Jährlich grüsst das Murmeltier, oder der 3. Einheitslauf in Kürzell

Nach dem sehr gelungenen Halbmarathon in Gegenbach stand auf meiner Rennplanung wieder ein 10-Kilometer-Lauf. Also ging ich am 1. Oktober in Kürzell an den Start. Hier hatte ich im Vorjahr meine aktuelle Bestleistung auf den 10 Kilometern aufgestellt, also ein gutes Omen für dieses Jahr. Meine Erwartungen waren nicht groß, alles unter 40 Minuten ist als Erfolg zu bewerten. Mein Plan war einfach, die Strecke im konstanten Tempo zu bewältigen und nicht wie in Haslach zwischenzeitlich einzuberechen.

 


Kurz vor dem Start um 19 Uhr war ich so nervös, dass ich noch Halt bei einem Red Bull Energy Shot suchte. Kurz darauf startete ich in einem Personenfeld aus 82 auf die 2 x 5 Kilometer Strecke durch Kürzell. Das Feld positionierte sich schnell. Die stark besetzte Führungsgruppe, eine Zwischengruppe und ich reihte mich an die Spitze der dritten Gruppe. Zu meiner linken Seite, der gleiche Läufer mit dem ich Seite an Seite schon im Vorjahr das Rennen bestritt. „Gibt's nicht“, dachte ich mir. Meine Nervosität sascha blaesen kuerzell 2010legte sich schnell und ich war gut im Tritt. Die ersten 3 Kilometer fast exakt mit der gleichen 1000 Meter Zeit. Mein „Mitläufer“ und ich bildeten jetzt unsere eigene Gruppe. An einem Wendepunkt im Dorf hatte ich die Möglichkeit auf der Gegengeraden die schnelleren Läufer zu sehen, allerdings bestritt ich mein eigenes Rennen gegen die Uhr. Nach 5 Kilometern ging es vorbei an der Gemeindehalle in Runde 2. Kleiner Sonderapplaus für mich: Ich griff mir einen Wasserbecher von den bereitstehenden Kindern, am Rande der Strecke stand ein Mädchen mit einer Kiste das mir zurief „du musst hier reinwerfen“. Habe ich dann getan. Im Fußball würde man von einem „no look Pass“ sprechen. Es gab Szenenapplaus! Von hinten lief ein Triathlet an uns heran und wir bildeten jetzt eine Dreiergruppe. Aus der Gruppe vor mir musste ein Läufer vom Team Speedzone abreissen lassen. Ich habe hier das Tempo in meiner Gruppe konstant gehalten, denn es gab die Tendenz zur Verlangsamung. Der Triathlet setzte sich jetzt ab, sein Tempo war zu hoch und so entliessen wir ihn in das Dunkel der Kürzeller Straßenschluchten. Ich hatte weiter nur Augen auf meiner Geschwindigkeit und dem Puls, die Zeit kontrollierte ich nicht. Bei Kilometer 8 konnte mich auch ein Hundehaufen (voll erwischt)  nicht aus dem Rhythmus bringen. Jetzt noch um 2 Kurven und auf in Richtung Zielbogen. Die beiden anderen Läufer hatten sich jetzt vor mir eingereiht und mein Zielsprint kam zu spät um sie noch einzuholen. Ein Blick auf meine gestoppte Zeit – 39:30. Genau die selbe Zeit wie im Vorjahr „gibt's auch nicht – a wahnsinn“.

Da kann ich gut drauf aufbauen, denn es kommen ja noch 3 10-er in diesem Jahr. Beim nächsten Lauf über diese Distanz versuche ich das Tempo nach 5 Kilometern noch etwas zu steigern und werde die Herzfrequenz noch mehr nach oben treiben. Ich bin hier in Kürzell mit einem 172-er Schnitt gelaufen, 180 bpm sind schon drin. Meine Zeit reichte mir in diesem Jahr nicht für das Altersklassenpodium, also keine Dose Pferdesalbe wie im Vorjahr. Ich wurde insgesamt 17. und in der AK 5.

Am kommenden Wochenende freue ich mich auf den Sportscheck Halbmarathon in Freiburg und das Erdinger alkfrei im Zielbereich.

Bis dann,
Sascha

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2. Einheitslauf in Kürzell: Mission erfüllt!

Während soq Inhaber Tom Tittmann eine Einheit „Oktoberfest“ in seinen Trainingsplan eingebaut hatte, begab ich mich in das beschauliche Dorf Kürzell wo am 02. Oktober der Kürzeller Einheitslauf stattfand. Angeboten wurden unterschiedliche Distanzen für die kleinen Läufer, Walker, 5 KM und 10 KM. Ich hatte schon vorher in Erfahrung gebracht das es sich hier um eine wirklich flache Strecke handelt, also begab ich mich auf die 10 KM Strecke (2 x 5 KM) damit die 40-Minuten-Marke endlich mal unterboten wird. Die Rahmenbedingungen waren bestens beim Start um 19 Uhr, Temperaturen um die 17° Grad. Die Bedingungen waren für mich dieses mal wichtig, denn ich hatte mit dem Training nach dem Gengenbacher Halbmarathon manchmal Probleme. Ich musste sogar eine Tempoeinheit abbrechen, also holte ich mir Rat von Roland Krams (sportlicher Leiter Team soq). Der hat mir dann geraten die lockeren Läufe kurzfristig raus zu nehmen und lieber mal einen Ruhetag oder Erholungseinheit einzuplanen.

Sascha Blaesen Kuerzell01 Sascha Blaesen Kuerzell02
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Gut – um 19 Uhr begab ich mich mit rund 100 Teilnehmern auf die Strecke. Dieses mal habe ich mich entschlossen nach Tempo und nicht nach Herzrate zu laufen. Erstmal 15 KM/H Schnitt laufen und dann gegen Schluß zulegen. Nach knapp 2 Kilometern hat sich das Feld auseinandergezogen. Es ging erstmal aus Kürzell raus, entlang dem Fahrradweg an den Seiten landwirtschaftlich bewirtschaftete Felder. Nach 3 Kilometern war ich voll in Schlagzahl: Zeiten zwichen 3:55 – 4:00 Minuten und ein gutes Laufgefühl. Neben mir war mein Tempozwilling und Lokalmatador Klaus. Beim nächsten Lauf muß ich mir auch ein paar „Fans“ an der Strecke verteilt aufstellen die mich anfeuern. Zusammen mit dem Klaus ging es durch die Straßen von Kürzell Richtung Mehrzweckhalle. Nach der ersten Runde sind wir dann auf 2 weitere Läufer aufgelaufen. Ich hatte bemerkt das ich ein paar Temposchwankungen drinnen hatte, dass natürliche Läufertempo der Gruppe hatte sich gerade so bei 14 KM/H eingependelt. Ich beschloß das Tempo anzuziehen, mit dem Ergebnis das ein Läufer nach hinten wegbrach. Zu dritt wieder hinein nach Kürzell. Am „New-turn“ im Dorf konnte ich die vor mir platzierten Läufer sehen, da könnte heute in der AK was gehen. Etwa 1,5 Kilometer vor dem Ziel bemerkte ich ein leichtes Pfeifgeräusch beim Atmen, beim PKW würde man vielleicht sagen das der Probleme mit den Ventilen hat. Bei Kilometer 9 konnten sich der Klaus und der andere Läufer leicht von mir absetzen. Nach Kilometer 8 hatte ich bei meiner Pulsuhr wieder auf Herzrate umgeschaltet. Jetzt das Rennen einfach mit 88 – 90 Prozent meiner maximalen Herzfrequenz zu Ende laufen, dann passt alles. Es war mittlerer Weile schon ziemlich dunkel geworden, so dass ich nicht mehr auf meine Laufzeit geachtet hatte. Vom Gefühl sollte es eine knappe Angelegenheit werden. Überrascht war ich dann im Ziel 39:30 Minuten, mir wäre fast die „Becker-Faust“ aus dem Arm gewachsen. Allerdings möchte ich in den nächsten Jahren sportlich in der regionalen Läuferszene agieren und nicht durch Feuerreifen springen, mich wild verloben und Kinder in Besenkammern zeugen. Ein normal ausgesprochenes „Ja“ hat dann gereicht.

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Meine Freundin hatte mitgezählt und mir gesagt das ich Zehnter wurde. Also rein in die Mehrzweckhalle Tee trinken, Hefezopf kauen und warten bis die Ergebnisslisten aufgehängt werden. Als ich es dann „Schwarz auf Weiß“ sah, konnte ich mir das Weizenbier nicht mehr verkneifen: Platz 3 in der Klasse M35! Einmal rauf auf die Bühne Urkunde und Pferdesalbe entgegen nehmen, Bier austrinken und dann war ich draußen.

Wie geht es weiter: Am 11. Oktober werde ich beim Halbmarathon in Freiburg meine Laufsaison abschließen. Da sollte nochmal eine anständige Zeit knapp unter 1:30 Stunden rausspringen. Danach geht es in den Radherbst. Ich habe mich entschlossen verschiedene Lauftrainingspläne zu testen um dann am 28.11. am Nikolauslauf der LG Geroldseck teilzunehmen, allerdings ohne Zeitvorgabe und dann folgen die zahlreichen Trainingskilometer für den Freiburg-Marathon. Im Dezember ziehe ich Bilanz im soq-magazin „1 Jahr laufen nach Plan“.

Also bis nächste Woche. Grüße Sascha.

www.sportfreunde-kuerzell.de

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