Hier geht die Sau ab!
Boom Boom Baby
r, muss es jetzt der Artikel aus der Badischen Zeitung richten. Doch noch ein paar Zusatzinfos: Für mich war dies ein sehr wichtiger Wettkampf, im Vorfeld hatte ich mir vorgenommen mein Ding durchzuziehen, mich von äußeren Umständen zu keiner Zeit beeinflussen zu lassen.Dies gelang mir sehr gut!
Neben der Wechselzone steht einer, der nicht nur einmal im Jahr beim Landwasser-Triathlon in Wallung kommt, sondern seit Jahrzehnten ein Vielstarter ist. Wie viele Ausdauerdreikämpfe Michael Bock (45) in seiner Laufbahn bereits gemeistert hat, weiß nicht einmal er genau, "so 200 dürften es sein", schätzt er. Darunter fünf Ironman-Rennen. "Landwasser ist Kult", sagt er, "das ist wie eine Stadtmeisterschaft, weil hier meistens alle Freiburger Triathlon-Größen starten." Einmal hat Bock das Rennen gewonnen, 2004 war das. "Da hatte ich Glück. Die Besten waren nicht da", sagt er und schmunzelt. Heute sind einige da.
Als sich die erste Gruppe mit 180 Startern, darunter 55 Startpass-Inhaber, um 10 Uhr in den Moosweiher stürzt, sagt ein Mann in Badehose und mit Startnummer auf dem Arm: "Ich schau da gar nicht hin. Ich will nicht sehen, wie schnell die schwimmen können." Keine fünf Minuten dauert es, dann haben Athleten wie Maurice Clavel, der Freiburger Student, der für Süßen startet, Veit Hönle (SV Kirchzarten), David Hinze (SF Dornstadt) und Michael Bock (Tri-Team Freiburg) wieder Boden unter ihren Füßen. Sie sprinten an ihre Räder. Nur wenige Meter entfernt sitzt ein Jedermann-Triathlet, der seinen Start noch vor sich hat, gemütlich auf dem Rasen und reibt die Schwimmbrille mit Antibeschlag-Lösung ein.
Michael Bock, Dreikampf-Urgestein
Die Rush-Hour in der Wechselzone beginnt. Dort stehen Carbonräder für mehrere tausend Euro neben Rädern mit Schutzblech und Beleuchtung. Ähnlich groß sind die Unterschiede im Wechselverhalten: Einige Teilnehmer rennen triefend vom See an ihr Rad, setzten den Helm auf, ziehen die Radschuhe an und sind so schnell weg, wie sie gekommen sind. Andere traben in die Wechselzone, reißen sich erst einmal die nassen Fetzen vom Leib, strecken den nackten Hintern in die warme Sommerluft und trocknen sich in aller Ruhe ab. Sie ziehen Hose, Trikot, Socken und Radschuhe an, setzen den Helm auf, gehen mit dem Rad gemächlich zum Ausgang der Wechselzone, kehren noch einmal um, weil sie die Startnummer vergessen haben. Und bevor sie sich schlussendlich auf den Drahtesel schwingen, fummeln sie sich noch Randhandschuhe über die feuchten Hände. Mitte der achtziger Jahre war das ähnlich. Der Wettkampf in Landwasser versprüht durch das Miteinander von Spitzenathleten und Triathlon-Novizen den Charme der Anfangszeit.
Maurice Clavel steigt als Erster vom Rad und verteidigt seinen Vorsprung auch auf der Laufstrecke. Als er ins Ziel rennt, schaut er zu seinem Mentor Michael Brucker und tippt sich an den Kopf. Was so viel heißen soll wie: Der Sieg war wichtig für den Kopf. Zwei Wochen zuvor beim Triathlon in Riegel war er "explodiert", wie er es nennt. Rang vier war eine Enttäuschung. "Heute hatte ich gute Beine", sagt er, "ich wollte unbedingt zeigen, was ich kann". Das ist ihm gelungen. Hinze wird Zweiter, Mike Müller vom TV Riegel belegt den dritten Rang vor Michael Bock. Bei den Frauen mit Startpass ist Annika Boos vom Tri-Team Freiburg die Schnellste vor Heike Leipold vom TV Pfaffenweiler und Nele Haupt vom SV Kirchzarten. Schnellste im Rennen der Jedermänner sind Maren Rödig und Oliver Goligowski.
Viele Hobbysportler wurden von ihren Familien und Verwandten unterstützt, Spitzenathleten wie Clavel hatten ihren Trainer dabei, aber die einzige Starterin mit zwei Trainern an diesem Tag dürfte wohl Birte Wehrenbrecht gewesen sein. Die Erstliga-Basketballspielerin des USC Freiburg wagte sich in Landwasser an ihren ersten Triathlon, Headcoach Harald Janson und Co-Trainer Hannes Schuler ließen sie nicht allein. Das Coaching hatte schon am Abend zuvor begonnen. Janson, der
FT- Crosstriathlon
Freiburg Marathon - die Marathon-Stadtparty
42 Bands auf 21 Kilometern, unzählige Vereine und über 60.000 Zuschauer heizten den insgesamt 11.019 Läufern in allen Wettbewerben mächtig ein. Zwei Überraschungssieger dominierten den Marathon: Bei den Männern siegte Steffen Häntzschel in 2:31:21, bei dem Marathon der Frauen Annette Götz in 3:00:12 Stunden. Den Halbmarathon entschieden die Favoriten Anja Schnabel mit neuem Streckenrekord in 1:14:03 und Dieter Baumann in (1:09:26) für sich.
Die 42 Bands auf 21 Kilometern mit einem musikalischen Programm von Klassik bis Hard Rock, die Marathonmesse, die engagierten Stadtteile und Vereine, Imbissbuden und Aktionen entlang der Strecke und nicht zuletzt die vielen Zuschauer machen den Freiburg Marathon zu einem einzigartigen Erlebnis.
Beim 6. FREIBURG MARATHON genossen insgesamt 11.019 Teilnehmer an allen Wettbewerben diese Atmosphäre. 7.676 Läufer nahmen die Halbmarathon- und 1.936 Läufer die Marathonstrecke in Angriff. Beim 2. S’COOL RUN liefen über 16 Prozent mehr Schüler mit: Insgesamt starteten 1.407 Schüler und Lehrer in 201 Staffeln auf die Halbmarathondistanz, die sie sich im Team teilten. Erstmals waren dieses Jahr auch Rennrollstuhlfahrer und Handbiker auf der Strecke, der Startschuss für sie fiel bereits um 10.55 Uhr. Der Marathon startete um 11.05 Uhr, kurz danach starteten die Schüler, und um 14 Uhr gingen die Halbmarathon-Läufer auf die Strecke. Die rund 60.000 Zuschauer ließen ihre gute Laune nicht vom kühlen Wetter trüben, sie bejubelten die Läufer, malten Plakate und ließen sich so manches für ihre persönlichen Favoriten aus Familien- und Bekanntenkreis auf der Strecke einfallen. Die Stadtteile, durch die der 21-Rundenkurs führte, traten wieder in einem Stimmungs-Wettbewerb gegeneinander an und kämpfen mit Einfaltsreichtum und Riesenengagement um den ersten Platz.
Auf der Marathondistanz gab es zwei Überraschungssieger: Bei den Herren lief Steffen Häntzschel aus Esslingen in 2:31:21 als Erster über die Ziellinie. Bei den Damen siegte Annette Götz aus Freiburg in 3:00:12. Die Seriensieger aus den Vorjahren, Birgit Bartels und Ulrich Benz waren dieses Jahr nicht an den Start gegangen.
Beim Halbmarathon setzten sich die heißen Favoriten durch: Anja Schnabel vom LAZ Salamander Kornwestheim-LB, die Medizinstudentin aus Freiburg, lief in neuem Streckenrekord von 1:14:03 Stunden über die Ziellinie. Damit knackte sie den Streckenrekord von Christine Schleifer aus dem Jahr 2006 (1:15:34) mit unglaublichen eineinhalb Minuten. Die Freiburger Medizinstudentin hat einen riesigen Leistungssprung gemacht, letztes Jahr war sie beim FREIBURG HALBMARATHON in 1:20:42 als Siegerin ins Ziel eingelaufen. Im Halbmarathon der Männer siegte der Stargast des 6. FREIBURG MARATHON, Dieter Baumann (LAV Tübingen) mit sieben Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Fabien Brunner aus Frankreich, den er kurz vorm Ziel noch überholte.
Eine Bildergalerie zum Freiburg Marathon gibt es hier: >> Bildergalerie Freiburg




