Wo bin ich? |
Am Freitag, den 18.06., war es wieder soweit. Seelbach lud zum vierten Sonnwendlauf und ich war wie im vergangenen Jahr wieder mit dabei. Mein erster 10 Kilometer Wettkampf in diesem Jahr und letztes Jahr mein erster überhaupt. Eine willkommene Gelegenheit auch hier zu prüfen was sich in einem Jahr getan hat. Der Zuspruch bei dieser Veranstaltung war wie in den vergangenen Jahren groß. Ein Teilnehmerrekord (hörte was von 900 Startern) und 3000 Zuschauer an der Strecke trotz Fußballweltmeisterschaft können sich sehen lassen. Gut das ich mir nicht das Gebolze der Engländer gegen Algerien angeschaut habe (was für eine Enttäuschung). Da lasse ich doch lieber den Katholiken raushängen und gehe zum Fest welches ursprünglich als Gedenktag an die Geburt von Johannes dem Täufer gewidmet war. Das Wetter hat auch trotz schlechter Prognosen gehalten - der Segen kam nicht von oben.
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Pä ba dä döröt bababa ba |
Um 20 Uhr ging es dann los - 2 x 5 Kilometer durch den Luftkurort Seelbach. Auf den ersten Kilometern ging es eng zu, kurz nach dem Start kam ein Läufer stark ins wanken. Ich hörte das einer in die Bande gedrückt wurde, Probleme gab es bei mir keine (was drei Wochen ungeduscht alles ausmachen). Mein Ziel war es hier unter 40 Minuten zu laufen und bloß keine Experimente - also den Tempomat knapp über 15 km/h einstellen. Die Strecke in Seelbach ist nicht gerade schwierig, jedoch gibt es eine kleine Steigung und Kopfsteinpflaster. Nach der ersten Runde lag ich perfekt in der Zeit (19:39), bei Kilometer 6 bemerkte ich leichtes Seitenstechen, da habe ich etwas Tempo rausgenommen und mich darauf konzentiert das so schnell wie möglich abzustellen - hat geklappt. Mein Puls war jetzt konstant bei 178 und ich wollte außer beim Schlusssprint nicht über 180 gehen. Bei Kilometer 8 habe mit einem guten Gefühl das Kopfsteinpflaster verlassen. Ein Blick auf die Uhr sagte mir das es knapp wird, also bei Kilometer 9 nochmal Tempo machen. Auf der Gegengerade lief gerade der Führende und spätere Sieger Lukas Nägele an mir vorbei. Am Wendepunkt bei Kilometer 9 steigt die Strecke bis ins Ziel nochmal leicht an. Vorbei an meinem Anhang (Kommentar: "Mer laufe der grad hinterher") ging es mit meiner Laufgruppe, ich nenn sie jetzt mal die Altinternationalen, in Richtung Ziel. Letztes Jahr hatte ich keine Kraft mehr für den Zielsprint, jedoch dieses Jahr hat es geklappt und so habe ich noch bis ca. zwei Meter vor der Ziellinie Läufer überholen können. Der Zielsprint war auch nötig: 39:50 Minuten, über zwei Minuten schneller als letztes Jahr. Gesamtplatz 68 und Platz 10 in der AK. Gesamtsieger wurde Lukas Nägele (Freiburg) mit einer Zeit von 32:33 (Streckenrekord), bei den Frauen gewann Verena Utz (Lahr) mit 37:38 (Streckenrekord).
Bei mir geht es Anfang Juli in Friesenheim und Oberschopfheim auf der Kurzdistanz weiter. Bis dahin wird fleißig weitertrainiert, denn mein Ziel ist es möglichst bald aus der 39 eine 38 zu machen. Um wieder auf die Bibel zurückzugreifen "ein steiniger Weg". Meine Sandalen (New Balance RC 760) stehen bereit :-)
Amen!
Sascha
www.sonnwendlauf-seelbach.de


