Das letzte Rennen nach Zeit in 2010

Am vergangenen Wochenende war es soweit: Das grande Wettkampffinale 2010 beim Nikolauslauf  der Laufgruppe Geroldseck in Reichenbach. Noch einmal 10 Kilometer abspulen und dann ist mal für 4 Wochen Schluss, mit der Lauferei nach Plan.

nikolauslauf 2010

Um 15 Uhr startete eine imposante Läuferschar von 320 Teilenhmern auf die 2 x 5 Kilometer Runde.Gerade auf den ersten paar 100 Metern war Aufmerksamkeit angebracht, denn da ging es auf dem schmaleren Weg sehr eng zu. Ich habe es am Anfang heuer ruhig angehen lassen, hatte ich doch aus Ettenheim gelernt. Die ersten beiden Kilometer waren mit 7:50 im guten Tempo zurückgelegt. Jetzt ging es in Lahr-Kuhbach auf den anspruchsvollen Part der Strecke – ab in den Wald. Hier würde ich einige Sekunden liegen lassen, denn nun folgten die Anstiege. Der Waldweg war trotz des Regens der letzten Tage gut belaufbar, kaum „schwerer“ Boden. Auf dieser Passage lief ich nach Gefühl, mit einem Auge auf dem Pulswert. Hier noch nicht das komplette Pulver verschießen – man sieht sich heute ja zweimal. Das Läuferfeld hat sich auf der Waldpassage schon gut auseinander gezogen. Vor mir waren noch ein paar Läufer, die ich nach meiner Einschätzung, auf Runde 2 überholen sollte. In die sollte es jetzt gleich gehen. Zwischenzeit: 20:05 – wie zu erwarten hatte ich auf dem Waldweg Zeit verloren, jedoch schaut das hier nach einer passablen Zeit aus. Die nächsten beiden Kilometer in der Flachpassage würde ich jetzt nutzen um ein paar Sekunden rauszuholen, so war ich bei Kilometer 7 bei 27:57 und Überraschenderweise bei Kilometer 8 bei 31:55. Mensch, mit einer Zeit unter 40 Minuten hatte ich nicht gerechnet und war auch nicht das Ziel. Jetzt kamen allerdings die Hauptanstiege und ich wurde langsamer. Allerdings lief ich Schritt für Schritt auf eine 5-er Läufergruppe auf. Nach den Anstiegen, in der Flachpassage, konnte ich sie überholen und setzte mich zusammen mit einem anderen Läufer ab. Raus aus dem Wald um eine Kurve ging es in Richtung Ziel. Ein Blick auf meine Uhr verriet mit, dass ich Zeit verloren hatte, jedoch eine anständige Zeit erlaufen würde. Allerdings war der Blick auf die Uhr ein Fehler. Der Läufer hinter mir setzte zum Sprint an und überholte mich, so fehlte mir am Schluss dieser Meter. Wäre jetzt ärgerlich gewesen wenn es hier um einen Podiumsplatz gegangen wäre. Ich bin mit der Endzeit von 40:30 zufrieden. 16 Sekunden schneller als letztes Jahr und eine gute Tendenz auf der 10 km Strecke. Nach den Trainingsexperiementen der letzten Wochen und dem Streckenverlauf war eine Bestmarke nicht möglich. So landete ich auf Platz 38 und Platz 8 in der AK.

 
Die Kamerafrau flippt komplett aus!


Kleine Story: Auf der Strecke traf ich einen Läufer der 4 Einheiten Schuhe binden einlegte. Zwischendurch fragte er nach: „Reicht das noch unter 40 Minuten?“, meine Antwort „Wird knapp“ beflügelte ihn tempomäßig, bis ich ihn wieder beim Binden sah. Trotz dieser Einlagen könnte er es noch geschafft haben. Was lernen wir: Genau so wichtig wie der Tempolauf, ist das Schuhe schnüren. Wer beides kann ist im Vorteil :-)

In der Zeit bis zum Marathontraining mache ich jetzt gezielt ein paar Läufe zur Anhebung des Tempo's. Das Training nach der FIRST-Methodik hat mir gezeigt, dass ich für Bestzeiten hohe Kilometerumfänge brauche. Im Winter baller ich mir die rein, damit ich in Freiburg beim Marathon eine Zeit deutlich unter der 3-Stunden-Marke erreichen werde.

Allerdings wird es jetzt vorerst einige Spaßeinheiten auf Rad und Füßen geben, der Spaß läuft und fährt ja bekanntlich immer mit.

Bis dann,
Sascha


www.lg-geroldseck.de 

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Barockes Ettenheim – läuft der noch, oder studiert er die Architektur?

Da ich im Vorfeld viel positives über die Laufveranstaltung in Ettenheim gehört hatte, habe ich mich am Wochenende nicht lange bitten lassen und bin dort über die 10 Kilometer gestartet. Bei einer Temperatur von 8 Grad und einem fiesen Wind, musste ich mich schon sehr überwinden den „dicken Pulli“ abzustreifen. So richtig frostig wurde mir als ich den Läufer vom Team Felt Öztal X-Bionic erblickte – der hatte den kompletten Kleiderschrank an. Da der Start sich um 15 Minuten herauszögerte, ging ich um 15 Uhr top aufgewärmt auf die Strecke.

 


5 Runden, je 2 Kilometer durch die barocke Innenstadt galt es zu absolvieren. Leider war die Batterie meines Distanzmesser just in diesem Moment leer. Gut, einfach nur nach Puls laufen. Ich denke mal das mein erster Kilometer richtig flott war, denn meine Beine meldeten sich schon in Runde 1. Die Strecke führte über verwinkelte Straßen und Gassen durch den Ortskern. Zwischendurch immer wieder einen schönen Gruß vom Kopfsteinpflaster. Neben mir, wie in Kürzell, Klaus Riehle von Medisport Balk. Nach Runde 1 war ich doch sehr über die Zwischenzeit von 7:50 Minuten überrascht. In Runde 2 merkte ich das ich langsamer wurde, deshalb habe ich dem Klaus gesagt, der ohne Pulsuhr unterwegs war, er solle losziehen wenn er kann, denn bei mir war SaschaBlaesen Ettenheim 2010klar das ich die Zeit von Kürzell heute nicht erreichen werde. Er konnte nicht! Runde 3 war meine Grübelrunde. Der Puls war mit 160 bpm niedrig, meine Beine wollten mich aber einfach nicht schneller tragen. Wenn ich noch langsamer werde, wird das hier noch zum Schaufensterbummel. Hoffentlich werde ich nicht von der Spitze überrundet. In Runde 4 habe ich dann festgestellt, dass solche Stadtrunden eigentlich perfekt für den Zuschauer sind. Alles schön komprimiert auf einem Haufen, richtiges Rennfeeling. Auch als Läufer ist das mal schön, kein Orientierungslauf durch Industriegebiete – einfach nur rennen. Schneller wurde ich aber trotzdem nicht. Egal, jetzt war ich schon in Runde 5. Nochmal aufpassen das ich an keinem Treppenvorsatz hängen bleib, den Orleander stehen lassen und auf der Kopfsteinpflasterabfahrt nicht ausrutschen. Hurra Ziel! 40:55 Minuten - keine gute Zeit aber immerhin noch unter 41 Minuten. Insgesamt wurde ich auf Platz 34 und in der Altersklasse auf Platz 4 gelistet.

Fazit: Eine wirklich schöne Stadtrunde, ein Lauf der gerade für den Zuschauer kurzweilig und interessant ist. Sicher wären bei etwas besserer Witterung noch mehr Zuschauer an der Strecke gewesen. Auch für alle Läufer ist Ettenheim eine gute Adresse, also gleich für nächstes Jahr vormerken. Meine Ambitionen für 2011 sind in Ettenheim nicht groß. Entweder mache ich in 45 Minuten einen Schaufensterbummel, oder ich komme als passiver (Zuschauer), kurz nach dem München-Marathon wird nicht viel gehen. Die Veranstalter sollten für nächstes Jahr eine Getränkeverpflegung an der Strecke einplanen.

So geht es bei mir weiter: Nach 5 Wettkämpfen in 6 Wochen bin ich doch froh, dass ich jetzt wieder normal trainieren kann. Ich werde jetzt kraft für den Halbmarathon in Bad Krozingen schöpfen, um da eine gute Halbmarathonzeit zu laufen. Das FIRST-Training bewerte ich bis jetzt positiv. Ich hatte in Ettenheim einen Durchschnittspuls von 159 bpm, wenn ich jetzt noch die Kraft habe den auf 180 bpm zu treiben wird es flott in Bad Krozingen und Reichenbach. Das Pulsniveau von Ettenheim entspricht einem zügigen Dauerlauf, dass war die mit Abstand niedrigste Pulsrate bei einem Rennen. Betrachtet man es so, war ich schon fast wieder schnell.

Bis bald,
Sascha

www.lv-ettenheim.de/leichtathletik/termine/veranstaltungen/ettenheimer-stadtlauf/

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Jährlich grüsst das Murmeltier, oder der 3. Einheitslauf in Kürzell

Nach dem sehr gelungenen Halbmarathon in Gegenbach stand auf meiner Rennplanung wieder ein 10-Kilometer-Lauf. Also ging ich am 1. Oktober in Kürzell an den Start. Hier hatte ich im Vorjahr meine aktuelle Bestleistung auf den 10 Kilometern aufgestellt, also ein gutes Omen für dieses Jahr. Meine Erwartungen waren nicht groß, alles unter 40 Minuten ist als Erfolg zu bewerten. Mein Plan war einfach, die Strecke im konstanten Tempo zu bewältigen und nicht wie in Haslach zwischenzeitlich einzuberechen.

 


Kurz vor dem Start um 19 Uhr war ich so nervös, dass ich noch Halt bei einem Red Bull Energy Shot suchte. Kurz darauf startete ich in einem Personenfeld aus 82 auf die 2 x 5 Kilometer Strecke durch Kürzell. Das Feld positionierte sich schnell. Die stark besetzte Führungsgruppe, eine Zwischengruppe und ich reihte mich an die Spitze der dritten Gruppe. Zu meiner linken Seite, der gleiche Läufer mit dem ich Seite an Seite schon im Vorjahr das Rennen bestritt. „Gibt's nicht“, dachte ich mir. Meine Nervosität sascha blaesen kuerzell 2010legte sich schnell und ich war gut im Tritt. Die ersten 3 Kilometer fast exakt mit der gleichen 1000 Meter Zeit. Mein „Mitläufer“ und ich bildeten jetzt unsere eigene Gruppe. An einem Wendepunkt im Dorf hatte ich die Möglichkeit auf der Gegengeraden die schnelleren Läufer zu sehen, allerdings bestritt ich mein eigenes Rennen gegen die Uhr. Nach 5 Kilometern ging es vorbei an der Gemeindehalle in Runde 2. Kleiner Sonderapplaus für mich: Ich griff mir einen Wasserbecher von den bereitstehenden Kindern, am Rande der Strecke stand ein Mädchen mit einer Kiste das mir zurief „du musst hier reinwerfen“. Habe ich dann getan. Im Fußball würde man von einem „no look Pass“ sprechen. Es gab Szenenapplaus! Von hinten lief ein Triathlet an uns heran und wir bildeten jetzt eine Dreiergruppe. Aus der Gruppe vor mir musste ein Läufer vom Team Speedzone abreissen lassen. Ich habe hier das Tempo in meiner Gruppe konstant gehalten, denn es gab die Tendenz zur Verlangsamung. Der Triathlet setzte sich jetzt ab, sein Tempo war zu hoch und so entliessen wir ihn in das Dunkel der Kürzeller Straßenschluchten. Ich hatte weiter nur Augen auf meiner Geschwindigkeit und dem Puls, die Zeit kontrollierte ich nicht. Bei Kilometer 8 konnte mich auch ein Hundehaufen (voll erwischt)  nicht aus dem Rhythmus bringen. Jetzt noch um 2 Kurven und auf in Richtung Zielbogen. Die beiden anderen Läufer hatten sich jetzt vor mir eingereiht und mein Zielsprint kam zu spät um sie noch einzuholen. Ein Blick auf meine gestoppte Zeit – 39:30. Genau die selbe Zeit wie im Vorjahr „gibt's auch nicht – a wahnsinn“.

Da kann ich gut drauf aufbauen, denn es kommen ja noch 3 10-er in diesem Jahr. Beim nächsten Lauf über diese Distanz versuche ich das Tempo nach 5 Kilometern noch etwas zu steigern und werde die Herzfrequenz noch mehr nach oben treiben. Ich bin hier in Kürzell mit einem 172-er Schnitt gelaufen, 180 bpm sind schon drin. Meine Zeit reichte mir in diesem Jahr nicht für das Altersklassenpodium, also keine Dose Pferdesalbe wie im Vorjahr. Ich wurde insgesamt 17. und in der AK 5.

Am kommenden Wochenende freue ich mich auf den Sportscheck Halbmarathon in Freiburg und das Erdinger alkfrei im Zielbereich.

Bis dann,
Sascha

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Es war, zu heiss für den Straßenlauf...

Der 3. Kinzigtallauf in Haslach

 


Nachdem mich diese Laufveranstaltung bereits im Vorjahr sehr begeistert hatte war es klar dass ich bei der dritten Ausgabe wieder dabei bin. Also begab ich mich bei bestem Wetter (Sonne, 28 Grad) in das Kinzigtal nach Haslach, wo der Volkslauf über die 10 Kilometer ausgetragen wurde.

kinzigtallauf 2010 sascha blaesenWie bei jedem Wiederholungslauf war es mein klares Ziel die Vorjahreszeit zu unterbieten, was bisher auch immer geklappt hatte. Irgendwie standen die Zeichen von Anfang an schlecht, ich habe komische Dinge getan. Kurz vor der Abfahrt hatte ich noch das Bedürfnis zu hydrieren, also schüttete ich mir noch schnell eine Kanne heißen Tee runter. Bereits auf der Autofahrt kam ich gehörig ins schwitzen (Farin Urlaub lag schon in meinen Ohren). In Haslach angekommen war dann eine Runde einlaufen angesagt und der Tee sollte auch noch raus. Irgendwie musste ich mich plötzlich beeilen um rechtzeitig wieder am Rathausplatz zum Start einzutreffen. 2 Minuten vor Beginn war ich da, schnappte meine Sonnenbrille, erntete skeptische Blicke von meine Freundin ("Hast dich verlaufen?") und ab zur Startlinie. Gerade im Starterfeld platziert hörte ich die Stimme des Moderators "Bitte nicht mehr über die rote Matte laufen, sonst beginnt die Zeitmessung". "Prima, bin ich nicht gerade da rüber gegangen". Mit dem Gefühl das meine Zeitmessung bereits seit 3 Minuten tickt, ging ich um kurz nach 16 Uhr auf die Piste. Auf den ersten Metern ging es sehr beengt zu. Das Frauenführungsrad wäre fast "überlaufen" worden. Sogar ich musste mir einmal Platz verschaffen. Raus aus Haslach ging es in Richtung Mühlenbach. Bereits vor Kilometer 2 hatte der Vorjahressieger aufgegeben. Ich war jetzt gut im Rennen, die entscheidenden Passagen kommen aber noch. Der leichte Anstieg während des 2. Kilometers verursachte bei mir kein Wimpernzucken. Nach Mühlenbach ging es dann auf einem Forstweg weiter. Im bewaldeten Teil war es dann so weit, eine deftige Steigung/Rampe "der Wadenbrenner". Ich musste hier kämpfen, gab aber keinen Meter Preis. Bei Kilometer 5 und 6 hatte ich dann Probleme. Bergab bekam ich plötzlich Seitenstechen "Mist, hier wollte ich Tempo aufnehmen", als es dann wieder einen Hügel rauf ging fühlte ich mich platt. Gerade auf diesen beiden Kilometern habe ich wahnsinnig Zeit liegen lassen (4.32 u. 4.40). An meine Läufergruppe hatte ich komplett den Anschluss verloren. Nach dem Wendepunkt in Hofstetten, bei Kilometer 7, führte die Strecke leicht abschüssig nach Haslach zurück. Jetzt nochmal das Tempo steigern. Klar war hier das ich meine Vorjahreszeit bei weitem nicht mehr erreichen konnte, wichtig war jetzt die Schadensbegrenzung. Überholt wurde ich nicht mehr und einen Läufer konnte ich auch noch überholen, weil ich mich nochmal steigern konnte. Unter beachtlicher Kulisse überquerte ich die Ziellinie in Haslach mit einer Zeit von 41:15 Minuten, über eine Minute langsamer als im Vorjahr. Ärgerlich, mit der Vorjahreszeit wäre mir Platz 3 in der AK sicher gewesen. So wurde ich vierter und landete in der Gesamtwertung auf Platz 36.

Jammern hilft nicht, deshalb ziehe ich mir das Positive raus. Nach 10 Kilometern war ich wieder gut drauf und hätte weiterlaufen können, den letzten Kilometer legte ich in 3:40 zurück. Eigentlich habe ich das Rennen zwischen Kilometer 5 und 6 verloren, der Rest hat gepasst. Am Samstag werde ich auf der Halbmarathondistanz in Gengenbach mehr Zeit haben Temposchwankungen auszugleichen. Vorgabe ist wieder unter der Zeit vom letzten Jahr zu bleiben und der Spaß muss natürlich auch immer dabei sein. In Gegenbach werde ich technologisch nichts dem Zufall überlassen. Kompression und Powerbar ist mit dabei.

Fazit Kinzigtallauf: Top Veranstaltung, bestens organisiert, super Läuferverpflegung, professionelle Zeitnahme, schöner Ortskern - ein Fest für alle Läufer, Nordic Walker und Zuschauer. Vielleicht die beste Laufveranstaltung in der Ortenau.

www.kinzigtallauf.de

Bis denne
Sascha


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Sommerlauf Oberschopfheim: Die Hitzeschlacht geht weiter!

 
Am vergangenen Samstag fand das Laufen bei Rekordtemperaturen seine Fortsetzung. Noch vor einer Woche dachte ich das es nicht heißer als in Friesenheim zugehen kann, jedoch wurde ich da eines besseren belehrt. Als ich mich um 17.00 Uhr in Richtung Oberschopfheim Sportplatz begab waren es schwüle 38 Grad. Eigentlich wollte ich beim Heimspiel eine richtig gute Zeit laufen, hier war aber wie in Friesenheim einfach nur überleben angesagt. Wir waren gerade am Sportgelände angekommen als der Rettungswagen ausrücken musste, weil ein Teilnehmer des 5 km Laufes zusammengebrochen war - "geht ja schon prima los". Eigentlich wäre dieser Lauf ein guter Anlass gewesen SKINS ICE zu testen. Ansonsten war ich gut vorbereitet: Die Strecke hatte ich bereits vorher bei vergleichbaren Temperaturen abgelaufen, so wusste ich bescheid.

 


Um 18 Uhr war dann Start. Viele Läufer waren heute nicht dabei - man kann sagen: Die Guten und die Bekloppten. Alternativen gab es genug, zeitgleich fand ein Volleyballtunier und ein Nordic Walking Lauf statt. Also los auf die 4 x 2,5 Km Rundstrecke. Das Tempo war wie zu erwarten nicht hoch, so hatte ich nach 2 Km noch Sichtkontakt zur Führungsgruppe. Auf Geschwindigkeit laufen war heute nicht angesagt, es galt meinen Puls zu kontrollieren. So habe ich geschaut das ich immer zwischen 175 - 185 Schlägen pro Minute lag. Am Ende der Runde kam eine langgezogene Steigung die bei mir nicht ihren Tribut fordern sollte. Auf der Strecke selbst war, entgegen meiner Erwartungen, für genug Getränke- und Erfrischungsstellen gesorgt. Erfrischung war bei diesen Kohlegrillbedingungen relativ, viel hat zum Zischen nicht mehr  gefehlt. Nach der zweiten Runde fühlte ich mich immer noch gut, also rein in die Zermürbungsrunde 3. Während dieser Runde wurde auch ich langsamer, jedoch gelang es mir hier an einigen Läufern vorbei zu ziehen. In dieser Runde hat mich dann noch ein abrupt parkendes Auto an der letzten Steigung ausgebremst. Allgemein waren viele Autos auf der strecke unterwegs (wenn man nicht alles vernagelt und verbarrikadiert). Unter dem Applaus meiner Getreuen ging es dann in die Abschlussrunde, mit dem Vorhaben circa 1,5 Km vor Ende nochmal die Schlagzahl hochzuschrauben. Ich habe einen Läufer im blauen Dress angepeilt und los ging es (irgendwie hab ich's mit den Blauen). Von Hinten drückte keiner, beim Anstieg erreichte ich noch einen 190er Puls (fast meine max. Herzrate). Am Scheitelpunkt schnell um eine Kurve und dann ab in den Zielschuss, jedoch konnte sich der andere Läufer noch ins Ziel retten. Und dann, welche Zeit? Bewusst hatte ich während des Rennverlaufes nicht auf Zeiten geachtet, um nicht deprimiert zu sein. 44:22 - leck mich am Arsch! Normalerweise eine "lockere Laufzeit" aber eben nicht mit einem 178er Durchschnittspuls. Zu meiner Überraschung landete ich mit dieser Zeit (meine mit Abstand langsamste 10 Km Zeit) auf Platz 11 und in meiner Altersklasse auf Platz 3. Also warten auf die Siegerehrung! Die Flasche Wein nahm ich dann gerne entgegen, allerdings stammt der Wein aus Ortenberg - ein Kulturschock wenn man die Qualität des Oberschopfheimer Weines kennt. Nächstes Jahr bitte nur Wein aus der Gemeinde!

Jetzt folgte ein Sprint an die heimische Glotze zum Spiel der DFB Auswahl. Die gewannen bekanntlich und wurden WM dritter - also hatte ich mal was mit unseren Fußballern gemeinsam. Das Oberschopfheimer Sommerfest endete wohl sehr abrupt - der einsetzende Gewittersturm war heftig.

Als nächstes kommt jetzt bei mir der Freiburger Schloßberglauf. Das ist eine schöne Waldstrecke (viel Schatten) und mal wieder ein Vergleichslauf zum letzten Jahr. Ich hoffe das ich mich hier stark verbessern kann, um mit Elan im August ins Training für die Herbstläufe zu starten.

Bis denne,
Sascha

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Hitzeschlacht in den Straßen von Friesenheim


Was kann man nicht alles am Sonntag um 12 Uhr mittags bei 35 Grad unternehmen. Baggersee, Eisdiele oder in den Keller sitzen. Es gibt viele Möglichkeiten, die beknackteste davon ist die Teilnahme an einer Laufveranstaltung. So wie der Topf zum Deckel gehört war ich natürlich pünktlich zum 10 Kilometerlauf in der Nachbargemeinde Friesenheim, wo zum 2. Stockbrunnenlauf geladen wurde. Die Premiere im Vorjahr hat es mir angetan und so ließ ich mich von der Startverlegung nicht abschrecken. Ursprünglich sollte der Lauf am Vortag um 18 Uhr gestartet werden, wegen der Fußball WM ist man aber ausgewichen. Kleiner Rüffel an den Veranstalter: Wer kam hier eigentlich auf 12 Uhr? Einen Sommerlauf startet man bekanntlich morgens oder abends, aber genau an "highnoon". Viele Läufer haben wohl auf den um 11 Uhr gestarteten 5 Kilometerlauf umgesattelt, so gingen um 12 Uhr ca. 80 unerschrockene auf den Stadtkurs. Mir war klar dass ich hier keine Zeit zum einrahmen erlaufen werde und eine Vergleichszeit zum Vorjahr wird es auch nicht geben, denn der Kurs wurde verlängert damit es ein echter 10er ist. Also lautete mein Motto: Nehmen was geht. Vom Start weg habe ich mich auf ein Tempo von knapp über 15 km/h eingestellt. Nach einer Runde um den Dorfbach (Winterseite?) folgte gleich das Schmankerl auf dem 2,5 Kilometer Rundkurs: Eine ca. 400 Meter lange Steigung. Ich befand mich bald in einer Gruppe von 4 Läufern (tippe mal 2 Triathleten), jetzt ging es ab durch's Dorf und bald umspielte ein lächeln mein Gesicht: Hurra die Feuerwehr, oder vielleicht doch ein Hansgrohe Team. "Wasser marsch" - ich habe den Hydranten erspährt, einen Meter Platz einkalkuliert, Augen zu und ab durch die Wasserfontäne. Gut erfrischt führte mich die Strecke wieder zur Hauptstraße und dann ging es am Dorfbach entlang Richtung Bundesstraße (Sommerseite?) und wieder zurück in den Start/Ziel Bereich. "So, jetzt noch drei Runden so weiter - oder auch nicht". Am Wendepunkt hatte ich schon bemerkt das die Spitze nicht allzuweit von mir entfernt war, also beschloss ich Runde 2 etwas ruhiger anzugehen. Es war klar das ich das komplette Rennen nicht in einem 3:55er Schnitt bei diesem Wetter laufen kann. Ich ließ meine Gruppe ziehen. Nach der zweiten Runde war ich schon ziemlich bedient, meine Zeit war knapp über 20 Minuten. Runde 3 war die anstrengenste Runde! Ich überholte einen Läufer aus meiner 4er Gruppe, dann sah ich einen zweiten der gerade auf einem Stein Platz nahm. Ab diesem Moment wusste ich das ich alles richtig gemacht hatte. nun überholte ich einen Läufer vom TUS Schuttern, der offensichtlich am Ende seiner Kraft war. Allerdings hatte er noch eine große Klappe, so wollte er mich verbal daran hindern ihn zu überholen. Ist ihm nicht gelungen :-) Er rief noch was von aktueller Zeit worauf ich ihm entgegnete das ich ihm nur meinen Puls nennen kann - weg war er. Irgendwann passierte ich das "Besenfahrrad" und los ging es mit den Überrundungen. Bei Kilometer 8 habe ich das Tempo wieder etwas angezogen. Meine Freundin rief mir vom Streckenrand zu das ich noch 3 Minuten habe um unter 40 Minuten zu kommen, leider hatte ich aber noch mehr als einen Kilometer zu absolvieren. Nach fulminantem Schlußsprint blieb für mich die Zeit bei 41:35 stehen. Nüchtern betrachtet ist das eine schlechte Zeit, jedoch wurde die Zeit immer besser. So waren fast alle Läufer vorne knapp 2 Minuten langsamer als gewöhnlich. Im Gesamtklassement erreichte ich Platz 15 und in meiner Altersklasse Platz 4.

 


Kleine Anekdote zum TUS Schuttern Mensch: Er kam schwer gezeichnet ins Ziel, stieg sofort in den Dorfbrunnen und erzählte wie enttäuscht er ist, wo er doch normalerweise unter 40 Minuten läuft. Normal waren diese Bedingungen eben nicht, ich war allerdings froh dabei gewesen zu sein. Nächstes Jahr aber dann bitte wieder abends. Sehr gut war die Wasserversorgung an der Strecke, deshalb ist auch wahrscheinlich der Rettungswagen nur einmal ausgerückt.

Die Viechwertung ging an Peter Späth. Er gewann den 5 Kilometerlauf, startete beim 10 Kilometerlauf und belegte dort Platz 3. Da kann man nur den Kopf schütteln und gratulieren. (Alle Infos unter www.stockbrunnenlauf.de)

Mehr geht immer noch: Am Samstag starte ich in meinem Heimatdorf (Oberschopfheim) bei klimatisch noch härteren Bedingungen zum nächsten 10 Kilometerlauf. Die Strecke ist auch alles andere als flach (fehlt nur noch Schotter und Geröll und der Harald fänd's super). Danach lege ich eine Messepause ein, am Monatsende starte ich beim Schloßberglauf in Freiburg. Im August wird dann nur trainiert (was den Roland sicher freut).

Bis bald,
Sascha

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Sonnwendlauf 2010 - Die Alternative zur Fußball WM

Sonnwendlauf Start
Wo bin ich?


Am Freitag, den 18.06., war es wieder soweit. Seelbach lud zum vierten Sonnwendlauf und ich war wie im vergangenen Jahr wieder mit dabei. Mein erster 10 Kilometer Wettkampf in diesem Jahr und letztes Jahr mein erster überhaupt. Eine willkommene Gelegenheit auch hier zu prüfen was sich in einem Jahr getan hat. Der Zuspruch bei dieser Veranstaltung war wie in den vergangenen Jahren groß. Ein Teilnehmerrekord (hörte was von 900 Startern) und 3000 Zuschauer an der Strecke trotz Fußballweltmeisterschaft können sich sehen lassen. Gut das ich mir nicht das Gebolze der Engländer gegen Algerien angeschaut habe (was für eine Enttäuschung). Da lasse ich doch lieber den Katholiken raushängen und gehe zum Fest welches ursprünglich als Gedenktag an die Geburt von Johannes dem Täufer gewidmet war. Das Wetter hat auch trotz schlechter Prognosen gehalten - der Segen kam nicht von oben.

 
Pä ba dä döröt bababa ba


Um 20 Uhr ging es dann los - 2 x 5 Kilometer durch den Luftkurort Seelbach. Auf den ersten Kilometern ging es eng zu, kurz nach dem Start kam ein Läufer stark ins wanken. Ich hörte das einer in die Bande gedrückt wurde, Probleme gab es bei mir keine (was drei Wochen ungeduscht alles ausmachen). Mein Ziel war es hier unter 40 Minuten zu laufen und bloß keine Experimente - also den Tempomat knapp über 15 km/h einstellen. Die Strecke in Seelbach ist nicht gerade schwierig, jedoch gibt es eine kleine Steigung und Kopfsteinpflaster. Nach der ersten Runde lag ich perfekt in der Zeit (19:39), bei Kilometer 6 bemerkte ich leichtes Seitenstechen, da habe ich etwas Tempo rausgenommen und mich darauf konzentiert das so schnell wie möglich abzustellen - hat geklappt. Mein Puls war jetzt konstant bei 178 und ich wollte außer beim Schlusssprint nicht über 180 gehen. Bei Kilometer 8 habe mit einem guten Gefühl das Kopfsteinpflaster verlassen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir das es knapp wird, also bei Kilometer 9 nochmal Tempo machen. Auf der Gegengerade lief gerade der Führende und spätere Sieger Lukas Nägele an mir vorbei. Am Wendepunkt bei Kilometer 9 steigt die Strecke bis ins Ziel nochmal leicht an. Vorbei an meinem Anhang (Kommentar: "Mer laufe der grad hinterher") ging es mit meiner Laufgruppe, ich nenn sie jetzt mal die Altinternationalen, in Richtung Ziel. Letztes Jahr hatte ich keine Kraft mehr für den Zielsprint, jedoch dieses Jahr hat es geklappt und so habe ich noch bis ca. zwei Meter vor der Ziellinie Läufer überholen können. Der Zielsprint war auch nötig: 39:50 Minuten, über zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Gesamtplatz 68 und Platz 10 in der AK. Gesamtsieger wurde Lukas Nägele (Freiburg) mit einer Zeit von 32:33 (Streckenrekord), bei den Frauen gewann Verena Utz (Lahr) mit 37:38 (Streckenrekord).

Bei mir geht es Anfang Juli in Friesenheim und Oberschopfheim auf der Kurzdistanz weiter. Bis dahin wird fleißig weitertrainiert, denn mein Ziel ist es möglichst bald aus der 39 eine 38 zu machen. Um wieder auf die Bibel zurückzugreifen "ein steiniger Weg". Meine Sandalen (New Balance RC 760) stehen bereit :-)

Amen!
Sascha

www.sonnwendlauf-seelbach.de

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Neue Bestmarke!

DSC 0011Hallo,

Am gestrigen Sonntag stand für mich der erste 10 Kilometer Lauf des Jahres 2010 auf dem Programm.
Gemeinsam mit Andi Böcherer fuhren wir also nach Rheinfelden, wo es im Rahmen des "Rheinfelder Lauftags" auch ein 10km Rennen gab.
Im Vorfeld deutete sich an, dass ich eine gute Laufform habe und dies jetzt einfach "zeigen" müsste.
Dort angekommen, so gegen 11:30 Uhr, zeigte das Thermometer immer noch -1 Grad an!! Dazu blies ein wahnsinniger Wind, gefühlte -10 also!!!
Den in der Halle ausgehängte Laufkurs gut studiert und mir die Mit- Gegenwindpassagen gemerkt.
Start war um 12:30uhr, Temperatur noch immer in diesen Gradbereichen- nachlassender Wind Fehlanzeige!!!
Meiner Hoffnung zufolge wollte ich mich die ersten 4 bis 5 Kilometer im Windschatten verstecken, bzw. mich mit anderen Läufern in der Führung abwechseln. Das kam aber nie zustande. Ab dem ersten Meter Gegenwind, ca. nach 1km, war ich an der Spitze und nur einer konnte vorerst folgen. Ich ahnte schlimmes- das ganze restliche Rennen die Führung innehalten und mich mit meinem Hauptgegner, dem sau starken Gegenwind kämpfen!!!!!
Trotz der doch ekelhaften äußeren Bedingungen kam ich als Sieger, mit einer Zeit von 32:32min, ins Ziel!!
Vorerst neue Bestmarke aufgestellt! 
Zurückblickend war die Zeit, angesichts der widrigen Bedingungen gar nicht schlecht!
Für alle die es sich vielleicht auch mit einem Start geliebäugelt haben- der Lauf ist sehr gut organisiert und die Strecke schnell!! 
 
Glücklich und zufrieden nahm ich die Heimreise in angriff! 
 
Bis bald, euer Maurice




  

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35. Internationaler Flaesheimer Silvesterlauf

Nach dem Morgens einsetzender Eisenregen die Laufstrecke zu einer Rutschpartie machte, konnte sich der Veranstalter des 35. Flaesheimer Silvesterlaufes über einen kleinen Wetterumschwung freuen und pünktlich zum Start des Kindeslaufes um 13:00 Uhr war die Laufstrecke in einem guten Zustand. Bei Temperaturen um die Null Grad kamen über 850 Teilnehmer ins westfälische Flaesheim, um über die Strecken 5 Kilometer und 10 Kilometer, sowie den Jugendläufen nochmal im alten Jahr ihre Laufschuhe zu schnüren. Die Laufstrecke führte die Läufer hauptsächlich durch Waldgebiet, bevor sie Richtung Ziel in das Stadion an der Haardkampfbahn in Haltern-Flaesheim einliefen.


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Bei den 271 Finishern über die 5 Kilometer setzte sich Jasper Menze vom Tus Sythen in 16:51 Minuten, vor seinem Vereinskameraden Michel Bücker, der in 17:42 Minuten ins Ziel lief, durch. Dritter wurde vom TSV Eintracht Hittfeld in 18:06 Minuten Detlef Peters. Bei den Damen setzte sich Ria Bredeck vom Tus Sythen in 21:59 Minuten durch. Zweite wurde Karina Sauer vom der LG Dorsten in 22:13 Minuten, vor Sabine Fischer, die 23:01 Minuten benötigte.


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Über die 10 Kilometerstrecke liefen 308 Läufer über die Ziellinie, als schnellster sicherte sich Daniel Wegerich vom RWE Starlight Team Essen in 35:19 Minuten den Gesamtsieg. 8 Sekunden später lief Tim Klauke vom SV Hullern 68 über die Linie. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich Michael Hechler in 35:42 Minuten. In der Damenwertung konnte Esther Stockhofe in 40:45 Minuten gewinnen. Zweiter wurde Katja Rengers vom RWE Starlight Team Essen in 41:29 Minuten, vor Eva-Maria Arning vom Spiridon Haltern in 42:09 Minuten.


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Die größte Läufergruppe stellte mit 38 Aktiven der TUS Sythen vor dem SV Hullern, die 34 Teilnehmer ins Rennen schickten. Zwei Teilnehmer wurden am Silvestertag vom Veranstalter besonders geehrt, da sie an allen fünfunddreißig Austragungen teilgenommen haben, über ein Präsent konnten sich Herrmann Eickelschulte aus Haltern und Georg Wagner vom SuS Bertlich freuen.

Weitere Infos:

Webseite Veranstalter

Fotos: Thomas Wenning

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Der letzte Lauf 2009 - Nikolauslauf in Reichenbach

start1

Am 28.11. bestritt ich das Grande Saisonfinale meiner ersten Laufsaison. Es war ein Tag des Abschieds und zugleich Neubeginn. Das letzte Mal das ich bei den Startunterlagen Freiburg als Wohnsitz angegeben habe, zukünftig wird da Oberschopfheim stehen. Als ich letztes Jahr begonnen hatte nach Plan zu laufen und mich vom joggen verabschiedete hätte ich nicht gedacht das ich Ende November 2009 noch an einem Wettkampf teilnehme. Geplant war nur der Freiburg-Marathon 2009 und sonst nichts. Die Premiere hätte auch gleich das Ende bedeuten können - aber alles kam anders, denn ich entwickelte Spaß an Laufveranstaltungen. Also kurz vor Adventsbeginn nach Reichenbach zum 10 Kilometer Nikolauslauf. Die Vorbereitung war dieses mal außergewöhnlich, so wollte ich Crosstrainingseinheiten auf dem Bike einbauen. Mein Crosstraining bestand darin Möbel ab- und aufzubauen, Kisten packen, schleppen und streichen (mit Überkopfeinheit). Laufmäßig musste ich auch kürzer treten. Die Voraussetzungen für eine Bestzeit auf die 10 Km waren nicht gegeben, dazu kommt noch der Streckenkurs in Reichenbach der einen Stich und einige Wellen hat. Ich hatte den Kurs vorher nicht belaufen, allerdings kenne ich die Strecke vom Biken, wandern und Hundegassi.

Das gute Wetter hatte dieses Jahr dafür gesorgt das ein Teilnehmerrekord erreicht wurde. Ich hätte mir den Nikolaushelm aufsetzen können und die  2 x 5 Kilometer locker laufen können, allerdings wollte ich das Team soq.de bestmöglich vertreten also ging es darum eine anständige Herzfrequenz zu erreichen und die Strecke so schnell wie aktuell möglich zu bewältigen.

Ist es der Hummel bekannt das sie eigentlich nicht flugfähig ist?

Wahrscheinlich nicht, denn dann würde sie sofort abstürzen. Am selben Tag war ich noch mit unserem Team bei SPEEDZONE in Herbolzheim. SPEEDZONE unterstützt das Team soq.de im Bike-Bereich. Also sind wir bei Dieter zur Vermessung angetreten. Der stellte bei mir gleich fest: „Hm – sehr langer Oberkörper und dazu kurze Beine, ein Sonderfall“. In Reichenbach stellte sich mir dann die Frage: „Wie soll ich mit den kurzen Beinen und dem langen Torso eigentlich gescheit rennen?“ Nach einem Probelauf attestierte ich mir die Fähigkeit zu laufen und ich blendete meine anatomische Abartigkeit aus.

Der Start

Aufgrund der vielen Teilnehmer ging es sehr eng zu. Ich musste den Feldweg hin und wieder verlassen und auf dem Grünstreifen überholen. Die Strecke führte den Läufermob über den Schutterdamm und Wanderweg in Richtung Kuhbach.

Runde 1

Schnell zog sich das Feld etwas auseinander und nach ca. 3 Kilometern war ich absolut auf unter 40 Minuten Kurs. In Lahr, Höhe Hohbergsee, überquerten wir die Schutter (Fluss) und wechselten auf einen Forstweg. Jetzt kam der beschriebene Stich und die Steigungen. Der Forstweg war etwas matschig, behinderte mich aber nicht. Nach den Anstiegen folgte die „Abfahrt“. Hier musste man dann doch aufpassen wegen größerer Steine und dem schmierigen Untergrund. Der Weg war hier schmal und so konnte ich diese „Abfahrt“ nur bedingt schnell runter donnern. Unten angekommen ging es dann über den Radweg Richtung Startpunkt, wo sich ein Großteil der Zuschauer positioniert hatten. Zeitmäßig war ich hier schon knapp über 20 Minuten, also sollte es schwer werden mit der U40 Zeit. Allerdings ging ich mit einem guten Feeling in Runde Zwei.

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Runde 2

Jetzt das Tempo auf der Flachpassage anziehen und dann im Wald halten was geht. Ein paar Läufer sind auf Runde zwei eingebrochen, so überholte ich mit „meiner“ Laufgruppe ein paar Teilnehmer. An den Steigungen habe ich das Tempo angezogen um andere mürbe zu machen. Teilweise ist mir das auch gelungen, so konnte ich ein paar ausgesuchte Teilnehmer hinter mir lassen. Zwischen Kilometer 8 – 9 sagte mir der Blick auf meine Uhr das ich die U40 Zeit heute nur sehr schwer erreichen konnte. Nach dem Gefälle in Richtung Ziel visierte ich den Läufer vor mir an und steigerte das Tempo. Der konnte ebenfalls noch zulegen, deshalb war er noch vor mir im Ziel. Die Zeitnahme stoppte bei mir 40:48 Minuten. Ist jetzt für mich keine Jubelzeit, aber okay. Mehr war an diesem Tag auf dieser Strecke nicht für mich drin. Ein 172 Puls im Durchschnitt und ein 182 Maximalpuls zeigt das ich in meinen Bereichen unterwegs war. Platz 55 in einem gut besetzten Feld und Platz 7 in der Altersklasse kamen für mich raus.

Bei den Männern holte sich Christian Atz (LG Neckar Enz) in 33:21 Minuten den Sieg und bei den Frauen gewann Verena Utz (Laufarena-Ortenau Running Team) ungefährdet in 38:43 Minuten.

Sascha_Blaesen_PressegesprächWinterpause

Nein! Diese Woche nehme ich mir eine Auszeit, nächste Woche steige ich dann in das Training für den Freiburg-Marathon 2010 ein. Wettkämpfe gibt es 2009 keine mehr, es sei denn das ich beim Bike & Run teilnehmen muss falls Teamleiter Roland Krams die Läufer ausgehen. Einen Silvesterlauf gibt es noch in Schutterwald. Allerdings, wer braucht eine Laufveranstaltung an Silvester. Wahrscheinlich gerade solche Leute wie ich.


Nikolauslauf 2010 in Reichenbach?


Gehe ich schwer davon aus. Dann werde ich die Strecke trainieren. Diese Woche erstelle ich meinen Laufplan für 2010. Ich werde wohl alle Läufe von 2009 wieder machen + Summe X. Eine zweite Marathondistanz kommt dazu und auf der Halbmarathondistanz werde ich auch mehr machen.

Im Getümmel

Bis denne,
Sascha

www.lg-geroldseck.de

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