Der 2. Schlossberglauf in Freiburg

 


Die Wettkämpfe und extremen Temperaturen der letzten Wochen hatten mich ein wenig aus dem Trainingstakt gebracht, deshalb war ich nicht besonders wild nach einem Wettkampf. Geht es allerdings um den Freiburger Schlossberglauf schaut das ganz anders aus. Laufen auf schöner Strecke an meiner alten Wirkungsstätte und dazu noch ein Fest - klar das ich dabei war. Zeitig begab ich mich auf den Kanonenplatz (Start/Zielbereich), um Vorstarthektik zu vermeiden. Letztes Jahr war der Ansturm von Nachmeldern so groß, dass es den Veranstalter auf dem "linken Fuß" erwischte und der Lauf erst mit Verzögerung gestartet wurde. Heuer war Alexander Lang (Veranstalter vom Schauinslandkönig) himself für den Schlossberglauf zuständig. Klar das den Läufern dieses Jahr ein professionelles Zeitnahmesystem zur Verfügung stand und weil der Herr dem Radsport sehr nah steht wurde der ganze Event noch um ein MTB-Rennen am Folgetag bereichert (nicht zum Schaden des soq-endurance Teams).

Leider spielte der Wettergott der Auftaktveranstaltung nicht ganz in die Karten. Weniger Zuschauer und Teilnehmer als im Vorjahr fanden den Weg auf den Freiburger Stadtberg. Sicher konnten einige Laufbegeisterte berufsbedingt (Donnerstag, 18 Uhr) nicht dabei sein. Den Studenten kann's egal sein, die haben Zeit :-)

Mit Markus Bär und Roland Krams (beide Challenge Teilnehmer) begab ich mich an den Start. Gutes Gefühl mal im Team unterwegs zu sein, in der Regel bin ich in der Ortenau immer als Einzelkämpfer unterwegs. Um Punkt 18 Uhr war dann Start und die Läuferschar begab sich auf drei Runden (Gesamtstrecke ca. 9,2 Km) um den Schlossberg. Wie zu erwarten sah ich von Markus nur noch die Hacken. Die Strecke ist vom Start aus ansteigend. Wichtig ist hier das Pulver nicht gleich zu verschiessen, damit die Kanone nicht schon nach der ersten Runde leer ist. Nach dem ersten Anstieg fühlte ich mich etwas ausgepowert, jetzt war es wichtig ökonomisch die erste Abfahrt runter zu kommen. Immer schön auf Waldboden den Puls etwas runter fahren und dabei nicht zu langsam sein. Der nächste Abschnitt war dann Asphalt, eine kurze Rampe rauf und dann flach bis abschüssig wieder zurück auf den Kanonenplatz. Hin und wieder überlegte ich mir ob ich das Rennen vielleicht etwas zu schnell angegangen war, denn der Roland war irgendwo hinter mir. Vorbei an Fressbuden ging es dann in Runde zwei. Plötzlich schoss Roland an mir vorbei, was mich beruhigte. Dennoch war Runde zwei meine langsame Runde. Ich hatte das Gefühl Kräfte für die Schlussrunde bündeln zu müssen. Jetzt machte sich auch mein Cap bezahlt, denn es fing an zu regnen. Auf dem letzten Drittel habe ich es einfach nochmal rollen lassen, so konnte ich noch einen Läufer vor dem Ziel abfangen, denn ich wollte ja schneller als im Vorjahr sein. Bei 37:12 Minuten überquerte ich die Ziellinie. Nur 9 Sekunden schneller als 2009, allerdings war die Strecke länger :-)

So belegte ich Platz 39 gesamt und in der AK Platz 16 in einem starken Feld. Weil das Schlossbergfest nicht so richtig starten wollte (die Bands machten Soundcheck, diverse Aufbauarbeiten und die Brutzelbuden kamen auch nicht in Fahrt) verließen wir den Schlossberg in Richtung "Schlappen" - schön war's.

Fazit: Schöne Waldwegstrecke, gut organisiert, für 15 Euro Startgebühr incl. Schlossbergchallenge T-Shirt - da kann man nicht motzen. Ich wünsche der Laufveranstaltung nächstes Jahr besseres Wetter, mehr Teilnehmer und mehr Publikum.

Wie geht's weiter? Die nächsten 8 Wochen wird hart auf Halbmarathonniveau trainiert, denn die Wettkämpfe im September (Haslach, Gengenbach) kommen!

Bis demnächst,
Sascha

www.schlossbergfest-freiburg.de/schlossberglauf.html

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1. Freiburger Schloßberglauf

Im Rahmen des Freiburger Schloßbergfestes fand dieses Jahr am 30.07. der 1. Schloßberglauf statt. Als Organisatoren fungierten die Erfindes des Schauinlandkönigs. Es kann natürlich nicht sein das so eine Veranstaltung ohne soq-Läufer über die Bühne geht, also habe ich mich angemeldet. Der Lauf war als ca 10 Kilometer, flache Strecke ausgeschrieben. Für mich eine gute Gelegenheit die 40 Minuten zu knacken.

Um 19 Uhr sollte das Rennen gestartet werden. Bei der Ankunft auf dem Kanonenplatz sah ich dann eine Schlange bei der Startnummernausgabe und zusätzlich noch eine weitere bei den Nachmeldern, sofort war mir klar das der Lauf eher später gestartet wird. 8.- Euro Startgebühr und ein T-Shirt (ich war einer der lucky 250 Erstangemeldeten).

Als ich meine Startnummer entgegengenommen hatte war ich leicht irritiert. Kein Zeitnahmechip dran. Sehr peinlich, jeder Provinzveranstalter organisiert eine vernünftiges Zeitnahmesystem und die Schauinslandköng Erfinder bekommen das nicht geregelt. Gut das ich meinen Herzfrequenzmesser mit dabei hatte.

Sascha_Blaesen_Schloßberglauf01 Sascha_Blaesen_Schloßberglauf02

Um 19.10 Uhr habe ich mich dann an den Start begeben, 19.20 Uhr ging es dann endlich los. 3 Runden Waldweg. Vom Start weg kam erstmal ein Steigungsabschnitt - alles klar soviel zur "flachen Strecke". Die armen Einstiegsläufer die auf den Flyertext vertraut hatten. Nach der Steigung hatte ich mich dann positioniert und es folgte eine flache Passage. Hier war mir dann relativ klar das ich meine 40 Minuten wohl nicht knacken werde, also einfach Spaß haben und schon ging es auf eine abschüssige Passage. Der Forstweg wich einer kleinen Straße und schon hörte ich die Zuschauer, die sich hauptsächlich um den Kanonenplatz versammelt hatten. Schnell noch was trinken und Runde 1 (3,2 Kilometer) war geschafft - ab in Runde 2. Mein Puls hatte sich so auf 170 bpm eingepegelt. Während des Anstiegs erreichte ich 175 bpm und konnte noch an einigen Läufern vorbei ziehen. Am Wendepunkt vorbei und wieder bergab, jetzt war ich im Flow. Am Kanonenplatz angekommen kam ein Zuruf "du siehst super aus". Danke, ist mir bekannt. Zu Beginn von Runde 3 befand ich mich in einer Gruppe mit 2 anderen Läufern mit gleicher Reisegeschwindigkeit. Ich habe mich hinten drangehängt und beobachtete das treiben. Das Überrunden ging jetzt los. So habe ich wohl ausgeschaut während meiner ersten Laufeinheiten, damals nie vor 23 Uhr an der Dreisam. Ich hatte die beiden Läufer gut auf Sichtweite und ich habe mich schon auf den Schlußspurt für die letzten 300 Meter vorbereitet, als ich meine Freundin hörte "Sascha geradeaus laufen", dann stand ich schon zwischen Bierständen und Fressbuden. Die haben die letzte Runde verkürzt, nichts mit Schlussspurt. Die Strecke war also anstatt 9,6 Kilometer etwa 9,4 Kilometer lang. Ich stoppte bei 37.16 Minuten. Mit Schlussspurt wäre eine Zeit knapp unter 40 Minuten auf 10 Kilometern real geworden. Darüber habe ich mich gefreut.

Anschließend gelang die Umstellung von Erdinger alkoholfrei auf "normales" Erdinger auch ohne Probleme.

Noch ein paar Worte an die Organisatoren: Nächstes Jahr bitte ein Zeitmesssystem (Sender an der Startnummer oder Champion Chip). Richtige Deklaration der Strecke im Vorfeld (Flach war die Strecke definitiv nicht). Alle Sieger der einzelnen Kategorien müssen geehrt werden (mit einem Zeitmesssystem dauert dann auch die Auswertung nicht so lange und jeder Teilnehmer sieht seine Platzierung auf der Liste). Von den Erfindern des Schauinslandkönigs darf man schon etwas mehr verlangen. Ich bin nächstes Jahr wieder dabei und schau was sich getan hat.

Meine nächsten Stationen: Im August werde ich weiterhin auf Halbmarathon-Niveau trainieren, Wettkämpfe folgen erst wieder im September. Da steht dann der Kinzigtallauf (10km) und der Gengenbacher Halbmarathon an, wenn es mich packt fahre ich noch beim MTB-Rennen in Furtwangen mit. Im Oktober wird mir die Ehre zuteil mit soq-Chefdenker Tom Tittmann und soq-Sportchef Roland Krams beim Sportscheck-Stadtlauf in Freiburg über die Halbmarathon-Distanz zu starten.

Bis denne
Sascha

 

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