Sonnwendlauf 2010 - Die Alternative zur Fußball WM

Sonnwendlauf Start
Wo bin ich?


Am Freitag, den 18.06., war es wieder soweit. Seelbach lud zum vierten Sonnwendlauf und ich war wie im vergangenen Jahr wieder mit dabei. Mein erster 10 Kilometer Wettkampf in diesem Jahr und letztes Jahr mein erster überhaupt. Eine willkommene Gelegenheit auch hier zu prüfen was sich in einem Jahr getan hat. Der Zuspruch bei dieser Veranstaltung war wie in den vergangenen Jahren groß. Ein Teilnehmerrekord (hörte was von 900 Startern) und 3000 Zuschauer an der Strecke trotz Fußballweltmeisterschaft können sich sehen lassen. Gut das ich mir nicht das Gebolze der Engländer gegen Algerien angeschaut habe (was für eine Enttäuschung). Da lasse ich doch lieber den Katholiken raushängen und gehe zum Fest welches ursprünglich als Gedenktag an die Geburt von Johannes dem Täufer gewidmet war. Das Wetter hat auch trotz schlechter Prognosen gehalten - der Segen kam nicht von oben.

 
Pä ba dä döröt bababa ba


Um 20 Uhr ging es dann los - 2 x 5 Kilometer durch den Luftkurort Seelbach. Auf den ersten Kilometern ging es eng zu, kurz nach dem Start kam ein Läufer stark ins wanken. Ich hörte das einer in die Bande gedrückt wurde, Probleme gab es bei mir keine (was drei Wochen ungeduscht alles ausmachen). Mein Ziel war es hier unter 40 Minuten zu laufen und bloß keine Experimente - also den Tempomat knapp über 15 km/h einstellen. Die Strecke in Seelbach ist nicht gerade schwierig, jedoch gibt es eine kleine Steigung und Kopfsteinpflaster. Nach der ersten Runde lag ich perfekt in der Zeit (19:39), bei Kilometer 6 bemerkte ich leichtes Seitenstechen, da habe ich etwas Tempo rausgenommen und mich darauf konzentiert das so schnell wie möglich abzustellen - hat geklappt. Mein Puls war jetzt konstant bei 178 und ich wollte außer beim Schlusssprint nicht über 180 gehen. Bei Kilometer 8 habe mit einem guten Gefühl das Kopfsteinpflaster verlassen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir das es knapp wird, also bei Kilometer 9 nochmal Tempo machen. Auf der Gegengerade lief gerade der Führende und spätere Sieger Lukas Nägele an mir vorbei. Am Wendepunkt bei Kilometer 9 steigt die Strecke bis ins Ziel nochmal leicht an. Vorbei an meinem Anhang (Kommentar: "Mer laufe der grad hinterher") ging es mit meiner Laufgruppe, ich nenn sie jetzt mal die Altinternationalen, in Richtung Ziel. Letztes Jahr hatte ich keine Kraft mehr für den Zielsprint, jedoch dieses Jahr hat es geklappt und so habe ich noch bis ca. zwei Meter vor der Ziellinie Läufer überholen können. Der Zielsprint war auch nötig: 39:50 Minuten, über zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Gesamtplatz 68 und Platz 10 in der AK. Gesamtsieger wurde Lukas Nägele (Freiburg) mit einer Zeit von 32:33 (Streckenrekord), bei den Frauen gewann Verena Utz (Lahr) mit 37:38 (Streckenrekord).

Bei mir geht es Anfang Juli in Friesenheim und Oberschopfheim auf der Kurzdistanz weiter. Bis dahin wird fleißig weitertrainiert, denn mein Ziel ist es möglichst bald aus der 39 eine 38 zu machen. Um wieder auf die Bibel zurückzugreifen "ein steiniger Weg". Meine Sandalen (New Balance RC 760) stehen bereit :-)

Amen!
Sascha

www.sonnwendlauf-seelbach.de

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Seelbacher Sonnwendlauf 2009 - Meine Premiere auf der 10km Distanz

Nach dem Freiburg-Marathon und Schluchseelauf (18,4 Kilometer) also der erste Wettkampf über die 10 Kilometer. Hierfür bin ich dann am 19. Juni im Luftkurort Seelbach (Schuttertal) aufgelaufen. Wie bereits geschrieben habe ich mich nicht speziell darauf vorbereitet und deshalb lautete die Devise: Einfach durch! Als ich in Seelbach angekommen bin pochten dort schon die Veranstalter auf den Teilnehmerrekord (der meines Wissens auch erreicht wurde). Um 19.30 Uhr hatten sich schon zahlreiche  Zuschauer an der Strecke eingefunden. Also noch schnell Startunterlagen holen, aufwärmen und los. Das Wetter war ideal: Knapp 20 Grad, leicht bewölkt.

Punkt 20 Uhr gab Jörg Scheiderbauer mit Frau Anna den Startschuß. Ich hatte mich mal in den Block der unter 50 Minuten Läufer aufgestellt (unter 36 Minuten fand ich etwas anmaßend). Nach dem ersten Kilometer konnte ich mir dann auch Platz verschaffen und aus dem Läuferpulk ausbrechen. Leider habe ich vergessen das 1000 Meter-Rundensignal an meinem Pulsmesser zu aktivieren, deshalb beschloß ich einfach zu laufen und nur den Puls zu kontrollieren. Die 2 x 5 Kilometer Strecke war als flach deklariert, jedoch waren 3 leichte Anstiege pro Runde mit drinnen. Mein Ziel war es die ersten 8 Kilometer gleichmäßig zu laufen und dann auf den beiden letzten Kilometern, falls möglich, dass Tempo zu erhöhen. Wichtig war für mich nach 2 Kilometern im Takt zu sein, hat prima geklappt. Was mir während meiner jungen "Laufwettkampfkarierre" aufgefallen ist: Viele Läufer drosseln nach einem Hügel beim Bergablauf ihr Tempo stark. Ich halte es so, dass ich Bergauf die Frequenz erhöhe um alle langsameren Läufer schnell zu überholen (beflügelt unwahrscheinlich). Bergab wird man eh schneller (falls man nicht bremst) und kann sich erholen. Nach der ersten Runde hatte ich dann schon ein gutes Gefühl und Streckenkenntnis. Einige Läufer standen bereits an der Strecke und hatten aufgegeben (wohl zu schnell angegangen oder überschätzt). Ich befand mich in einer Gruppe von 6 Läufern mit ähnlichem Tempo. Von hinten kam nichts mehr, der ein oder andere wurde noch von vorne durchgereicht. Bei Kilometer 8 habe ich mich entschieden das Tempo noch konstant zu halten, leider haben sich da noch 2 Läufer abgesetzt, die ich gerne hinter mir gelassen hätte. Auf dem letzten Kilometer versuchte ich die noch zu bekommen und wurde schneller. Leider hatte das nicht mehr gereicht, hinter mir war allerdings keiner mehr der an mich heran kam. Als Zeitvorgabe hatte ich mir 45 Minuten gesetzt. Die Aussage von Tom dröhnte in meinen Ohren "Alles über 43 Minuten ist eine beschissene 10 Kilometer Zeit" als ich meine Nettozeit bei 42:09 Minuten stoppte. Für mich also eine super Premiere. Insgesamt Platz 100 von 771 Finishern und Platz 18 in meiner Altersklasse. Mein Ziel ist es dieses Jahr konstant unter die 40 Minutengrenze zu kommen. Auch in Seelbach war noch Luft nach oben. Am 04.07. starte ich beim Run & Fun in Friesenheim (ebenfalls 10 Kilometer).

 
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Sascha Bläsen Sonnwendlauf Seelbach 2009

Jetzt ist allerdings erstmal wandern im Allgäu angesagt. Schade das ich auf Sommer eingestellt war und nicht mit Dauerregen und Temperaturen um die 10 Grad C gerechnet hatte.

Übrigens: Mit Lukas Nägele gewann mein ehemaliger Straßennachbar den Sonnwendlauf. Super, dass ein Freiburger bei den "Tälern" gewonnen hat.

Mehr Infos und Bilder zur Veranstaltung gibt es unter www.sonnwendlauf-seelbach.de. Meine Fotomannschaft war bei der Orchesterprobe und Dominik Büchele Konzert. Nächstes Jahr, wenn ich zum Top Ten Kreis zähle, ist dann aber Anwesenheitspflicht!


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