Gestern habe ich bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad einen lockeren Testlauf auf der Strecke des Nikolauslauf in Lahr-Reichenbach absolviert. Auf der Heimfahrt mit offenem Fenster und den Beach Boys in den Ohren, holten mich die Erinnerungen an den Wettkampf von der Woche zuvor wieder ein. Gerade mal sieben Tage her, kommt es mir schon wie eine halbe Ewigkeit vor.
Bad Krozingen am Sonntag den 07. November: 8 Grad, Dauerregen – muss das wirklich sein? Ja, schliesslich möchte ich ja in diesem Jahr nochmal an einem Halbmarathon teilnehmen. Also, Regendach (Schildkappe) aufsetzen und los. Um 10:35 Uhr ging ich zusammen mit 422 Wassersportlern auf die Strecke. Der erste Teil war gleich was für Schmierfinken. Die Passage durch den Kurpark war sehr matschig und tief und so sah ich schon nach verlassen des Parks auf dem Weg nach Biengen relativ bedient aus.
Mein persönliches Renntempo war hoch. Ich war jetzt an der Spitze der dritten Gruppe, als wir Biengen erreichten. Trotz des sehr schlechten Wetters waren hier doch einige Zuschauer auf der Straße. Nach dem Rundkurs durch Biengen folgte der Knackpunkt des Rennens – ein beherzter Anstieg in den Weinbergen. Ich bin wirklich gut hochgekommen, mit Freude bemerkte ich die Streckeninfo „geschafft“. Jetzt konnte ich mich erstmal erholen, einfach den Berg runter rollen. Nun ging es zurück nach Bad Krozingen, eine Schlaufe durch die Stadt und wieder Richtung Kurpark. „The return of the mud“ und dazu noch Kies. Ich kam mir teilweise vor wie im Treibsand. Nach 10 Kilometern war ich überrascht, die Schuhe sind nirgendwo im Matsch verloren gegangen und ich war mit 40:45 genau in der Zeit meiner persönlichen Bestleistung von Gengenbach. Jedoch war mir auch klar das ich der Strecke in Runde zwei noch Tribut zollen würde. Okay, auf durch den Start/Zielbereich und auf in die nächste Runde. Auch im Kurpark waren einige Zuschauer. Nicht auszudenken was hier bei guter Witterung los gewesen wäre. Nach 15 Kilometern bekam ich dann Meldung von meinen Beinen – die skandierten „Wir wollen auf die Couch“. Ich versprach meinem Gehwerkzeug es in Biengen etwas zu schonen, damit sie mich auf dem Anstieg nicht im Stich lassen würden. Jetzt geht’s gleich los. Irgendwie rüber und auf der Abfahrt Schwung holen. Doch was war jetzt? Ein Pfeil nach links – Runde zwei! 500 Meter grinsen meinerseits - kein Berg! Jetzt nach Bad Krozingen und raus aus dem Regen. Den Kontakt zu meiner Gruppe verlor ich dann auf dem Weg in den Kurpark. Eine schnelle Zeit sollte das jetzt nicht mehr werden, jedoch war es mir wichtig meine Position zu halten. Nach hinten hatte ich keinen Sichtkontakt und so ging es nochmal „platsch, platsch“ durch den Matsch und mit 20 km/h und großen Schritten durch das Ziel. Ein Zuschauer stellte noch fest „Puh – macht der noch große Schritte“. Zeit: 1:27:32, Platz 20 gesamt und Platz 6 in der Altersklasse. 10 Minuten langsamer als Hawaii Ironman Teilnehmer und Tagessieger Jochen Müller aus Kirchzarten. Da bin ich mit mir zufrieden.
Anstrengend war's, meine Beine beklagten sich noch zwei Tage später. Nächstes Jahr bin ich hier sicher wieder am Start, hoffentlich bei besserem Wetter. Trotzdem war hier richtig was los.
Am kommenden Wochenende beende ich die Wettkampfsaison 2010 und freue mich auf das Wintertraining.
Bis dann,
Sascha
Anstrengend war's, meine Beine beklagten sich noch zwei Tage später. Nächstes Jahr bin ich hier sicher wieder am Start, hoffentlich bei besserem Wetter. Trotzdem war hier richtig was los.
Am kommenden Wochenende beende ich die Wettkampfsaison 2010 und freue mich auf das Wintertraining.
Bis dann,
Sascha


