Einen kleinen Ausflug in die Welt des Indoor-Fitness-Sport habe ich am vergangenen Samstag unternommen. In der Sternenberghalle zu Friesenheim fand der zweite Spinning-Marathon für einen guten Zweck statt. Der komplette Erlös dieser Veranstaltung wurde SWR/SR "Herzenssache hilft Kindern" gespendet. Normalerweise ist Spinning nicht meine Welt, ich möchte gerne beim radeln vorwärts kommen. Für den guten Zweck habe ich mich nicht lange bitten lassen. Bereits letztes Jahr habe ich an dieser Veranstaltung teilgenommen, damals noch zwei Stunden, dieses Jahr für vier Stunden. Die Veranstaltung hatte bereits um 10.00 Uhr begonnen, ich habe dann von 14.00-18.00 Uhr gestrampelt.
Der Fuhrpark in der Halle war gewaltig - 100 Spinningräder und die waren fast komplett belegt. Wir hatten großes Glück und konnten uns noch drei Bikes nebeneinander ergattern. Ich habe mir gleich mal ordentlich Wiederstand reingeballert und habe losgetreten, denn die WOMC in Offenburg kommt ja bald. So nach 25 Minuten und bei einem Puls bei 180 habe ich dann meine Taktik geändert. Sind ja noch dreieinhalb Stunden und den Vogel wollte ich mir hier auch nicht unbedingt abschiessen. Meine Begleitung Axel und Silvia (spinnen regelmäßig) haben mich darauf hingewiesen das ich nach dem Takt der Musik fahren solle (der Witz an der Angelegenheit). Okay, mache ich mal das.
So wurde das ganze ein entspannter Nachmittag. Bei moderatem Puls habe ich mir Gedanken über den Megatrend Spinning gemacht. Eigentlich ist das komplett langweilig, etwa genau so wie an einem Wintertag im Wohnzimmer mit Rad und Rolle die Form aufzubauen oder erhalten. Spinning lebt vom Gruppengefühl "Wir treten zusammen". Jetzt kommt der Leiter ins Spiel. Ihm obliegt es in seinen Gedanken Radwelten zu kreieren und das ganze mit "Radfremden" Übungen aus dem Fitnessbereich aufzupimpen. Jetzt kommt das Wichtigste: Entertainment! Musik, Trainingsprogramm und Animation - alles muß EINS werden. In den vier Stunden haben das ein Trainerpaar perfekt umgesetzt. Die Zutaten: Falsche Bärte, Sonnenbrillen, aufblasbare Gitarren und viel gute Laune und dazu noch ein abwechslungsreiches Programm. Bei denen kann ich mir gut vorstellen mal wieder eine Runde zu drehen.
Allerdings ging es bei der ganzen Veranstaltung hauptsächlich um den guten Zweck und so sind 6.500.- Euro eingespielt worden. Da kann ich dem Veranstalter nur gratulieren, wahrscheinlich bin ich nächstes Jahr wieder dabei, dann vielleicht acht Stunden.
Fazit: Spinnen und Radfahren hat eigentlich nicht viel gemeinsam, ich würde es sogar als komplett unterschiedliche Sportart sehen. Mit diesem Ansatz kann ich mir vorstellen sowas als Alternative zum Laufen/Biken in meinen Trainingsplan einzubauen.
Jetzt geht es für mich aber wieder raus! Ende April kommen schon die nächsten 10 Kilometer Läufe, Anfang Mai der Schluchseelauf und Mitte Mai geht es bei der WOMC zu Bike durch die "wilde" Ortenau.
So on,
Sascha
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