stadtberg. Sicher konnten einige Laufbegeisterte berufsbedingt (Donnerstag, 18 Uhr) nicht dabei sein. Den Studenten kann's egal sein, die haben Zeit :-)
Mit Markus Bär und Roland Krams (beide Challenge Teilnehmer) begab ich mich an den Start. Gutes Gefühl mal im Team unterwegs zu sein, in der Regel bin ich in der Ortenau immer als Einzelkämpfer unterwegs. Um Punkt 18 Uhr war dann Start und die Läuferschar begab sich auf drei Runden (Gesamtstrecke ca. 9,2 Km) um den Schlossberg. Wie zu erwarten sah ich von Markus nur noch die Hacken. Die Strecke ist vom Start aus ansteigend. Wichtig ist hier das Pulver nicht gleich zu verschiessen, damit die Kanone nicht schon nach der ersten Runde leer ist. Nach dem ersten Anstieg fühlte ich mich etwas ausgepowert, jetzt war es wichtig ökonomisch die erste Abfahrt runter zu kommen. Immer schön auf Waldboden den Puls etwas runter fahren und dabei nicht zu langsam sein. Der nächste Abschnitt war dann Asphalt, eine kurze Rampe rauf und dann flach bis abschüssig wieder zurück auf den Kanonenplatz. Hin und wieder überlegte ich mir ob ich das Rennen vielleicht etwas zu schnell angegangen war, denn der Roland war irgendwo hinter mir. Vorbei an Fressbuden ging es dann in Runde zwei. Plötzlich schoss Roland an mir vorbei, was mich beruhigte. Dennoch war Runde zwei meine langsame Runde. Ich hatte das Gefühl Kräfte für die Schlussrunde bündeln zu müssen. Jetzt machte sich auch mein Cap bezahlt, denn es fing an zu regnen. Auf dem letzten Drittel habe ich es einfach nochmal rollen lassen, so konnte ich noch einen Läufer vor dem Ziel abfangen, denn ich wollte ja schneller als im Vorjahr sein. Bei 37:12 Minuten überquerte ich die Ziellinie. Nur 9 Sekunden schneller als 2009, allerdings war die Strecke länger :-)
So belegte ich Platz 39 gesamt und in der AK Platz 16 in einem starken Feld. Weil das Schlossbergfest nicht so richtig starten wollte (die Bands machten Soundcheck, diverse Aufbauarbeiten und die Brutzelbuden kamen auch nicht in Fahrt) verließen wir den Schlossberg in Richtung "Schlappen" - schön war's.
Fazit: Schöne Waldwegstrecke, gut organisiert, für 15 Euro Startgebühr incl. Schlossbergchallenge T-Shirt - da kann man nicht motzen. Ich wünsche der Laufveranstaltung nächstes Jahr besseres Wetter, mehr Teilnehmer und mehr Publikum.
Wie geht's weiter? Die nächsten 8 Wochen wird hart auf Halbmarathonniveau trainiert, denn die Wettkämpfe im September (Haslach, Gengenbach) kommen!
tja jetztist erst
mal Schluss mit hohen Temperaturenund
dem Aufsuchen der Dorfbrunnenbei jeder Radausfahrt.
Nun auch mal Büroarbeit :)
Am letzten Samstagabend fandeiner meiner Lieblingsläufe in derFreiburgerInnenstadt statt.
Es handelt sich um die altbekannte Freiburger Laufnacht. Wie
in jedemJahrist der Start-Zielbereich vor dem Colombi Hotelauf dem Rotteckring. Auch die Distanzensind die Selben geblieben, 6000 Meterfürdie ambitionierten Läufer, und neu indiesem Jahr 5000 Meter fürHobbyläufer.
Ebenfalls„neu“ war
die Streckenführung, noch zuschauerfreundlicher, so hieß es, mussten die Läufer sechs bzw.fünf Runden absolvieren. Und es hat was
gebracht, ich wurde quasi ins Ziel getragen! :)
Für mich hieß es nochmal einen schnellen Laufwettkampf
zuabsolvieren, um genügendTempohärte fürdie nächsten Triathlonwettkämpfe zu haben.Noch nun zum Rennbericht:
Da doch starke Konkurrenz am Start war, galt es mich auf den ersten Rundenzurückzuhalten, um dann ab Runde drei
odervier Tempo anzuziehenund den Anderen weglaufen.
Dieser Plan funktioniertebis inRunde drei auch wunderbar,
doch die Tempoattacke kam schon jetzt, und zwar nicht von mir. Was tun??
Natürlich mitlaufen! !! …Habe ich mir gedacht und konnte
mich dann mit dem Angreifer auch weiter von den Verfolgern lösen. Doch seine Tempoverschärfung war noch nicht beendet, so
musste ich ihn nach einer gemeinsamen Runde doch ziehen lassen. Das schwieriger
war nun, meinen eigenen Rhythmus zu
finden und die Gruppe hinter mir nicht wiederheran laufen zu lassen.
Gekämpft habe ich mich nicht von der Meute an Läufern einholen
zu lassen, im Vorfeld des Rennens wurden schon Wetten abgeschlossen. Da
Christopher (in Führung liegender Läufer) und ich- beide Triathleten sindund unsere Hauptkonkurrenzwaschecht Läufer, wurde entweder aufdie
„Triathleten“ oder auf die „ Läufer“ getippt.
Undeben diese „
Läufer“ kamen mir in Runde fünf und sechs immer näher. Doch schlussendlich
konnte ich meine Sprinterqualitäten ausspielen und habe den zweiten Platz, mit
einer Zeit von 18:32 Minuten, ins Ziel retten können.
Also zwei Triathleten vorne – keine schlechte Ausbeute :) !!!!!
Mit einem wunderbaren zweiten Platz und einer super Zeit,
war das ein echt prima Wettkampf!!!!!!
Für mich geht es jetzt weiter mit einem Wettkampf bei
Heidelberg, dem Römerman!
Am vergangenen Samstag fand das Laufen bei Rekordtemperaturen seine Fortsetzung. Noch vor einer Woche dachte ich das es nicht heißer als in Friesenheim zugehen kann, jedoch wurde ich da eines besseren belehrt. Als ich mich um 17.00 Uhr in Richtung Oberschopfheim Sportplatz begab waren es schwüle 38 Grad. Eigentlich wollte ich beim Heimspiel eine richtig gute Zeit laufen, hier war aber wie in Friesenheim einfach nur überleben angesagt. Wir waren gerade am Sportgelände angekommen als der Rettungswagen ausrücken musste, weil ein Teilnehmer des 5 km Laufes zusammengebrochen war - "geht ja schon prima los". Eigentlich wäre dieser Lauf ein guter Anlass gewesen SKINS ICE zu testen. Ansonsten war ich gut vorbereitet: Die Strecke hatte ich bereits vorher bei vergleichbaren Temperaturen abgelaufen, so wusste ich bescheid.
Um 18 Uhr war dann Start. Viele Läufer waren heute nicht dabei - man kann sagen: Die Guten und die Bekloppten. Alternativen gab es genug, zeitgleich fand ein Volleyballtunier und ein Nordic Walking Lauf statt. Also los auf die 4 x 2,5 Km Rundstrecke. Das Tempo war wie zu erwarten nicht hoch, so hatte ich nach 2 Km noch Sichtkontakt zur Führungsgruppe. Auf Geschwindigkeit laufen war heute nicht angesagt, es galt meinen Puls zu kontrollieren. So habe ich geschaut das ich immer zwischen 175 - 185 Schlägen pro Minute lag. Am Ende der Runde kam eine langgezogene Steigung die bei mir nicht ihren Tribut fordern sollte. Auf der Strecke selbst war, entgegen meiner Erwartungen, für genug Getränke- und Erfrischungsstellen gesorgt. Erfrischung war bei diesen Kohlegrillbedingungen relativ, viel hat zum Zischen nicht mehr gefehlt. Nach der zweiten Runde fühlte ich mich immer noch gut, also rein in die Zermürbungsrunde 3. Während dieser Runde wurde auch ich langsamer, jedoch gelang es mir hier an einigen Läufern vorbei zu ziehen. In dieser Runde hat mich dann noch ein abrupt parkendes Auto an der letzten Steigung ausgebremst. Allgemein waren viele Autos auf der strecke unterwegs (wenn man nicht alles vernagelt und verbarrikadiert). Unter dem Applaus meiner Getreuen ging es dann in die Abschlussrunde, mit dem Vorhaben circa 1,5 Km vor Ende nochmal die Schlagzahl hochzuschrauben. Ich habe einen Läufer im blauen Dress angepeilt und los ging es (irgendwie hab ich's mit den Blauen). Von Hinten drückte keiner, beim Anstieg erreichte ich noch einen 190er Puls (fast meine max. Herzrate). Am Scheitelpunkt schnell um eine Kurve und dann ab in den Zielschuss, jedoch konnte sich der andere Läufer noch ins Ziel retten. Und dann, welche Zeit? Bewusst hatte ich während des Rennverlaufes nicht auf Zeiten geachtet, um nicht deprimiert zu sein. 44:22 - leck mich am Arsch! Normalerweise eine "lockere Laufzeit" aber eben nicht mit einem 178er Durchschnittspuls. Zu meiner Überraschung landete ich mit dieser Zeit (meine mit Abstand langsamste 10 Km Zeit) auf Platz 11 und in meiner Altersklasse auf Platz 3. Also warten auf die Siegerehrung! Die Flasche Wein nahm ich dann gerne entgegen, allerdings stammt der Wein aus Ortenberg - ein Kulturschock wenn man die Qualität des Oberschopfheimer Weines kennt. Nächstes Jahr bitte nur Wein aus der Gemeinde!
Jetzt folgte ein Sprint an die heimische Glotze zum Spiel der DFB Auswahl. Die gewannen bekanntlich und wurden WM dritter - also hatte ich mal was mit unseren Fußballern gemeinsam. Das Oberschopfheimer Sommerfest endete wohl sehr abrupt - der einsetzende Gewittersturm war heftig.
Als nächstes kommt jetzt bei mir der Freiburger Schloßberglauf. Das ist eine schöne Waldstrecke (viel Schatten) und mal wieder ein Vergleichslauf zum letzten Jahr. Ich hoffe das ich mich hier stark verbessern kann, um mit Elan im August ins Training für die Herbstläufe zu starten.
Der CS500 ist aus robustem Material gefertigt und sitzt mittels der Dual Lock Radhalterung fest am Lenker.
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