Formcheck beim Offenburger Stadtlauf

Nachdem ich in diesem Jahr erfahren musste, was es bedeutet wenn ein Sportler vom "explodieren" spricht (Freiburg Marathon), galt der Halbmarathon in Offenburg als Standortbestimmung. Ich hatte mir vorgenommen dieses Rennen auf Puls zu laufen, so zwischen 85-88% meiner max. Herzrate. Was etwa Marathon bis Halbmarathon entspricht. Als Ergebnis sollte so eine 1:27-er Zeit für mich herausspringen. Nach Freiburg habe ich mein Training auf Halbmarathon umgeswitched und mich auf die Philosophie von Brad Hudson berufen. Mit geringen Erwartungen und niederem Selbstvertrauen stand ich dann am vergangenen Sonntag um 9:00 Uhr am Start in Offenburg. Die veranstalter hatten gegenüber der Stadt eine verfrühte Startzeit für den Halbmarathon durchgesetzt, zu dieser Zeit waren die Temperaturen noch moderat, allerdings war es klar das die Temperatur rasch steigen wird. Auf mich wartete ein typischer Stadtparkur: Einführungsrunde + 8 x 2,5 km auf Asphalt, Pflasterstein, Kies, kurvig mit kurzen Anstiegen. Aus aller Munde hörte ich, dass es sich hier um keine "schnelle" und anspruchsvolle Strecke handelt - Hinterher werde ich klüger sein.

 


Nachdem der Veranstalter an die Vernunft der Läufer appelierte ging es dann pünktlich los. In der Einführungsrunde pendelte ich mich auf meine Marathonpace von 14,5 km/h ein, nach 2 Kilometern erhöhte ich auf Halbmarathonpace 14,8 km/h. Jetzt hatte ich die Strecke "gelesen". Die Kiespassage war nicht ideal, allerdings war der Kurs auch nicht dramatisch. Nach Runde 1 suchte ich Kontakt zu meiner Freundin: Daumen hoch! Wenn in den nächsten 7 Runden keine Langeweile aufkommt, wird das hier nicht so offenburg 2011 SaschaBlaesen quer2schlecht. Ab diesem Punkt kümmerte ich mich nicht mehr um Rundenzeiten und Geschwindigkeit, sondern ausschließlich um meine Herzrate. Das ich schnell unterwegs war wusste ich auch so, etwa 20 Meter vor mir befand sich ein Referenzläufer der mir auf 10 km gut eine Minute abnimmt. Etwa bei Runde 4 musste ich ihn überholen, nach und nach sammelte ich Läufer ein, die wahrscheinlich zu schnell angegangen waren, dazu kamen jetzt auch Überrundungen und manchmal musste ich aufpassen nicht ausgebremst zu werden. Ich war relativ schnell tiefenentspannt, meine Laune war prächtig und das ganze Rennen wurde immer mehr zu einem Spaßlauf. Offenburg erwachte und immer mehr Leute waren an der Strecke und pushten. Ich glitt förmlich durch die Straßenschluchten, in gefühltem Cruisertempo. Damit man eine Orientierung hatte gab es Rundenansager und irgendwann hieß es "Nummer 60, noch eine Runde". "Bin malgespannnt ob jetzt die Beine nochmal schwer werden", sabbelte ich vor mich hin. Noch schnell an 2 offenburg 2011 SaschaBlaesen quer1Gottesdienerinnen vorbei, die im Weg standen, durch Parkanlagen und zurück in die Innenstadt. Okay, nix schwere Beine, jetzt das Tempo zum Zielsprint anziehen. Mit 22 km/h bin ich dann im Ziel eingeschlagen... und... Zeit... wow, 1:25:24 Std. Neue persönliche Bestzeit! Aber, dass hatte ich doch garnicht gewolllt. Egal, Platz 12 im Gesamtklassement und Platz 3 in der Altersklasse. Preis: Badehandtuch, Rotwein und Sportlermüsli - her damit. Den Rest dieses schönen Tages habe ich mit meiner Frau Freundin + Vierbeiner auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen verbracht. Schwere Beine? Fehlanzeige, so lässt sich's aushalten.

 


Resumee: Der Stadtlauf in Offenburg macht Laune. Trotz der acht Runden absolut nicht öde, gutes Preis-Leistungsverhältnis. Obgleich vieler Kurven und der Kiespassage, keine übermäßig schwere Strecke, wer den Halbmarathon scheut, kann auf der kurzen Runde (7,5 km) starten. Mit dem Schluchseelauf hat die Veranstaltung in Offenburg starke Konkurrenz.

offenburg 2011 SaschaBlaesen hoch2 offenburg 2011 SaschaBlaesen hoch1


Wie geht's weiter: Ich fahre diese Woche viel Mountainbike. Am Mittwoch teste ich die 48 Kilometerrunde (WOMC) und entscheide kurzfristig, ob ich am kommenden Wochenende auf dem MTB nach Offenburg zurück kehre. Am 22.05. kann ich mir gut vorstellen beim Panoramalauf in Simonswald zu starten. 21,5 km mit vielen Höhenmetern. Mal schauen, ob das was für mich ist. Laufmäßig trainiere ich in den nächsten 14 Tagen viel Technik, Laufkraft und richte meinen Trainingsplan neu aus.

Bis bald,
Sascha

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Plantschen in Bad Krozingen

Gestern habe ich bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad einen lockeren Testlauf auf der Strecke des Nikolauslauf in Lahr-Reichenbach absolviert. Auf der Heimfahrt mit offenem Fenster und den Beach Boys in den Ohren, holten mich die Erinnerungen an den Wettkampf von der Woche zuvor wieder ein. Gerade mal sieben Tage her, kommt es mir schon wie eine halbe Ewigkeit vor.

 

Bad Krozingen am Sonntag den 07. November: 8 Grad, Dauerregen – muss das wirklich sein? Ja, schliesslich möchte ich ja in diesem Jahr nochmal an einem Halbmarathon teilnehmen. Also, Regendach (Schildkappe) aufsetzen und los. Um 10:35 Uhr ging ich zusammen mit 422 Wassersportlern auf die Strecke. Der erste Teil war gleich was für Schmierfinken. Die Passage durch den Kurpark war sehr matschig und tief und so sah ich schon nach verlassen des Parks auf dem Weg nach Biengen relativ bedient aus. sascha blaesen bad krozingen 2010Mein persönliches Renntempo war hoch. Ich war jetzt an der Spitze der dritten Gruppe, als wir Biengen erreichten. Trotz des sehr schlechten Wetters waren hier doch einige Zuschauer auf der Straße. Nach dem Rundkurs durch Biengen folgte der Knackpunkt des Rennens – ein beherzter Anstieg in den Weinbergen. Ich bin wirklich gut hochgekommen, mit Freude bemerkte ich die Streckeninfo „geschafft“. Jetzt konnte ich mich erstmal erholen, einfach den Berg runter rollen. Nun ging es zurück nach Bad Krozingen, eine Schlaufe durch die Stadt und wieder Richtung Kurpark. „The return of the mud“ und dazu noch Kies. Ich kam mir teilweise vor wie im Treibsand. Nach 10 Kilometern war ich überrascht, die Schuhe sind nirgendwo im Matsch verloren gegangen und ich war mit 40:45 genau in der Zeit meiner persönlichen Bestleistung von Gengenbach. Jedoch war mir auch klar das ich der Strecke in Runde zwei noch Tribut zollen würde. Okay, auf durch den Start/Zielbereich und auf in die nächste Runde. Auch im Kurpark waren einige Zuschauer. Nicht auszudenken was hier bei guter Witterung los gewesen wäre. Nach 15 Kilometern bekam ich dann Meldung von meinen Beinen – die skandierten „Wir wollen auf die Couch“. Ich versprach meinem Gehwerkzeug es in Biengen etwas zu schonen, damit sie mich auf dem Anstieg nicht im Stich lassen würden. Jetzt geht’s gleich los. Irgendwie rüber und auf der Abfahrt Schwung holen. Doch was war jetzt? Ein Pfeil nach links – Runde zwei! 500 Meter grinsen meinerseits - kein Berg! Jetzt nach Bad Krozingen und raus aus dem Regen. Den Kontakt zu meiner Gruppe verlor ich dann auf dem Weg in den Kurpark. Eine schnelle Zeit sollte das jetzt nicht mehr werden, jedoch war es mir wichtig meine Position zu halten. Nach hinten hatte ich keinen Sichtkontakt und so ging es nochmal „platsch, platsch“ durch den Matsch und mit 20 km/h und großen Schritten durch das Ziel. Ein Zuschauer stellte noch fest „Puh – macht der noch große Schritte“. Zeit: 1:27:32, Platz 20 gesamt und Platz 6 in der Altersklasse. 10 Minuten langsamer als Hawaii Ironman Teilnehmer und Tagessieger Jochen Müller aus Kirchzarten. Da bin ich mit mir zufrieden.

Anstrengend war's, meine Beine beklagten sich noch zwei Tage später. Nächstes Jahr bin ich hier sicher wieder am Start, hoffentlich bei besserem Wetter. Trotzdem war hier richtig was los.

Am kommenden Wochenende beende ich die Wettkampfsaison 2010 und freue mich auf das Wintertraining.

Bis dann,
Sascha



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Schlechte Form war gestern!

Sascha Blaesen gengenbach 2010Mit nicht allzu großen Erwartungen bin ich am vergangenen Samstag in Gengenbach beim Sparkassen-Halbmarathon an den Start gegangen. Die Verunsicherung aufgrund des mauen Resultats von Haslach war spürbar. Würde ich meine Vorjahreszeit wiederholen, wäre es ja fast schon ein Fortschritt. "Was soll's, renne ich halt mal los - hilft ja nichts", dachte ich mir um 15 Uhr beim Start an der Sparkassenfiliale in Reichenbach. Gute Reflexe zeigte ich nach 50 Metern als ich eine Fremdhaxe an meinem Schienbein spürte, ab da war ich im Laufrhythmus. Natürlich habe ich mir nicht vom Start aus vorgenommen auf 1:28:45 zu laufen, sondern hatte mir die Zwischenzeiten für 1:26:30 eingeprägt, was eine persönliche Halbmarathonbestzeit für mich bedeuten würde. Bereits bei Kilometer 5 hatte ich mir schon einen kleinen Puffer erlaufen. Das Wetter war mit Temperaturen bei 20 Grad und Sonne perfekt. Die Zwischenpassagen auf der Wiese beeinträchtigten meine Lauflaune nicht. Nach 8 Kilometern trennte sich das Halbmarathonfeld von den 10 Kilometerstartern, die schon in die Gengenbacher Altstadt einlaufen durften. Für mich ging es weiter über Radwege Richtung Berghaupten. Bei 10 Kilometern war ich mit 40:43 bereits 30 Sekunden schneller  als meine Zielzeit von Haslach, jetzt wurde ich aber mal so richtig locker. In meinem Windschatten schleppte ich einen Läufer nach Berghaupten. Ich achtete peinlichst genau meine Geschwindigkeit zu halten. Berghaupten ist ein Nadelör, so war ich froh als ich Lauffehlerfrei da wieder draußen war. Mein Hintermann blieb weiterhin an mir dran, das störte mich nicht. Wenn der später noch Körner haben sollte, würde ich ihn ziehen lassen, solange ich in meinem Tempo bleiben würde. Nach 15 Kilomentern war ich immer noch mit Puffer im Limit. Die Stimmung war immer noch top (auch ohne Powerbalance), ich fühlte mich noch genau so frisch wir bei Kilometer 5. Jetzt ging es schon stark in Richtung Gengenbach. Mein Mitläufer hatte jetzt die Führung übernommen, ich folgte ihm. Beim überqueren einer Brücke hatte ich ihn dann überholt und er musste abreissen lassen. Nach vorne hatte ich keinen Läufersichtkontakt, so war es hier wieder wichtig das Tempo irgendwie konstant zu halten.

 


Mit dem Gefühl hier heute eine gute Zeit zu laufen ging es auf Pflastersteinen in die Altstadtrunde von Gengenbach. Durch die Fußgängerzone, in einen abgesteckten Parcours durch den Park und wieder zurück in den Stadtkern. Was war ich gespannt auf die Zeit. Surprise, surprise - ich stoppte bei 1.25:53. Wow - eine deutliche persönliche Bestzeit (1 Minute drunter). Platz 3 in meiner Altersklasse und Gesamt Platz 9 (glaube ich).

gengenbach halbmarathon siegerehrung

Fazit: Ich habe Haslach für deren tolle Laufveranstaltung gelobt, deshalb muss ich hier kritisch sein. Gengenbach könnte diese Veranstaltung um einiges attraktiver gestalten. Zuerst würde ich den Startbereich ebenfalls in das Zentrum von Gengenbach legen und den Halbmarathon auf 2 Runden legen. Viel besser für die Zuschauer. Scherze wie durch eine Sparkassenfiliale rennen wäre auch lustig. "Sparkassen Fanmeile" oder so. Eine Zeitnahme per Chip sollte bei einer Veranstaltung wo ein Bankname draufsteht auch mit dabei sein. Die Siegerehrung findet abseits vom Weinfest statt. Die Laufveranstaltung könnte mehr in das Weinfest einbezogen werden, was eine "win win" Situation für alle Beteiligten bedeuten würde. Die Webseite ist auch stark verbesserungswürdig. Ich überlege mir genau ob ich nächstes Jahr nach Karlsruhe zum Halbmarathon/Marathon abwandere, der am gleichen Wochenende stattfindet.

Trotz des guten Resultats stelle ich mein Trainingsplan um. Ich werde jetzt die FIRST-Methode (weniger laufen, schneller werden) bis Ende November durchziehen, wo ich die Laufsaison am 20. November mit dem Geroldsecker Nikolauslauf beende. Ab Mitte Dezember trainiere ich wieder klassisch auf den Freiburg-Marathon 2011. Weiter geht es jetzt mit einem 10er am 1. Oktober in Kürzell, wo ich letztes Jahr mit 39:30 meine 10 kilometer Bestzeit erreicht habe, am 10. Oktober nehme ich mir dann wieder für die Halbmarathondistanz in Freiburg Zeit.

Just keep on rollin'
Sascha

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Der letzte Mairegen in Önsbach!

 


Was habe ich mich im Vorfeld auf den Volkslauf in Önsbach (Nähe Achern/Ortenau) gefreut. Nochmal die Halbmarathon-Distanz berennen, um auf flacher Strecke eine aktuelle Referenzzeit zu erhalten. Die Vorfreude verwässerte sich etwas als ich mir die Wettervorhersage reingezogen habe. Niederschlag 10 - 20 l/m², Regenwahrscheinlichkeit 100 % - na super. Als wir am 30.05. nach Önsbach fuhren war es niederschlagsfrei und meine Stimmung besserte sich minütlich. Um 8:15 Uhr war ich auf dem Önsbacher Sportplatzgelände, wo um 9:00 Uhr der Start für die 10 Kilometer und Halbmarathonisten angesagt war. Rechtzeitig zum Start begann es dann mittelmäßig zu regnen. Positiv gesprochen: "Gut, dann bin ich wenigstens wach". Sonntag morgens 9:00 Uhr ist nicht wirklich die Sashman Zeit. Normalerweise beginnt mein Sonntag um 11 Uhr im Bett vor der Glotze mit dem Sport1 Krombacher Fußballtalk.

Also gut - Start. Wie immer muß man hier sehr diszipliniert sein, um nicht vom Tempo der 10er Läufer angesteckt zu werden. Einen richtigen Überblick über die unterschiedlichen Teilnehmer hatte ich nicht wirklich. Meine Planung war eine 1:27 Zeit - also rein mit dem Tempomat. Die Strecke verlief über asphaltierte Rad -und Wirtschaftswege, mit einer Forstwegpassage im Wald. Nach 5 Kilometern verriet mir ein Blick gen Zeitmesser, dass ich voll im Plan war. Diesmal war es mir gelungen, im Vergleich zum Schluchseelauf, gut ins Rennen zu finden. Kein Regen mehr - so kann es weitergehen. Bei Kilometer 7 sah ich dann  für einen kurzen Augenblick die Sonne (sollte der einzige Augenblick an diesem Tage bleiben). Bei Kilometer 9 trennte sich das Läuferfeld und die Halbmarathonler waren allein. Weit vor mir sah ich einen Läufer, ansonsten war da nichts. Dieser Streckenabschnitt sollte mich an einen Wendepunkt führen und auf der Gegengeraden kam mir ein Läufer mit Fahrrad entgegen. Der Führende? - mal schauen wann der Wendepunkt kommt. Er kam bald! Meine Freundin rief mir irgendwas mit Platzierung, Frau einholen und super zu. Wäre sie eine Trainerin so hätte sie gewusst, dass sie mir bei einem 168-er Puls kurze Kommandos geben muß.

Schön - also Runde 2. Ich war allein im leichten Regen, jetzt nur nicht verlaufen. Als ich aus der Waldpassage raus kam erblickte ich einen Ordner der mir "Platz 3" und "sicher" zurief. Was ich Platz 3? Wahrscheinlich von 9 Startern, dachte ich mir so. Ein gutes Stück vor mir sah ich den Platz 2 in rot. Hinter mir folgte mit respektablem Abstand Platz 4 in blau. Sollte ich heute noch auf's Treppchen kommen, was soll ich dann machen, vielleicht "One moment in time" singen, meiner Freundin einen Heiratsantrag machen? Ich hielt mein Tempo und wartete ab. Der Blaue kam näher! Bei Kilometer 15 (?) passierte ich die Verpflegungsstelle wo mir nochmal Jemand zurief "Du bisch übrigens Dritter". Entweder Tempo halten oder schneller werden? Ich hielt das Tempo um nicht Gefahr zu laufen kurz vor Ende total einzubrechen. Der Blaue kam immer Näher. Bei Kilometer 17 hörte ich seinen Atem und dann lief er an mir vorbei. Also gut, dann renn ich ihm halt mal hinterher. Seine Schlagzahl war höher und ich musste bei Kilometer 18 abreissen lassen und mich wieder auf mich und meine geplante Zeit konzentrieren. übrigens, es schüttete in strömen. Um den Wendepunkt und nichts wie ab ins Ziel. Nach hinten war meine Platzierung sicher. Über einen matschigen Pfad ging es auf die Laufbahn des Önsbacher Sportplatzes, an dem sich eine Zuschauerin mit Schirm verirrt hatte. Rein ins Ziel bei 1:26:50 Std. Super - Richtzeit geschafft und die Platzierung? Meine Freundin hatte richtig gezählt, die Streckenposten falsch. Tatsächlich lag ich die ganze Zeit auf Platz 4, diesen Platz musste ich an den Läufer vom Karlsruher Sportclub abgeben (als Fan vom SC Freiburg bekommst du da ein Magengeschwür). Platz 5 insgesamt und es waren weitaus mehr als 9 Teilnehmer :-) - leider hat der SC Önsbach seine Homepage noch nicht aktualisiert, so kenne ich die Gesamtteilnehmerzahl noch nicht. Jetzt ging es erstmal in Richtung Kaffee, Kuchen Theke. Sonntag morgen um halbelf - Frühstück Part 2.

Bei der Siegerehrung bekam ich als Zweiter in meiner Altersklasse noch einen Karton Äpfel. Perfekt - vor meinen Augen materialisierte sich ein Apfelkuchen.

Fazit: Sollte ich nächstes Jahr dort wieder starten wähle ich wahrscheinlich die 10er Strecke, die Halbmarathon-Distanz zog sich wie ein Kaugummi. Allerdings ist die Strecke sehr flach und für eine aktuelle Leistungsstandbestimmung gut geeignet. Allerdings sind 2 Wasserstellen für einen Halbmarathon entschlossen zuwenig, gerade mit dem Hintergrund das normalerweise um diese Jahres -und Uhrzeit in Baden Temperaturen von 25 Grad keine Seltenheit sind. Die Kiste Äpfel war top!

Weiter geht es am 18. Juni beim Sonnwendlauf in Seelbach auf den 10 Kilometern. Mal schauen wie flott es da geht.

Bis denne, Sascha.

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Mit der orangenen Welle durch Freiburg

Sportscheck Stadtlauf Freiburg
Wo versteckt sich der soq Läufer?

Sportscheck Stadtlauf 11.10.2009


Die erste Frage die ich mir stellte war: "Wo bleibt Krams?" Ein bisschen Olympia 1980 in Lake Placid kann ja nie schaden. Ich warte nicht auf Jochen Behle sondern auf Roland Krams (Sportlicher Leiter Team soq). Gut, dann bin ich der einzige Vertreter von soq beim 1. Sportscheck Stadtlauf in Freiburg. Noch schnell in das Oranje Dress schlüpfen, warm laufen und dann auf 21,2 km den fliegenden Holländer geben.

Die Strecke

2 x 10,6 km von Betzenhausen, durch den Mooswald, an der Dreisam durch Lehen und zurück nach Betzenhausen in den Seepark.

12:15 Uhr Start

Am Start ging es eng zu und da ich mich etwas weiter hinten platziert hatte musste ich mich auf den ersten 300 Metern durch die Massen tanken. Die orangene Welle rollte zuerst in Richtung Freiburg Flugpatz, wo ich nach ca. einem Kilometer meinen Laufrhythmus gefunden hatte. Wie beim Lauf in Kürzell richtete ich mich zu Beginn des Laufes nicht nach der Herzrate, sondern nach der Geschwindigkeit. Ziel war es die Reisegeschwindigkeit von 14,5 km/h möglichst konstant durchzulaufen. Am Flugplatzgelände vorbei ging es dann in die "grüne Hölle" Mooswald und die erste Brücke über die Granadaallee galt es zu bewältigen. Weiter über Forstwege durch den Mooswald. Nach etwa 5 km kam sowas wie eine Spitzkehre, also abbremsen, rauf auf eine Brücke und über die Autobahn A5. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits zwei Läuferinnen vom vorher gestarteten 10,6 km Lauf eingeholt (puh, gute 50 min für 5 km!). Jetzt nicht abschweifen und weiter laufen. Entlang am Waldesrand trennte mich noch ein Hügel von der ersten Verpflegungsstation bei Kilometer 6. Bis hier lief alles wunderbar und ich hatte schon das Gefühl das ich mich etwas zügeln müsste. Nach der Verpflegungsstation ging es für ca. 3 km auf den Dreisamdamm, was sich als Schlüsselstelle im Rennen entpuppen sollte. Eine leichte aber permanente Steigung und dazu Gegenwind. Ich merkte wie ich langsamer wurde und musste kämpfen um das Tempo hoch zu halten. Das kann ja wohl heiter werden auf Runde 2. Bei 9 km ging es dann runter vom Damm entlang der Paduaallee und ich hatte das Gefühl als hätte ich Ballast abgeworfen. Kurz vor dem Seeparkgelände überholte ich noch eine Gruppe von 5 Läufern. Einer davon rief mir noch hinterher das ja noch eine Runde zu laufen wäre. Ich nahm es zur Kenntniss. Rein in den Start/Zielbereich, Anfeuerung von den hier zahlreichsten Zuschauern + Motivationsgebell von meinem Vierbeiner ging es ab in die zweite Runde.

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Die ersten 3 Kilometer waren fast wie Erholung, denn ich hatte schon wieder den Dreisamdamm im Kopf. Ab Kilometer 14 ist dann ein Läufer (AK 45-50) sehr souverän an mir vorbei gezogen und hatte sich bis auf 20m absetzen können. Ein Blick auf meine Uhr gab mir dann an: Tempo rauf! Also lief ich wieder an ihn heran, überholte ihn und er hängte sich an mich dran. So sind wir dann über die Dreisam gewalzt. Ich bin auf diesem Abschnitt mit der Herzfrequenz bis auf 88% rauf gegangen. Ein Streckenposten rief uns zu: "Super, Platz 19 und 20". Mein Ziel war es jetzt die Top 20 nach hinten abzusichern. Also, habe ich gleich mal Platz 18 anvisiert. Wieder runter von der Dreisam und vorbei an ihm. Auf dem Seeparkgelände konnte ich noch einen weiteren Läufer überholen und kam mit 1:29:07 Std. ins Ziel. Platz 17 in der Gesamtwertung und wieder Platz 3 in meiner Altersklasse - hat heute also wieder alles gepasst. Im Zielbereich ging es dann auf direktem Weg zum Erdinger Stand. Alkoholfreies Weißbier für alle Läufer - prima. Die Zielverpflegung konnte sich wirklich sehen lassen. Im Ziel traf ich dann auch meinen Mitläufer von Runde 2 wieder. Er kam 11 Sekunden nach mir an und bedankte sich für meine Zugarbeit. Wie er sagte hätte er es ohne mich wahrscheinlich nicht über die Dreisam geschafft. Also ein Happy End für alle.

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Fazit


Eine gelungene Premiere. Wie ich gerade erfahren habe findet nächstes Jahr wieder ein Sportscheck Stadtlauf in Freiburg statt. Ich bin wieder dabei und wünsche mir dann ein paar mehr Zuschauer und eine Abgabestelle für das Läufergepäck.

Wo blieb Krams?

Roland verstärkte das soq-Team beim MTB-Rennen in Hecklingen und war da erfolgreich - Gratulation. 

Wie geht es bei mir weiter?

Ich laufe und radle jetzt eine Woche planlos und werde dann das First-Trainingsprinzip bis zum Nikolauslauf in Lahr austesten. Danach stelle ich mich wieder auf die Marathon Distanz um.

www.sportscheck.com/event

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