Relativ spontan hatte ich mich entschieden in Rodenbach bei den Deutschen Meisterschaften über die 50 Kilometer zu starten. Eigentlich eher ausVerbundenheit zum SSC Hanau-Rodenbach und dem Organisationsteam um Harry Arndt. Aufgrund der Wolkenbrüche am Freitag und Samstag Vormittag hielt sich meine Lauflust in Grenzen. Auch auf der Fahrt zum Wettkampfgeschehen regnete es aus allen Poren des Himmels. Doch - oh Wunder - eine halbe Stunde vor dem Start schlossen sich die Schleusen. Nach der in Rodenbach üblichen Vorstellung der Favoriten auf den Titel und den Haudegen der Ultraszene fiel der Startschuss pünktlich um 10:00 Uhr.
Auf dem 10 Kilometer Rundkurs warten keine Zuschauermassen auf die Läufer. Geprägt ist die Atmosphäre von der Einsamkeit des Langstreckenläufers. Genügend Zeit also, in sich zu gehen. Die Verpflegungsstellen waren - wie nicht anders zu erwarten - vorbildlich besückt. Die ersten 20 Kilometer laufe ich konstant. Bei Kilometer 22 werde ich von dem Führenden überholt. Er sollte am Ende mit 3:03 das Rennen gewinnen. Bei Kilometer 25 tauchten dann die ersten Probleme auf. Möglicherweise eine kleine Überlastung des Knies. Aufgeben gilt nicht, also einfach mal weiterlaufen. Es waren ja nur noch 2,5 Runden zu laufen. Nach 32 Kilometern schließt ein Teilnehmer aus der M70 zu mir auf. Leichtfüßig und behende eilt er mir davon. Er sollte am Ende 3 Kilometer Vorsprung haben. Mittlerweile ließ sich auch mal die Sonne kurz blicken. Die letzte Runde war ein einziger Kampf. Ich wurde noch von ein paar Mitstreitern überholt und schließlich kam ich nach 4:39 ins Ziel. Zu Meisterehren bin ich natürlich nicht gekommen. Von den 220 Teilnehmer blieb Platz 135, aber eigentlich geht es darum ja nicht. Der Weg ist das Ziel. Das dachte ich mir auch am nächsten Morgen, als ich am Start zum 38. Griesheimer Straßenlauf stand. Gestern noch Einsamkeit, heute Stimmungskanonen wo man hinschaut. Die ersten Kilometer muss ich mich erst einmal warm laufen. Nach den ersten zehn Kilometern der Halbmarathonstrecke zeigt meine RS800CX 53:25 Minuten. Eine Zeit unter 1:50h wäre angesichts der gestrigen 50 Kilometer der Kracher. Also erhöhe ich das Tempo und damit auch die Herzfrequenz von 155 auf 165 Schläge pro Minute. Mich packt der Ehrgeis. Das Wetter ist einfach nur herrlich, die Stimmung fantastisch und ich habe wieder richtig Lust zu laufen. 2 Kilometer vor dem Ziel zeigt der Laufcomputer 1:40 und eine Herzfrequenz von 170. Egal, jetzt wird gerannt was das Zeug hält. 500 Meter vor dem Ziel überhole ich noch einen Polarkollegen und erreiche im Schlusssprint mein Ziel. Die Stoppuhr bleibt am Ende bei 1:49:50 stehen. Der erste Härtetest im Rahmen meiner Vorbereitung zum UTMB ist gelungen. Mit meinem Start vom Montag beim Osterlauf in Rodgau Jügesheim über die 25Km komme ich so auf 96 Wettkampfkilometer. Mal sehen, ob es so weitergeht.
Foto:www.zoeller-foto.de
Auf dem 10 Kilometer Rundkurs warten keine Zuschauermassen auf die Läufer. Geprägt ist die Atmosphäre von der Einsamkeit des Langstreckenläufers. Genügend Zeit also, in sich zu gehen. Die Verpflegungsstellen waren - wie nicht anders zu erwarten - vorbildlich besückt. Die ersten 20 Kilometer laufe ich konstant. Bei Kilometer 22 werde ich von dem Führenden überholt. Er sollte am Ende mit 3:03 das Rennen gewinnen. Bei Kilometer 25 tauchten dann die ersten Probleme auf. Möglicherweise eine kleine Überlastung des Knies. Aufgeben gilt nicht, also einfach mal weiterlaufen. Es waren ja nur noch 2,5 Runden zu laufen. Nach 32 Kilometern schließt ein Teilnehmer aus der M70 zu mir auf. Leichtfüßig und behende eilt er mir davon. Er sollte am Ende 3 Kilometer Vorsprung haben. Mittlerweile ließ sich auch mal die Sonne kurz blicken. Die letzte Runde war ein einziger Kampf. Ich wurde noch von ein paar Mitstreitern überholt und schließlich kam ich nach 4:39 ins Ziel. Zu Meisterehren bin ich natürlich nicht gekommen. Von den 220 Teilnehmer blieb Platz 135, aber eigentlich geht es darum ja nicht. Der Weg ist das Ziel. Das dachte ich mir auch am nächsten Morgen, als ich am Start zum 38. Griesheimer Straßenlauf stand. Gestern noch Einsamkeit, heute Stimmungskanonen wo man hinschaut. Die ersten Kilometer muss ich mich erst einmal warm laufen. Nach den ersten zehn Kilometern der Halbmarathonstrecke zeigt meine RS800CX 53:25 Minuten. Eine Zeit unter 1:50h wäre angesichts der gestrigen 50 Kilometer der Kracher. Also erhöhe ich das Tempo und damit auch die Herzfrequenz von 155 auf 165 Schläge pro Minute. Mich packt der Ehrgeis. Das Wetter ist einfach nur herrlich, die Stimmung fantastisch und ich habe wieder richtig Lust zu laufen. 2 Kilometer vor dem Ziel zeigt der Laufcomputer 1:40 und eine Herzfrequenz von 170. Egal, jetzt wird gerannt was das Zeug hält. 500 Meter vor dem Ziel überhole ich noch einen Polarkollegen und erreiche im Schlusssprint mein Ziel. Die Stoppuhr bleibt am Ende bei 1:49:50 stehen. Der erste Härtetest im Rahmen meiner Vorbereitung zum UTMB ist gelungen. Mit meinem Start vom Montag beim Osterlauf in Rodgau Jügesheim über die 25Km komme ich so auf 96 Wettkampfkilometer. Mal sehen, ob es so weitergeht.
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