Nachdem ich in diesem Jahr erfahren musste, was es bedeutet wenn ein Sportler vom "explodieren" spricht (Freiburg Marathon), galt der Halbmarathon in Offenburg als Standortbestimmung. Ich hatte mir vorgenommen dieses Rennen auf Puls zu laufen, so zwischen 85-88% meiner max. Herzrate. Was etwa Marathon bis Halbmarathon entspricht. Als Ergebnis sollte so eine 1:27-er Zeit für mich herausspringen. Nach Freiburg habe ich mein Training auf Halbmarathon umgeswitched und mich auf die Philosophie von Brad Hudson berufen. Mit geringen Erwartungen und niederem Selbstvertrauen stand ich dann am vergangenen Sonntag um 9:00 Uhr am Start in Offenburg. Die veranstalter hatten gegenüber der Stadt eine verfrühte Startzeit für den Halbmarathon durchgesetzt, zu dieser Zeit waren die Temperaturen noch moderat, allerdings war es klar das die Temperatur rasch steigen wird. Auf mich wartete ein typischer Stadtparkur: Einführungsrunde + 8 x 2,5 km auf Asphalt, Pflasterstein, Kies, kurvig mit kurzen Anstiegen. Aus aller Munde hörte ich, dass es sich hier um keine "schnelle" und anspruchsvolle Strecke handelt - Hinterher werde ich klüger sein.
Nachdem der Veranstalter an die Vernunft der Läufer appelierte ging es dann pünktlich los. In der Einführungsrunde pendelte ich mich auf meine Marathonpace von 14,5 km/h ein, nach 2 Kilometern erhöhte ich auf Halbmarathonpace 14,8 km/h. Jetzt hatte ich die Strecke "gelesen". Die Kiespassage war nicht ideal, allerdings war der Kurs auch nicht dramatisch. Nach Runde 1 suchte ich Kontakt zu meiner Freundin: Daumen hoch! Wenn in den nächsten 7 Runden keine Langeweile aufkommt, wird das hier nicht so
schlecht. Ab diesem Punkt kümmerte ich mich nicht mehr um Rundenzeiten und Geschwindigkeit, sondern ausschließlich um meine Herzrate. Das ich schnell unterwegs war wusste ich auch so, etwa 20 Meter vor mir befand sich ein Referenzläufer der mir auf 10 km gut eine Minute abnimmt. Etwa bei Runde 4 musste ich ihn überholen, nach und nach sammelte ich Läufer ein, die wahrscheinlich zu schnell angegangen waren, dazu kamen jetzt auch Überrundungen und manchmal musste ich aufpassen nicht ausgebremst zu werden. Ich war relativ schnell tiefenentspannt, meine Laune war prächtig und das ganze Rennen wurde immer mehr zu einem Spaßlauf. Offenburg erwachte und immer mehr Leute waren an der Strecke und pushten. Ich glitt förmlich durch die Straßenschluchten, in gefühltem Cruisertempo. Damit man eine Orientierung hatte gab es Rundenansager und irgendwann hieß es "Nummer 60, noch eine Runde". "Bin malgespannnt ob jetzt die Beine nochmal schwer werden", sabbelte ich vor mich hin. Noch schnell an 2
Gottesdienerinnen vorbei, die im Weg standen, durch Parkanlagen und zurück in die Innenstadt. Okay, nix schwere Beine, jetzt das Tempo zum Zielsprint anziehen. Mit 22 km/h bin ich dann im Ziel eingeschlagen... und... Zeit... wow, 1:25:24 Std. Neue persönliche Bestzeit! Aber, dass hatte ich doch garnicht gewolllt. Egal, Platz 12 im Gesamtklassement und Platz 3 in der Altersklasse. Preis: Badehandtuch, Rotwein und Sportlermüsli - her damit. Den Rest dieses schönen Tages habe ich mit meiner Frau Freundin + Vierbeiner auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen verbracht. Schwere Beine? Fehlanzeige, so lässt sich's aushalten.
Resumee: Der Stadtlauf in Offenburg macht Laune. Trotz der acht Runden absolut nicht öde, gutes Preis-Leistungsverhältnis. Obgleich vieler Kurven und der Kiespassage, keine übermäßig schwere Strecke, wer den Halbmarathon scheut, kann auf der kurzen Runde (7,5 km) starten. Mit dem Schluchseelauf hat die Veranstaltung in Offenburg starke Konkurrenz.
Wie geht's weiter: Ich fahre diese Woche viel Mountainbike. Am Mittwoch teste ich die 48 Kilometerrunde (WOMC) und entscheide kurzfristig, ob ich am kommenden Wochenende auf dem MTB nach Offenburg zurück kehre. Am 22.05. kann ich mir gut vorstellen beim Panoramalauf in Simonswald zu starten. 21,5 km mit vielen Höhenmetern. Mal schauen, ob das was für mich ist. Laufmäßig trainiere ich in den nächsten 14 Tagen viel Technik, Laufkraft und richte meinen Trainingsplan neu aus.
Bis bald,
Sascha
Nachdem der Veranstalter an die Vernunft der Läufer appelierte ging es dann pünktlich los. In der Einführungsrunde pendelte ich mich auf meine Marathonpace von 14,5 km/h ein, nach 2 Kilometern erhöhte ich auf Halbmarathonpace 14,8 km/h. Jetzt hatte ich die Strecke "gelesen". Die Kiespassage war nicht ideal, allerdings war der Kurs auch nicht dramatisch. Nach Runde 1 suchte ich Kontakt zu meiner Freundin: Daumen hoch! Wenn in den nächsten 7 Runden keine Langeweile aufkommt, wird das hier nicht so
Resumee: Der Stadtlauf in Offenburg macht Laune. Trotz der acht Runden absolut nicht öde, gutes Preis-Leistungsverhältnis. Obgleich vieler Kurven und der Kiespassage, keine übermäßig schwere Strecke, wer den Halbmarathon scheut, kann auf der kurzen Runde (7,5 km) starten. Mit dem Schluchseelauf hat die Veranstaltung in Offenburg starke Konkurrenz.
Wie geht's weiter: Ich fahre diese Woche viel Mountainbike. Am Mittwoch teste ich die 48 Kilometerrunde (WOMC) und entscheide kurzfristig, ob ich am kommenden Wochenende auf dem MTB nach Offenburg zurück kehre. Am 22.05. kann ich mir gut vorstellen beim Panoramalauf in Simonswald zu starten. 21,5 km mit vielen Höhenmetern. Mal schauen, ob das was für mich ist. Laufmäßig trainiere ich in den nächsten 14 Tagen viel Technik, Laufkraft und richte meinen Trainingsplan neu aus.
Bis bald,
Sascha



