Plantschen in Bad Krozingen

Gestern habe ich bei Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad einen lockeren Testlauf auf der Strecke des Nikolauslauf in Lahr-Reichenbach absolviert. Auf der Heimfahrt mit offenem Fenster und den Beach Boys in den Ohren, holten mich die Erinnerungen an den Wettkampf von der Woche zuvor wieder ein. Gerade mal sieben Tage her, kommt es mir schon wie eine halbe Ewigkeit vor.

 

Bad Krozingen am Sonntag den 07. November: 8 Grad, Dauerregen – muss das wirklich sein? Ja, schliesslich möchte ich ja in diesem Jahr nochmal an einem Halbmarathon teilnehmen. Also, Regendach (Schildkappe) aufsetzen und los. Um 10:35 Uhr ging ich zusammen mit 422 Wassersportlern auf die Strecke. Der erste Teil war gleich was für Schmierfinken. Die Passage durch den Kurpark war sehr matschig und tief und so sah ich schon nach verlassen des Parks auf dem Weg nach Biengen relativ bedient aus. sascha blaesen bad krozingen 2010Mein persönliches Renntempo war hoch. Ich war jetzt an der Spitze der dritten Gruppe, als wir Biengen erreichten. Trotz des sehr schlechten Wetters waren hier doch einige Zuschauer auf der Straße. Nach dem Rundkurs durch Biengen folgte der Knackpunkt des Rennens – ein beherzter Anstieg in den Weinbergen. Ich bin wirklich gut hochgekommen, mit Freude bemerkte ich die Streckeninfo „geschafft“. Jetzt konnte ich mich erstmal erholen, einfach den Berg runter rollen. Nun ging es zurück nach Bad Krozingen, eine Schlaufe durch die Stadt und wieder Richtung Kurpark. „The return of the mud“ und dazu noch Kies. Ich kam mir teilweise vor wie im Treibsand. Nach 10 Kilometern war ich überrascht, die Schuhe sind nirgendwo im Matsch verloren gegangen und ich war mit 40:45 genau in der Zeit meiner persönlichen Bestleistung von Gengenbach. Jedoch war mir auch klar das ich der Strecke in Runde zwei noch Tribut zollen würde. Okay, auf durch den Start/Zielbereich und auf in die nächste Runde. Auch im Kurpark waren einige Zuschauer. Nicht auszudenken was hier bei guter Witterung los gewesen wäre. Nach 15 Kilometern bekam ich dann Meldung von meinen Beinen – die skandierten „Wir wollen auf die Couch“. Ich versprach meinem Gehwerkzeug es in Biengen etwas zu schonen, damit sie mich auf dem Anstieg nicht im Stich lassen würden. Jetzt geht’s gleich los. Irgendwie rüber und auf der Abfahrt Schwung holen. Doch was war jetzt? Ein Pfeil nach links – Runde zwei! 500 Meter grinsen meinerseits - kein Berg! Jetzt nach Bad Krozingen und raus aus dem Regen. Den Kontakt zu meiner Gruppe verlor ich dann auf dem Weg in den Kurpark. Eine schnelle Zeit sollte das jetzt nicht mehr werden, jedoch war es mir wichtig meine Position zu halten. Nach hinten hatte ich keinen Sichtkontakt und so ging es nochmal „platsch, platsch“ durch den Matsch und mit 20 km/h und großen Schritten durch das Ziel. Ein Zuschauer stellte noch fest „Puh – macht der noch große Schritte“. Zeit: 1:27:32, Platz 20 gesamt und Platz 6 in der Altersklasse. 10 Minuten langsamer als Hawaii Ironman Teilnehmer und Tagessieger Jochen Müller aus Kirchzarten. Da bin ich mit mir zufrieden.

Anstrengend war's, meine Beine beklagten sich noch zwei Tage später. Nächstes Jahr bin ich hier sicher wieder am Start, hoffentlich bei besserem Wetter. Trotzdem war hier richtig was los.

Am kommenden Wochenende beende ich die Wettkampfsaison 2010 und freue mich auf das Wintertraining.

Bis dann,
Sascha



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Barockes Ettenheim – läuft der noch, oder studiert er die Architektur?

Da ich im Vorfeld viel positives über die Laufveranstaltung in Ettenheim gehört hatte, habe ich mich am Wochenende nicht lange bitten lassen und bin dort über die 10 Kilometer gestartet. Bei einer Temperatur von 8 Grad und einem fiesen Wind, musste ich mich schon sehr überwinden den „dicken Pulli“ abzustreifen. So richtig frostig wurde mir als ich den Läufer vom Team Felt Öztal X-Bionic erblickte – der hatte den kompletten Kleiderschrank an. Da der Start sich um 15 Minuten herauszögerte, ging ich um 15 Uhr top aufgewärmt auf die Strecke.

 


5 Runden, je 2 Kilometer durch die barocke Innenstadt galt es zu absolvieren. Leider war die Batterie meines Distanzmesser just in diesem Moment leer. Gut, einfach nur nach Puls laufen. Ich denke mal das mein erster Kilometer richtig flott war, denn meine Beine meldeten sich schon in Runde 1. Die Strecke führte über verwinkelte Straßen und Gassen durch den Ortskern. Zwischendurch immer wieder einen schönen Gruß vom Kopfsteinpflaster. Neben mir, wie in Kürzell, Klaus Riehle von Medisport Balk. Nach Runde 1 war ich doch sehr über die Zwischenzeit von 7:50 Minuten überrascht. In Runde 2 merkte ich das ich langsamer wurde, deshalb habe ich dem Klaus gesagt, der ohne Pulsuhr unterwegs war, er solle losziehen wenn er kann, denn bei mir war SaschaBlaesen Ettenheim 2010klar das ich die Zeit von Kürzell heute nicht erreichen werde. Er konnte nicht! Runde 3 war meine Grübelrunde. Der Puls war mit 160 bpm niedrig, meine Beine wollten mich aber einfach nicht schneller tragen. Wenn ich noch langsamer werde, wird das hier noch zum Schaufensterbummel. Hoffentlich werde ich nicht von der Spitze überrundet. In Runde 4 habe ich dann festgestellt, dass solche Stadtrunden eigentlich perfekt für den Zuschauer sind. Alles schön komprimiert auf einem Haufen, richtiges Rennfeeling. Auch als Läufer ist das mal schön, kein Orientierungslauf durch Industriegebiete – einfach nur rennen. Schneller wurde ich aber trotzdem nicht. Egal, jetzt war ich schon in Runde 5. Nochmal aufpassen das ich an keinem Treppenvorsatz hängen bleib, den Orleander stehen lassen und auf der Kopfsteinpflasterabfahrt nicht ausrutschen. Hurra Ziel! 40:55 Minuten - keine gute Zeit aber immerhin noch unter 41 Minuten. Insgesamt wurde ich auf Platz 34 und in der Altersklasse auf Platz 4 gelistet.

Fazit: Eine wirklich schöne Stadtrunde, ein Lauf der gerade für den Zuschauer kurzweilig und interessant ist. Sicher wären bei etwas besserer Witterung noch mehr Zuschauer an der Strecke gewesen. Auch für alle Läufer ist Ettenheim eine gute Adresse, also gleich für nächstes Jahr vormerken. Meine Ambitionen für 2011 sind in Ettenheim nicht groß. Entweder mache ich in 45 Minuten einen Schaufensterbummel, oder ich komme als passiver (Zuschauer), kurz nach dem München-Marathon wird nicht viel gehen. Die Veranstalter sollten für nächstes Jahr eine Getränkeverpflegung an der Strecke einplanen.

So geht es bei mir weiter: Nach 5 Wettkämpfen in 6 Wochen bin ich doch froh, dass ich jetzt wieder normal trainieren kann. Ich werde jetzt kraft für den Halbmarathon in Bad Krozingen schöpfen, um da eine gute Halbmarathonzeit zu laufen. Das FIRST-Training bewerte ich bis jetzt positiv. Ich hatte in Ettenheim einen Durchschnittspuls von 159 bpm, wenn ich jetzt noch die Kraft habe den auf 180 bpm zu treiben wird es flott in Bad Krozingen und Reichenbach. Das Pulsniveau von Ettenheim entspricht einem zügigen Dauerlauf, dass war die mit Abstand niedrigste Pulsrate bei einem Rennen. Betrachtet man es so, war ich schon fast wieder schnell.

Bis bald,
Sascha

www.lv-ettenheim.de/leichtathletik/termine/veranstaltungen/ettenheimer-stadtlauf/

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Freiburg sieht Orange! Der 2. Sportscheck Stadtlauf

Ich war letztes Jahr bei der Premiere schon am Start, leider war die Teilnehmerzahl damals doch eher mau. Dieses Jahr war die Resonanz dann schon viel größer. Zahlreiche Nachmelder erschienen am Seepark bei perfektem Laufwetter (bedeckt, 15 Grad), SaschaBlaesen FreiburgerStadtlauf 2010um am 10,6 km Lauf zu starten. Deshalb verzögerte sich der Start um 15 Minuten. Positiv für den Veranstalter und mich hatte diese Verzögerung nicht gestört, als ich um 12.30 auf der Langdistanz (21,2 km) startete. Auch hier war mehr los als im Vorjahr.

Ich habe mir für diesen Lauf keine Zeit vorgenommen, da klar war das ich auf dieser Strecke jetzt keine persönliche Bestzeit laufen werde. Jedoch wollte ich meine Vorjahreszeit von 1.29.07 klar unterbieten. Also los!

Nach den ersten paar 100 Metern und dem euphorischen Anfangstempo von 17 km/h, hatte ich mich auf meine Richtgeschwindigkeit von 14,8 km/h eingependelt. Nach 2 Kilometern überholte ich nach und nach die Läufer, die am Start overpaced hatten. Zusammen mit einem anderen Läufer schoben wir uns gegenseitig durch den Mooswald. Bei Kilometer 5 begannen wir die ersten Teilnehmer des Vorlaufes zu überholen. Nun ging es vorbei an der Verpflegungsstelle auf den Dreisamdamm. Dieser Part der Strecke ist der entscheidende des Rennens. Eine leichte, stetige Steigung und die Windanfälligkeit können den Läufer gerade in Runde 2 zermürben. Ich bekam von meinem Laufpartner noch ein ISO Geträng gereicht (Wow, was für ein Service). Als wir auf dem Damm angekommen waren sahen wir es dann – die orangene Schlage. Alles Teilnehmer vom 10,6 km Lauf. Wir hätten jetzt eine Hupe gebrachen können. Trotz der Slalomeinheit kamen wir sehr flott voran und schlossen zu einem weiteren Läufer auf, zusammen bildeten wir ein Dreiergespann. Runter vom Damm ging es durch eine Unterführung weiter in Richtung Seepark. Ob sich das hohe Tempo auf Runde 2 rächen sollte? Nachdem ich den Start Zielbereich durchlaufen hatte wurde alles wieder übersichtlich – endlich keine Teilnehmer des Vorlaufes mehr auf der Strecke.


sportschecklauf 01

Unsere Dreiergruppe sprengte sich jetzt. Mein Partner aus Runde 1 zog das Tempo  nochmals an und der andere Läufer viel etwas zurück. Ich pendelte mich wieder auf mein geplantes Tempo ein, mir war klar das ich auf dem Dreisamdamm Körner brauchen werde. Die ersten 10 Kilometer mit 40:24 waren gerade auf dieser Strecke schon sehr flott. Im Mooswald lief der Hintermann, aus unserem Ursprünglichen Dreiergespanns, an mir vorbei. Ich blieb im konstanten Tempo etwas hinter ihm. Vorbei an ausgepowerten Läufern, ging jetzt das Überrunden des eigenen Starterfeldes los. Wieder vorbei an der Verpflegungsstelle bei Kilometer 15 rauf auf den Dreisamdamm. Hier wurde es dann hart für mich. Ich wurde stetig etwas langsamer, versuchte mich so gut es ging dagegen aufzubäumen. Der Puls war mit 160 – 165 bpm relativ niedrig, jedoch fehlte mir die Kraft. So konnte sich der Läufer von mir absetzen. Trotzdem habe ich noch 3 Teilnehmer überholt. Jetzt nichts wie rein in den Seepark und ab durch's Ziel. Vom Moderatur und dem Beifall der Schlachtenbummler wurde ich mit einer Zeit von 1:27:06 im Ziel begrüsst.

Super – 2 Minuten schneller als letztes Jahr. Meine „Mitläufer“ erwarteten mich schon. Die beiden kamen 1 Minute bzw. 30 Sekunden vor mir an. Jetzt noch schnell 3 Erdinger alkoholfrei stürzen und wieder den Heimweg antreten. Am Abend habe ich gleich meine Platzierung gecheckt: Platz 9 gesamt und 3 in der Altersklasse.

Fazit: Wirklich eine schön durchgeführte Veranstaltung. Hier macht nicht nur das Laufen Spaß, sondern auch das Zuschauen. Beste Verpflegung im Zielbereich (Obst, Backwaren, Powerbar Produkte, Erdinger alkoholfrei, etc.).

So geht’s weiter: Wenn es mir zeitlich reicht starte ich am kommenden Sonntag beim Ettenheimer Stadtlauf über 10 Kilometer. Anfang November greife ich dann in Bad Krozingen nochmal auf der 21,1 km Distanz an.

Bis später,
Sascha
 
 

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Jährlich grüsst das Murmeltier, oder der 3. Einheitslauf in Kürzell

Nach dem sehr gelungenen Halbmarathon in Gegenbach stand auf meiner Rennplanung wieder ein 10-Kilometer-Lauf. Also ging ich am 1. Oktober in Kürzell an den Start. Hier hatte ich im Vorjahr meine aktuelle Bestleistung auf den 10 Kilometern aufgestellt, also ein gutes Omen für dieses Jahr. Meine Erwartungen waren nicht groß, alles unter 40 Minuten ist als Erfolg zu bewerten. Mein Plan war einfach, die Strecke im konstanten Tempo zu bewältigen und nicht wie in Haslach zwischenzeitlich einzuberechen.

 


Kurz vor dem Start um 19 Uhr war ich so nervös, dass ich noch Halt bei einem Red Bull Energy Shot suchte. Kurz darauf startete ich in einem Personenfeld aus 82 auf die 2 x 5 Kilometer Strecke durch Kürzell. Das Feld positionierte sich schnell. Die stark besetzte Führungsgruppe, eine Zwischengruppe und ich reihte mich an die Spitze der dritten Gruppe. Zu meiner linken Seite, der gleiche Läufer mit dem ich Seite an Seite schon im Vorjahr das Rennen bestritt. „Gibt's nicht“, dachte ich mir. Meine Nervosität sascha blaesen kuerzell 2010legte sich schnell und ich war gut im Tritt. Die ersten 3 Kilometer fast exakt mit der gleichen 1000 Meter Zeit. Mein „Mitläufer“ und ich bildeten jetzt unsere eigene Gruppe. An einem Wendepunkt im Dorf hatte ich die Möglichkeit auf der Gegengeraden die schnelleren Läufer zu sehen, allerdings bestritt ich mein eigenes Rennen gegen die Uhr. Nach 5 Kilometern ging es vorbei an der Gemeindehalle in Runde 2. Kleiner Sonderapplaus für mich: Ich griff mir einen Wasserbecher von den bereitstehenden Kindern, am Rande der Strecke stand ein Mädchen mit einer Kiste das mir zurief „du musst hier reinwerfen“. Habe ich dann getan. Im Fußball würde man von einem „no look Pass“ sprechen. Es gab Szenenapplaus! Von hinten lief ein Triathlet an uns heran und wir bildeten jetzt eine Dreiergruppe. Aus der Gruppe vor mir musste ein Läufer vom Team Speedzone abreissen lassen. Ich habe hier das Tempo in meiner Gruppe konstant gehalten, denn es gab die Tendenz zur Verlangsamung. Der Triathlet setzte sich jetzt ab, sein Tempo war zu hoch und so entliessen wir ihn in das Dunkel der Kürzeller Straßenschluchten. Ich hatte weiter nur Augen auf meiner Geschwindigkeit und dem Puls, die Zeit kontrollierte ich nicht. Bei Kilometer 8 konnte mich auch ein Hundehaufen (voll erwischt)  nicht aus dem Rhythmus bringen. Jetzt noch um 2 Kurven und auf in Richtung Zielbogen. Die beiden anderen Läufer hatten sich jetzt vor mir eingereiht und mein Zielsprint kam zu spät um sie noch einzuholen. Ein Blick auf meine gestoppte Zeit – 39:30. Genau die selbe Zeit wie im Vorjahr „gibt's auch nicht – a wahnsinn“.

Da kann ich gut drauf aufbauen, denn es kommen ja noch 3 10-er in diesem Jahr. Beim nächsten Lauf über diese Distanz versuche ich das Tempo nach 5 Kilometern noch etwas zu steigern und werde die Herzfrequenz noch mehr nach oben treiben. Ich bin hier in Kürzell mit einem 172-er Schnitt gelaufen, 180 bpm sind schon drin. Meine Zeit reichte mir in diesem Jahr nicht für das Altersklassenpodium, also keine Dose Pferdesalbe wie im Vorjahr. Ich wurde insgesamt 17. und in der AK 5.

Am kommenden Wochenende freue ich mich auf den Sportscheck Halbmarathon in Freiburg und das Erdinger alkfrei im Zielbereich.

Bis dann,
Sascha

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Schlechte Form war gestern!

Sascha Blaesen gengenbach 2010Mit nicht allzu großen Erwartungen bin ich am vergangenen Samstag in Gengenbach beim Sparkassen-Halbmarathon an den Start gegangen. Die Verunsicherung aufgrund des mauen Resultats von Haslach war spürbar. Würde ich meine Vorjahreszeit wiederholen, wäre es ja fast schon ein Fortschritt. "Was soll's, renne ich halt mal los - hilft ja nichts", dachte ich mir um 15 Uhr beim Start an der Sparkassenfiliale in Reichenbach. Gute Reflexe zeigte ich nach 50 Metern als ich eine Fremdhaxe an meinem Schienbein spürte, ab da war ich im Laufrhythmus. Natürlich habe ich mir nicht vom Start aus vorgenommen auf 1:28:45 zu laufen, sondern hatte mir die Zwischenzeiten für 1:26:30 eingeprägt, was eine persönliche Halbmarathonbestzeit für mich bedeuten würde. Bereits bei Kilometer 5 hatte ich mir schon einen kleinen Puffer erlaufen. Das Wetter war mit Temperaturen bei 20 Grad und Sonne perfekt. Die Zwischenpassagen auf der Wiese beeinträchtigten meine Lauflaune nicht. Nach 8 Kilometern trennte sich das Halbmarathonfeld von den 10 Kilometerstartern, die schon in die Gengenbacher Altstadt einlaufen durften. Für mich ging es weiter über Radwege Richtung Berghaupten. Bei 10 Kilometern war ich mit 40:43 bereits 30 Sekunden schneller  als meine Zielzeit von Haslach, jetzt wurde ich aber mal so richtig locker. In meinem Windschatten schleppte ich einen Läufer nach Berghaupten. Ich achtete peinlichst genau meine Geschwindigkeit zu halten. Berghaupten ist ein Nadelör, so war ich froh als ich Lauffehlerfrei da wieder draußen war. Mein Hintermann blieb weiterhin an mir dran, das störte mich nicht. Wenn der später noch Körner haben sollte, würde ich ihn ziehen lassen, solange ich in meinem Tempo bleiben würde. Nach 15 Kilomentern war ich immer noch mit Puffer im Limit. Die Stimmung war immer noch top (auch ohne Powerbalance), ich fühlte mich noch genau so frisch wir bei Kilometer 5. Jetzt ging es schon stark in Richtung Gengenbach. Mein Mitläufer hatte jetzt die Führung übernommen, ich folgte ihm. Beim überqueren einer Brücke hatte ich ihn dann überholt und er musste abreissen lassen. Nach vorne hatte ich keinen Läufersichtkontakt, so war es hier wieder wichtig das Tempo irgendwie konstant zu halten.

 


Mit dem Gefühl hier heute eine gute Zeit zu laufen ging es auf Pflastersteinen in die Altstadtrunde von Gengenbach. Durch die Fußgängerzone, in einen abgesteckten Parcours durch den Park und wieder zurück in den Stadtkern. Was war ich gespannt auf die Zeit. Surprise, surprise - ich stoppte bei 1.25:53. Wow - eine deutliche persönliche Bestzeit (1 Minute drunter). Platz 3 in meiner Altersklasse und Gesamt Platz 9 (glaube ich).

gengenbach halbmarathon siegerehrung

Fazit: Ich habe Haslach für deren tolle Laufveranstaltung gelobt, deshalb muss ich hier kritisch sein. Gengenbach könnte diese Veranstaltung um einiges attraktiver gestalten. Zuerst würde ich den Startbereich ebenfalls in das Zentrum von Gengenbach legen und den Halbmarathon auf 2 Runden legen. Viel besser für die Zuschauer. Scherze wie durch eine Sparkassenfiliale rennen wäre auch lustig. "Sparkassen Fanmeile" oder so. Eine Zeitnahme per Chip sollte bei einer Veranstaltung wo ein Bankname draufsteht auch mit dabei sein. Die Siegerehrung findet abseits vom Weinfest statt. Die Laufveranstaltung könnte mehr in das Weinfest einbezogen werden, was eine "win win" Situation für alle Beteiligten bedeuten würde. Die Webseite ist auch stark verbesserungswürdig. Ich überlege mir genau ob ich nächstes Jahr nach Karlsruhe zum Halbmarathon/Marathon abwandere, der am gleichen Wochenende stattfindet.

Trotz des guten Resultats stelle ich mein Trainingsplan um. Ich werde jetzt die FIRST-Methode (weniger laufen, schneller werden) bis Ende November durchziehen, wo ich die Laufsaison am 20. November mit dem Geroldsecker Nikolauslauf beende. Ab Mitte Dezember trainiere ich wieder klassisch auf den Freiburg-Marathon 2011. Weiter geht es jetzt mit einem 10er am 1. Oktober in Kürzell, wo ich letztes Jahr mit 39:30 meine 10 kilometer Bestzeit erreicht habe, am 10. Oktober nehme ich mir dann wieder für die Halbmarathondistanz in Freiburg Zeit.

Just keep on rollin'
Sascha

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Das soq.de e- Team beendet eines der härtesten Ultraläufe Europas

Gaxscania – Abenteuerlauf durch Schweden
Gaxscania
Gaxscania
Die Teilnahme beim gaxscania, einem der härtesten Ultraläufe Europas, endete für Harald Bajohr und Daniel Conka dank eines tollen Teamworks erfolgreich. Für die 246 Kilometer lange Strecke von Malmö bis an die Ostküste Schwedens und wieder retour benötigte Harald Bajohr 54:20h und erreichte als einer von zwölf Finishern das Ziel. Daniel Conka beendete nach 102 Kilometern das Rennen und unterstützte während der weiteren Stunden mit vollem Einsatz seinen Freund und Laufpartner. „Das war das härteste Rennen, das ich jemals gemacht habe und ohne die Unterstützung von Daniel, Carsten  und unserem Supporter Andi hätte ich das Ziel nie erreicht“ resümiert Bajohr das Rennen. Am Morgen des 6. August versammelten sich 31 gestandene Ultraläufer, um sich der außergewöhnlichen Herausforderung zu stellen. „Let´s start now“ lautete pünktlich um 8:00 Uhr das Kommando des Organisationsleiters Stefan Samuelsson. Kein spektakulärer Startschuss hallte über den Köpfen der kleinen Laufgemeinde. Die ersten drei Kilometer wurden gemeinsam bis an die Küste Malmös gelaufen, dann ging es zurück zum Start – einem Wohnblock in der Nähe des spektakulären Wasserturms. „Wir hatten einfach nur Glück, dass wir ein ähnliches Tempo wie Carsten liefen. Ohne ihn wären wir schon auf dem ersten Teilstück verloren gewesen“ erinnert sich Daniel Conka an die ersten Kilometer durch die schwedische Wildnis. Trotz detaillierter Streckenkarte und deutlicher Wegmarkierungen war man ohne Streckenkenntnisse und Kompass schlichtweg aufgeschmissen. Carsten Schneehage hingegen kennt sich aus in schwedischen Wäldern. Denn Schneehage ist ein geübter Orientierungsläufer, war in dieser Spezialdisziplin bereits als Schüler erfolgreich und nahm als Jugend-Nationalläufer in Schweden an Wettkämpfen und Trainingslagern teil, war den Anforderungen in dieser Beziehung also absolut gewachsen. Darüber hinaus nahm er schon 2007 an einem 100 Meilen Rennen in Schweden auf einer ähnlichen Route teil und wurde sogar Dritter. Bis Kilometer 90 lief es rund bei den Dreien. Alle zwanzig Kilometer wurden die eigens eingerichteten Verpflegungsstellen angesteuert, die von Schneehages Freundin und Andreas Moll in und um die Begleitfahrzeuge errichtet wurden. Bei Kilometer 100 konnte Daniel Conka dem „Ultramarthonschlappschritt“ Bajohrs und Schneehages nicht mehr folgen. „Ich war einfach müde und hatte totalen Kohldampf.

Ich hätte dringend eine Pause benötigt und hätte dann wahrscheinlich auch weiterlaufen können, aber zu dem Zeitpunkt wollte ich Carsten und Harald nicht einfach bremsen. Ich wusste, dass Harald im Schlepptau von Carsten das Rennen zu Ende laufen konnte und so entschied ich mich, das Rennen an dieser Stelle zu beenden“ beschreibt Daniel Conka die entscheidende Situation. Nach 21 Stunden erreichten Harald Bajohr und Carsten Schneehage den Wendepunkt bei Kilometer 126. „Wir waren beide total platt, einfach am Ende. Wir konnten auch keinen Schritt mehr laufen und es ist einfach demoralisierend zu wissen, die andere Hälfte wandern zu müssen. Freude kam da an der Ostküste nicht wirklich auf“ erinnert sich Bajohr. Nach 160 Kilometern musste Carsten Schneehage den Anstrengungen Tribut zollen.
 
Den liebevoll zubereiteten Grillwürstchen konnte auch Bajohr zu diesem Zeitpunkt nicht viel abgewinnen. Schneehage pausierte, während Bajohr sich mit dem wieder erholten Daniel Conka als Begleitung auf den Weg machte. „Ich wusste, dass Carsten nach seiner Pause zu alter Stärke finden würde und ich wollte mir einfach einen kleinen Vorsprung verschaffen, um die Möglichkeit zu haben, ihm dann folgen zu können“ so Bajohr. Bis zur Hälfte der Strecke folgte Conka, dann machte sich Bajohr alleine weiter auf den Weg. „Es lief wahnsinnig gut bei mir, ich konnte richtig Tempo machen und war hochmotiviert“ und dann passierte es. Eine Unachtsamkeit und Harald Bajohr folgte der deutlichen Wegmarkierung, die allerdings in die falsche Richtung führte. Erst nach 45 Minuten entdecke Bajohr seinen Navigationsfehler und erkundigte sich telefonisch verzweifelt bei Daniel Conka, ob sein bisheriger Laufpartner Carsten schon am Checkpoint eingetroffen wäre. Rund acht Kilometer Umweg bei nahender Dunkelheit ließen Bajohr schon fast aufgeben. Doch Daniel Conka lief seinem Freund entgegen und so begaben sich die beiden auf eine rasante Aufholjagd. „Ich wusste, dass Harald nur eine Chance hat, das Rennen zu beenden, wenn wir zu Carsten auflaufen würden und ich musste ihm richtig Beine machen, dass wir das schaffen konnten“ erinnert sich Conka. Doch die Mühen hatten sich gelohnt. Am nächsten Verpflegungspunkt schloss Bajohr wieder auf und mit Carsten Schneehage und Oliver Meyer, einem weiteren deutschen Teilnehmer, ging es weiter durch die zweite schwedische Nacht. „Mir ging es mittlerweile wieder so gut, dass ich richtig Bock hatte, durch die Nacht zu laufen“ und so fungierte Daniel Conka in der zweiten Nacht als Orientierungshilfe. Mittlerweile hatten die drei im Rennen verbliebenen ihren Rhythmus gefunden. Bei jedem selbst gewählten Verpflegungspunkt wurde eine halbstündige Schlafpause eingelegt.
 
Am Sonntagmittag erreichten Carsten Schneehage, Harald Bajohr und Oliver Meyer im strömenden Regen und bei eiskaltem Wind Malmö. „Auf den letzten drei Kilometern wurden wir von einem „Offiziellen“ Richtung Ziel geführt. Es war ein bischen wie ein Triumphmarsch für sich selbst“ freut sich Bajohr immer noch über das erfolgreiche Finish. Im Ziel gab es eine Urkunde, Medaille und ein Dosenbier. Danach trennten sich die Wege der drei Weggefährten, jeder auf der Suche nach einer heißen Dusche. „Es war der Erfolg eines ganzen Teams und irgendwie ist es beklemmend, dass Daniel sich für mich geopfert hat. Insbesondere auch den Orientierungsfähigkeiten von Carsten ist es zu danken, dass wir am Ende innerhalb der Sollzeit ins Ziel fanden. Dieses Laufabenteuer werden wir alle wohl so schnell nicht vergessen“ meint Bajohr wieder im heimischen Darmstadt angekommen. Als nächstes wartet nun der Gore-Tex Transalpine Run auf die beiden Laufabenteurer Daniel Conka und Harald Bajohr vom soq.de e Team. Ergebnisse zum Lauf durch Schweden unter www.gax100.info.se.http://killaah.sportdev.de

 

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Sommerlauf Oberschopfheim: Die Hitzeschlacht geht weiter!

 
Am vergangenen Samstag fand das Laufen bei Rekordtemperaturen seine Fortsetzung. Noch vor einer Woche dachte ich das es nicht heißer als in Friesenheim zugehen kann, jedoch wurde ich da eines besseren belehrt. Als ich mich um 17.00 Uhr in Richtung Oberschopfheim Sportplatz begab waren es schwüle 38 Grad. Eigentlich wollte ich beim Heimspiel eine richtig gute Zeit laufen, hier war aber wie in Friesenheim einfach nur überleben angesagt. Wir waren gerade am Sportgelände angekommen als der Rettungswagen ausrücken musste, weil ein Teilnehmer des 5 km Laufes zusammengebrochen war - "geht ja schon prima los". Eigentlich wäre dieser Lauf ein guter Anlass gewesen SKINS ICE zu testen. Ansonsten war ich gut vorbereitet: Die Strecke hatte ich bereits vorher bei vergleichbaren Temperaturen abgelaufen, so wusste ich bescheid.

 


Um 18 Uhr war dann Start. Viele Läufer waren heute nicht dabei - man kann sagen: Die Guten und die Bekloppten. Alternativen gab es genug, zeitgleich fand ein Volleyballtunier und ein Nordic Walking Lauf statt. Also los auf die 4 x 2,5 Km Rundstrecke. Das Tempo war wie zu erwarten nicht hoch, so hatte ich nach 2 Km noch Sichtkontakt zur Führungsgruppe. Auf Geschwindigkeit laufen war heute nicht angesagt, es galt meinen Puls zu kontrollieren. So habe ich geschaut das ich immer zwischen 175 - 185 Schlägen pro Minute lag. Am Ende der Runde kam eine langgezogene Steigung die bei mir nicht ihren Tribut fordern sollte. Auf der Strecke selbst war, entgegen meiner Erwartungen, für genug Getränke- und Erfrischungsstellen gesorgt. Erfrischung war bei diesen Kohlegrillbedingungen relativ, viel hat zum Zischen nicht mehr  gefehlt. Nach der zweiten Runde fühlte ich mich immer noch gut, also rein in die Zermürbungsrunde 3. Während dieser Runde wurde auch ich langsamer, jedoch gelang es mir hier an einigen Läufern vorbei zu ziehen. In dieser Runde hat mich dann noch ein abrupt parkendes Auto an der letzten Steigung ausgebremst. Allgemein waren viele Autos auf der strecke unterwegs (wenn man nicht alles vernagelt und verbarrikadiert). Unter dem Applaus meiner Getreuen ging es dann in die Abschlussrunde, mit dem Vorhaben circa 1,5 Km vor Ende nochmal die Schlagzahl hochzuschrauben. Ich habe einen Läufer im blauen Dress angepeilt und los ging es (irgendwie hab ich's mit den Blauen). Von Hinten drückte keiner, beim Anstieg erreichte ich noch einen 190er Puls (fast meine max. Herzrate). Am Scheitelpunkt schnell um eine Kurve und dann ab in den Zielschuss, jedoch konnte sich der andere Läufer noch ins Ziel retten. Und dann, welche Zeit? Bewusst hatte ich während des Rennverlaufes nicht auf Zeiten geachtet, um nicht deprimiert zu sein. 44:22 - leck mich am Arsch! Normalerweise eine "lockere Laufzeit" aber eben nicht mit einem 178er Durchschnittspuls. Zu meiner Überraschung landete ich mit dieser Zeit (meine mit Abstand langsamste 10 Km Zeit) auf Platz 11 und in meiner Altersklasse auf Platz 3. Also warten auf die Siegerehrung! Die Flasche Wein nahm ich dann gerne entgegen, allerdings stammt der Wein aus Ortenberg - ein Kulturschock wenn man die Qualität des Oberschopfheimer Weines kennt. Nächstes Jahr bitte nur Wein aus der Gemeinde!

Jetzt folgte ein Sprint an die heimische Glotze zum Spiel der DFB Auswahl. Die gewannen bekanntlich und wurden WM dritter - also hatte ich mal was mit unseren Fußballern gemeinsam. Das Oberschopfheimer Sommerfest endete wohl sehr abrupt - der einsetzende Gewittersturm war heftig.

Als nächstes kommt jetzt bei mir der Freiburger Schloßberglauf. Das ist eine schöne Waldstrecke (viel Schatten) und mal wieder ein Vergleichslauf zum letzten Jahr. Ich hoffe das ich mich hier stark verbessern kann, um mit Elan im August ins Training für die Herbstläufe zu starten.

Bis denne,
Sascha

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Hitzeschlacht in den Straßen von Friesenheim


Was kann man nicht alles am Sonntag um 12 Uhr mittags bei 35 Grad unternehmen. Baggersee, Eisdiele oder in den Keller sitzen. Es gibt viele Möglichkeiten, die beknackteste davon ist die Teilnahme an einer Laufveranstaltung. So wie der Topf zum Deckel gehört war ich natürlich pünktlich zum 10 Kilometerlauf in der Nachbargemeinde Friesenheim, wo zum 2. Stockbrunnenlauf geladen wurde. Die Premiere im Vorjahr hat es mir angetan und so ließ ich mich von der Startverlegung nicht abschrecken. Ursprünglich sollte der Lauf am Vortag um 18 Uhr gestartet werden, wegen der Fußball WM ist man aber ausgewichen. Kleiner Rüffel an den Veranstalter: Wer kam hier eigentlich auf 12 Uhr? Einen Sommerlauf startet man bekanntlich morgens oder abends, aber genau an "highnoon". Viele Läufer haben wohl auf den um 11 Uhr gestarteten 5 Kilometerlauf umgesattelt, so gingen um 12 Uhr ca. 80 unerschrockene auf den Stadtkurs. Mir war klar dass ich hier keine Zeit zum einrahmen erlaufen werde und eine Vergleichszeit zum Vorjahr wird es auch nicht geben, denn der Kurs wurde verlängert damit es ein echter 10er ist. Also lautete mein Motto: Nehmen was geht. Vom Start weg habe ich mich auf ein Tempo von knapp über 15 km/h eingestellt. Nach einer Runde um den Dorfbach (Winterseite?) folgte gleich das Schmankerl auf dem 2,5 Kilometer Rundkurs: Eine ca. 400 Meter lange Steigung. Ich befand mich bald in einer Gruppe von 4 Läufern (tippe mal 2 Triathleten), jetzt ging es ab durch's Dorf und bald umspielte ein lächeln mein Gesicht: Hurra die Feuerwehr, oder vielleicht doch ein Hansgrohe Team. "Wasser marsch" - ich habe den Hydranten erspährt, einen Meter Platz einkalkuliert, Augen zu und ab durch die Wasserfontäne. Gut erfrischt führte mich die Strecke wieder zur Hauptstraße und dann ging es am Dorfbach entlang Richtung Bundesstraße (Sommerseite?) und wieder zurück in den Start/Ziel Bereich. "So, jetzt noch drei Runden so weiter - oder auch nicht". Am Wendepunkt hatte ich schon bemerkt das die Spitze nicht allzuweit von mir entfernt war, also beschloss ich Runde 2 etwas ruhiger anzugehen. Es war klar das ich das komplette Rennen nicht in einem 3:55er Schnitt bei diesem Wetter laufen kann. Ich ließ meine Gruppe ziehen. Nach der zweiten Runde war ich schon ziemlich bedient, meine Zeit war knapp über 20 Minuten. Runde 3 war die anstrengenste Runde! Ich überholte einen Läufer aus meiner 4er Gruppe, dann sah ich einen zweiten der gerade auf einem Stein Platz nahm. Ab diesem Moment wusste ich das ich alles richtig gemacht hatte. nun überholte ich einen Läufer vom TUS Schuttern, der offensichtlich am Ende seiner Kraft war. Allerdings hatte er noch eine große Klappe, so wollte er mich verbal daran hindern ihn zu überholen. Ist ihm nicht gelungen :-) Er rief noch was von aktueller Zeit worauf ich ihm entgegnete das ich ihm nur meinen Puls nennen kann - weg war er. Irgendwann passierte ich das "Besenfahrrad" und los ging es mit den Überrundungen. Bei Kilometer 8 habe ich das Tempo wieder etwas angezogen. Meine Freundin rief mir vom Streckenrand zu das ich noch 3 Minuten habe um unter 40 Minuten zu kommen, leider hatte ich aber noch mehr als einen Kilometer zu absolvieren. Nach fulminantem Schlußsprint blieb für mich die Zeit bei 41:35 stehen. Nüchtern betrachtet ist das eine schlechte Zeit, jedoch wurde die Zeit immer besser. So waren fast alle Läufer vorne knapp 2 Minuten langsamer als gewöhnlich. Im Gesamtklassement erreichte ich Platz 15 und in meiner Altersklasse Platz 4.

 


Kleine Anekdote zum TUS Schuttern Mensch: Er kam schwer gezeichnet ins Ziel, stieg sofort in den Dorfbrunnen und erzählte wie enttäuscht er ist, wo er doch normalerweise unter 40 Minuten läuft. Normal waren diese Bedingungen eben nicht, ich war allerdings froh dabei gewesen zu sein. Nächstes Jahr aber dann bitte wieder abends. Sehr gut war die Wasserversorgung an der Strecke, deshalb ist auch wahrscheinlich der Rettungswagen nur einmal ausgerückt.

Die Viechwertung ging an Peter Späth. Er gewann den 5 Kilometerlauf, startete beim 10 Kilometerlauf und belegte dort Platz 3. Da kann man nur den Kopf schütteln und gratulieren. (Alle Infos unter www.stockbrunnenlauf.de)

Mehr geht immer noch: Am Samstag starte ich in meinem Heimatdorf (Oberschopfheim) bei klimatisch noch härteren Bedingungen zum nächsten 10 Kilometerlauf. Die Strecke ist auch alles andere als flach (fehlt nur noch Schotter und Geröll und der Harald fänd's super). Danach lege ich eine Messepause ein, am Monatsende starte ich beim Schloßberglauf in Freiburg. Im August wird dann nur trainiert (was den Roland sicher freut).

Bis bald,
Sascha

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Sonnwendlauf 2010 - Die Alternative zur Fußball WM

Sonnwendlauf Start
Wo bin ich?


Am Freitag, den 18.06., war es wieder soweit. Seelbach lud zum vierten Sonnwendlauf und ich war wie im vergangenen Jahr wieder mit dabei. Mein erster 10 Kilometer Wettkampf in diesem Jahr und letztes Jahr mein erster überhaupt. Eine willkommene Gelegenheit auch hier zu prüfen was sich in einem Jahr getan hat. Der Zuspruch bei dieser Veranstaltung war wie in den vergangenen Jahren groß. Ein Teilnehmerrekord (hörte was von 900 Startern) und 3000 Zuschauer an der Strecke trotz Fußballweltmeisterschaft können sich sehen lassen. Gut das ich mir nicht das Gebolze der Engländer gegen Algerien angeschaut habe (was für eine Enttäuschung). Da lasse ich doch lieber den Katholiken raushängen und gehe zum Fest welches ursprünglich als Gedenktag an die Geburt von Johannes dem Täufer gewidmet war. Das Wetter hat auch trotz schlechter Prognosen gehalten - der Segen kam nicht von oben.

 
Pä ba dä döröt bababa ba


Um 20 Uhr ging es dann los - 2 x 5 Kilometer durch den Luftkurort Seelbach. Auf den ersten Kilometern ging es eng zu, kurz nach dem Start kam ein Läufer stark ins wanken. Ich hörte das einer in die Bande gedrückt wurde, Probleme gab es bei mir keine (was drei Wochen ungeduscht alles ausmachen). Mein Ziel war es hier unter 40 Minuten zu laufen und bloß keine Experimente - also den Tempomat knapp über 15 km/h einstellen. Die Strecke in Seelbach ist nicht gerade schwierig, jedoch gibt es eine kleine Steigung und Kopfsteinpflaster. Nach der ersten Runde lag ich perfekt in der Zeit (19:39), bei Kilometer 6 bemerkte ich leichtes Seitenstechen, da habe ich etwas Tempo rausgenommen und mich darauf konzentiert das so schnell wie möglich abzustellen - hat geklappt. Mein Puls war jetzt konstant bei 178 und ich wollte außer beim Schlusssprint nicht über 180 gehen. Bei Kilometer 8 habe mit einem guten Gefühl das Kopfsteinpflaster verlassen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir das es knapp wird, also bei Kilometer 9 nochmal Tempo machen. Auf der Gegengerade lief gerade der Führende und spätere Sieger Lukas Nägele an mir vorbei. Am Wendepunkt bei Kilometer 9 steigt die Strecke bis ins Ziel nochmal leicht an. Vorbei an meinem Anhang (Kommentar: "Mer laufe der grad hinterher") ging es mit meiner Laufgruppe, ich nenn sie jetzt mal die Altinternationalen, in Richtung Ziel. Letztes Jahr hatte ich keine Kraft mehr für den Zielsprint, jedoch dieses Jahr hat es geklappt und so habe ich noch bis ca. zwei Meter vor der Ziellinie Läufer überholen können. Der Zielsprint war auch nötig: 39:50 Minuten, über zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Gesamtplatz 68 und Platz 10 in der AK. Gesamtsieger wurde Lukas Nägele (Freiburg) mit einer Zeit von 32:33 (Streckenrekord), bei den Frauen gewann Verena Utz (Lahr) mit 37:38 (Streckenrekord).

Bei mir geht es Anfang Juli in Friesenheim und Oberschopfheim auf der Kurzdistanz weiter. Bis dahin wird fleißig weitertrainiert, denn mein Ziel ist es möglichst bald aus der 39 eine 38 zu machen. Um wieder auf die Bibel zurückzugreifen "ein steiniger Weg". Meine Sandalen (New Balance RC 760) stehen bereit :-)

Amen!
Sascha

www.sonnwendlauf-seelbach.de

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Der letzte Mairegen in Önsbach!

 


Was habe ich mich im Vorfeld auf den Volkslauf in Önsbach (Nähe Achern/Ortenau) gefreut. Nochmal die Halbmarathon-Distanz berennen, um auf flacher Strecke eine aktuelle Referenzzeit zu erhalten. Die Vorfreude verwässerte sich etwas als ich mir die Wettervorhersage reingezogen habe. Niederschlag 10 - 20 l/m², Regenwahrscheinlichkeit 100 % - na super. Als wir am 30.05. nach Önsbach fuhren war es niederschlagsfrei und meine Stimmung besserte sich minütlich. Um 8:15 Uhr war ich auf dem Önsbacher Sportplatzgelände, wo um 9:00 Uhr der Start für die 10 Kilometer und Halbmarathonisten angesagt war. Rechtzeitig zum Start begann es dann mittelmäßig zu regnen. Positiv gesprochen: "Gut, dann bin ich wenigstens wach". Sonntag morgens 9:00 Uhr ist nicht wirklich die Sashman Zeit. Normalerweise beginnt mein Sonntag um 11 Uhr im Bett vor der Glotze mit dem Sport1 Krombacher Fußballtalk.

Also gut - Start. Wie immer muß man hier sehr diszipliniert sein, um nicht vom Tempo der 10er Läufer angesteckt zu werden. Einen richtigen Überblick über die unterschiedlichen Teilnehmer hatte ich nicht wirklich. Meine Planung war eine 1:27 Zeit - also rein mit dem Tempomat. Die Strecke verlief über asphaltierte Rad -und Wirtschaftswege, mit einer Forstwegpassage im Wald. Nach 5 Kilometern verriet mir ein Blick gen Zeitmesser, dass ich voll im Plan war. Diesmal war es mir gelungen, im Vergleich zum Schluchseelauf, gut ins Rennen zu finden. Kein Regen mehr - so kann es weitergehen. Bei Kilometer 7 sah ich dann  für einen kurzen Augenblick die Sonne (sollte der einzige Augenblick an diesem Tage bleiben). Bei Kilometer 9 trennte sich das Läuferfeld und die Halbmarathonler waren allein. Weit vor mir sah ich einen Läufer, ansonsten war da nichts. Dieser Streckenabschnitt sollte mich an einen Wendepunkt führen und auf der Gegengeraden kam mir ein Läufer mit Fahrrad entgegen. Der Führende? - mal schauen wann der Wendepunkt kommt. Er kam bald! Meine Freundin rief mir irgendwas mit Platzierung, Frau einholen und super zu. Wäre sie eine Trainerin so hätte sie gewusst, dass sie mir bei einem 168-er Puls kurze Kommandos geben muß.

Schön - also Runde 2. Ich war allein im leichten Regen, jetzt nur nicht verlaufen. Als ich aus der Waldpassage raus kam erblickte ich einen Ordner der mir "Platz 3" und "sicher" zurief. Was ich Platz 3? Wahrscheinlich von 9 Startern, dachte ich mir so. Ein gutes Stück vor mir sah ich den Platz 2 in rot. Hinter mir folgte mit respektablem Abstand Platz 4 in blau. Sollte ich heute noch auf's Treppchen kommen, was soll ich dann machen, vielleicht "One moment in time" singen, meiner Freundin einen Heiratsantrag machen? Ich hielt mein Tempo und wartete ab. Der Blaue kam näher! Bei Kilometer 15 (?) passierte ich die Verpflegungsstelle wo mir nochmal Jemand zurief "Du bisch übrigens Dritter". Entweder Tempo halten oder schneller werden? Ich hielt das Tempo um nicht Gefahr zu laufen kurz vor Ende total einzubrechen. Der Blaue kam immer Näher. Bei Kilometer 17 hörte ich seinen Atem und dann lief er an mir vorbei. Also gut, dann renn ich ihm halt mal hinterher. Seine Schlagzahl war höher und ich musste bei Kilometer 18 abreissen lassen und mich wieder auf mich und meine geplante Zeit konzentrieren. übrigens, es schüttete in strömen. Um den Wendepunkt und nichts wie ab ins Ziel. Nach hinten war meine Platzierung sicher. Über einen matschigen Pfad ging es auf die Laufbahn des Önsbacher Sportplatzes, an dem sich eine Zuschauerin mit Schirm verirrt hatte. Rein ins Ziel bei 1:26:50 Std. Super - Richtzeit geschafft und die Platzierung? Meine Freundin hatte richtig gezählt, die Streckenposten falsch. Tatsächlich lag ich die ganze Zeit auf Platz 4, diesen Platz musste ich an den Läufer vom Karlsruher Sportclub abgeben (als Fan vom SC Freiburg bekommst du da ein Magengeschwür). Platz 5 insgesamt und es waren weitaus mehr als 9 Teilnehmer :-) - leider hat der SC Önsbach seine Homepage noch nicht aktualisiert, so kenne ich die Gesamtteilnehmerzahl noch nicht. Jetzt ging es erstmal in Richtung Kaffee, Kuchen Theke. Sonntag morgen um halbelf - Frühstück Part 2.

Bei der Siegerehrung bekam ich als Zweiter in meiner Altersklasse noch einen Karton Äpfel. Perfekt - vor meinen Augen materialisierte sich ein Apfelkuchen.

Fazit: Sollte ich nächstes Jahr dort wieder starten wähle ich wahrscheinlich die 10er Strecke, die Halbmarathon-Distanz zog sich wie ein Kaugummi. Allerdings ist die Strecke sehr flach und für eine aktuelle Leistungsstandbestimmung gut geeignet. Allerdings sind 2 Wasserstellen für einen Halbmarathon entschlossen zuwenig, gerade mit dem Hintergrund das normalerweise um diese Jahres -und Uhrzeit in Baden Temperaturen von 25 Grad keine Seltenheit sind. Die Kiste Äpfel war top!

Weiter geht es am 18. Juni beim Sonnwendlauf in Seelbach auf den 10 Kilometern. Mal schauen wie flott es da geht.

Bis denne, Sascha.

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