Spuren im Schnee
Schnee ohne Ende
Vor einer Woche machte ich mich morgens auf den Weg zum Notschrei, um die bereits angekündigten Ski-Langlaufeinheiten zu absolvieren. Oben angekommen, erwarteten mich strahlender Sonnenschein und sehr angenehme Temperaturen. Hoch motiviert schnallte ich meine Skier an und machte mich auf, die Stübenwasen-Runde 2mal in der klassischen Technik zu laufen. Bereits auf den ersten Metern wurde klar, dass es zwar bergab sehr gut und schnell vorwärts ging, dafür der Abdruck bergauf mit den Schuppenskiern zu Wünschen übrig ließ. Zum 1. Mal auf dem höchsten Punkt der Loipe, dem Stübenwasen, angekommen, genoss ich bei guten Sichtverhältnissen den Ausblick, auf die verschneiten, in Sonnenlicht getauchten Alpengipfel. Nach diesem herrlichen Ausblick ging es dann auf die längste Erholungsstrecke der Runde, der Abfahrt hinab zum Wendepunkt der Loipe bei der Todtnauer Hütte. Am Wendepunkt angekommen, steigt der Puls jedoch sofort wieder in gewohnte Höhen. Da dann direkt die steilsten und schwierigsten Anstiege der Loipe wieder hinauf zum Stübenwasen bewältigt werden müssen. Wieder dort oben angekommen, kommt jedoch der angenehme Teil der Runde. Es geht in ca. 30min größtenteils bergab an der Biathlonanlage vorbei wieder zurück zum Ausgangspunkt, von wo es dann zum zweiten Mal auf die Runde ging. Nach 3:30 oder 40km und knapp über 1000hm war ich dann wieder zurück am Loipenhaus. Um die geplanten 4 Stunden voll zu bekommen und das herrliche Wetter noch auszunutzen, wagte ich mich dann das 1. Mal auf die neu erworbenen Skating-Skier. Dies stellte sich jedoch als anspruchsvoller und anstrengender als erwartet heraus. Selbst die minimalen Steigungen am Anfang der Loipe waren Kraft raubender als die zuvor absolvierten Classic-Kilometer. Am Sonntag ließ das Wetter dann zu Wünschen übrig. Anstatt dem Sonnenschein vom Vortags herrschte besonders in den höher gelegenen Teilen der Loipe dichter Nebel. Dafür war die Loipe deutlich griffiger, allerdings auch langsamer als am Samstag. Dafür herrschte auf der Loipe reges Treiben. Dies lag daran, dass an diesem Tag das 1. Training der nordischen Junioren Ski WM statt fand, was etliche Trainer und Betreuer aus allen Herren Ländern zu einem Training auf der Stübenwasenspur nutzten. Nach knapp 3 Stunden war ich dann froh, im Auto warme und trockene Kleider anziehen zu können. Nach den ergiebigen Schneefällen am Samstag, und den winterlichen Straßenverhältnissen selbst bei uns in der Reinebene, entschied ich mich gestern dann kurzfristig dafür, nicht auf die Hausstrecke am Notschrei zu fahren, sondern wieder einmal auf den Thurner. Die Anfahrt war dann trotzdem relativ spannend, da es im Schwarzwald noch wie verrückt schneite und auf den Straßen eine geschlossene Schneedecke war. Endlich oben angekommen, ging es dann bei gerade noch einstelligen Minustemperaturen und starkem Schneetreiben los. Leider war die Spur aufgrund dem Schneefall und der großen
Neuschneemenge extrem weich und teilweise zugeschneit. Die ersten 15km waren dann noch relativ angenehm zum Laufen. Auf der 2. Runde hörte es dann auf zu schneien, dafür kamen die Wolken und der Nebel und die gefühlte Temperatur sank noch weiter ab. Der Nebel führte dazu, dass man phasenweise nur noch bis zu den Skispitzen sah. Dies machte selbst die einfachsten und dank der stumpfen Spur auch noch langsamen Abfahrten zu einem spannenden Erlebnis im Blindflug. Nach genau 3 Stunden, stand dann die zweite Disziplin an diesem Tage an. Und zwar, das Befreien des Autos von Schnee und einer teils recht dicken Eisschicht. So und jetzt mal schauen, wie die Leistungsdiagnostik am Freitag bei unserem Partner iq athletik verläuft. Viele Grüße aus dem Schnee, Sebastian
Die 100 km geknackt!!
Das letzte Wochenende verbrachte ich in einem Kurztrainingslager in Neukirch bei Furtwangen. Um unsere Grundlagenausdauer noch weiter auszubauen sind wir, Bene- Kumpel aus Freiburg, Julian- bei dem wir wohnen durften und Ich, ordentlich durch den Hochschwarzwald geskatet!!
Anreisetag war Freitagnachmittag; und schon stand auch gleich die erste Einheit von 20 Kilometern auf dem Programm. Das hört sich jetzt so unglaublich leicht an aber das ist es keineswegs!!! Bene und Ich standen zum ersten Mal auf solchen dünnen Skatingski und gaben unser Bestes. Trotz des erstaunlich schnellen Erwerbs der Grundtechnik, waren mehr oder weniger spektakuläre Stürze an der Tagesordnung. (… besser gesagt im Minutentakt nicht zu verhindernJ )Jedoch verringerte sich die Zahl dieser merklich am zweiten Tag, dem Marathontag!! Nach einem sehr ergibigen Frühstück ging`s wieder auf die Loipe, wir liefen nochmals dieselbe Strecke des Vortags, nun aber um einiges flüssiger und somit auch kraftsparender. Das herrliche Wetter und die perfekten Schneeverhältnisse ließen die Anstiege weniger steil wirken und so fiel es uns schwer die Loipe für`s Erste wieder verlassen zu müssen. Denn schon am frühen Nachmittag stand eine zweite, längere Einheit auf dem Programm!
Kaum kamen wir bei Julian zuhause an (die Loipe war zu Fuß in 2min zu erreichen), stand einen wahrlich leckeres Mittagessen auf dem Tisch, ganz zu Freude unserer MägenJ!!! Die Speicher wieder aufgefüllt, die Glieder etwas entspannt, bekamen wir Besuch vom Sportlichenleiter des TNB- Malterdingen. An diesem Nachmittag sollte uns das schwerste Streckenprofil erwarten, so Julian schmunzelnd!! Nun kam alles zusammen, die übelsten Anstiege, die steilsten Abfahrten und keine Gleitpassagen! Zudem machte sich die Tour des Vortages auf einmal in den Armen und Beinen doch bemerkbar!!
„ Es gibt echt nichts schlimmeres als total müde und kraftlos einen steile Abfahrt meistern zu müssen- die Beine werden heiß, die Ski machen was sie wollen und du willst nur noch ankommen!!“ Knapp vor Sonnenuntergang sind wir sicher, am Ende unserer Kräfte und am Ende unserer Tour, zuhause angekommen. An diesem Samstag sind wir knapp über 50 Kilometer auf den Langlaufski gefahren- …wir sind ins Bett gefallen!!! ( ..da tut aber echt auch alles weh was einem wehtun kann) Nach einer etwas unruhigen Nacht, ich hatte wahnsinnige Bauchkrämpfe, standen wir am Sonntag, unserem letzten Tag, um 9 Uhr auf und fuhren mit dem Auto nach Schonach, um von dort aus einen Teil der legendären „Rucksacklaufstrecke“ abzulaufen.
Die wirklich super präparierten Loipen und die warme Wintersonne ließen uns unsere Schmerzen schnell vergessen und so prägte sich der letzte Tag als ein „Highlight“ in unser Gedächtnis ein!!! Alles in allem war das Wochenende eine sehr effiziente Trainingszeit, die noch lange in unserer Erinnerung bleiben wird!!! Am Ende hatten wir über 100 km auf diesen Skiern zurückgelegt, eine gute Leistung!!!!
Bis bald, Grüße Maurice


