Es ist geschafft! Wir können es noch gar nicht glauben!
Es war aber auch heute wieder ein hartes Stück Arbeit. Irgendwie hatten wir mal wieder vor, dass ganze etwas entspannter anzugehen. Aber das hatten wir die Woche ja schon häufiger, dass es dann doch etwas anders kam.
Die ersten zwölf Kilometer ging es bergab. Eigentlich immer ein Risiko, ein Rennen so zu beginnen. Daher entschied die Rennleitung das Rennen neutralisiert zu beginnen. Absolut richtig diese Entscheidung. Nun ging es in den Anstieg. Auch die letzte Etappe sollte noch mal alles von uns fordern. 1100 Höhenmetern am Stück auf 1885 Meter hoch und das nach den sieben harten Tagen die wir schon in den Beinen hatten. Anfangs ging es auf der Straße und später dann auf Schotter weiter. Zum Ende der Steigung wartete dann auch noch eine steile Schiebepassage auf uns. Die schwerste Teil der Etappe war nach ca. 1:50 h gemeistert.
Nun erwartete und eine knapp 20 km lange tolle Abfahrt über Schotter und asphaltierte Wege hinunter. Ging es in den letzten Tage gerade bergab recht hektisch zu, war die Abfahrt heute doch etwas" entspannter". Es ging eben heute primär ums Ankommen und das ohne Sturz! Nachdem wir die Abfahrt recht schnell hinter uns gebracht hatte, ging es auf eine 1km lange, aber sehr steile schottrige Abfahrt über enge Serpentinen in einem Waldstück hinunter. Unten angekommen dann über ein kurzes Flachstück, bevor es in den letzten Anstieg dieses Tages und dieser Transalp ging. Zu Beginn ging es stetig leicht bergauf über Strassen und asphaltierte Radwege, bevor es dann in den Wald hineinging, wo es gleich deutlich steiler wurde. Die letzten Meter aufwärts mussten schiebend bzw. tragend absolviert werden, da es sehr steil nach oben ging und durch den Regen die letzten Tage sehr rutschig war. Nach insgesamt 3:34 hatten wir es endlich geschafft – der letzte Berg dieser Transalp war bezwungen.Nur noch 12 Kilometer bis nach Riva del Garda!! Allerdings hatten es die letzten Kilometer in sich. Ein typischer Gardasee-Trail stand uns nun bevor, den wir aber größtenteils zu Fuss bewältigten. Es ging wieder sehr steil über sehr gerölliges Terrain nach unten und auch hier waren die Steine extrem glitschig, so dass Fahren wie auch Runterlaufen einer Rutschpartie glich. Kaum war der Trail bewältigt, standen nun noch knapp 6 Kilometer auf Strasse an. Und wie bereits die letzten Tage – hier drückten wir enorm in die Pedale und hielten das Tempo sehr hoch. Anfangs noch in einer großen Gruppe unterwegs, platze mit jedem weiteren Meter ein Team mehr ab! Solche Strecken liegen uns einfach.
Nach 4:06 kamen wir überglücklich im Ziel in Riva an – vor einer unglaublichen Kulisse. Jubelnde Menschen, überglückliche Biker, traumhaftes Wetter. Und nachdem wir die ganze Woche drauf verzichtet hatten – gab es am Craft-Stand erst mal ein leckeres Freibier, mit dem wir uns auf die Wiese setzten und erst mal runterkommen mussten.
Die heutige Etappe schlossen wir auf dem 139. Platz ab, im Ranking der Herren landen wir auf einem fantastischen 145. Platz! Wenn man bedenkt, dass die ersten 100 Teams semi- bzw. sogar vollprofessionelle Teams sind, kann sich das sehr gut sehen lassen.
Heute abend steht die große Party an, bei der wir dann die Finisher-Trikots bekommen werden. Und morgen geht’s endlich mal nicht aufs Rad, sondern auf den Heimweg nach Deutschland...
Wir danken allen für die tägliche Unterstützung, eure motivierenden Kommentare im Blog oder in Facebook. Das hat uns nochmal ein paar Minuten schneller gemacht.
Liebe Grüße,
Daniel & Marko
P.S. Und hier die HF-Kurve von Marko sowie die obligatorische Route



