Hallo,
seit meinem letzten Bericht über das Prosprint Rennen in der Schweiz ist wieder viel passiert!
In den letzten zwei Wochen hatte ich viele Reisekilometer hinter mich zu bringen, so ging es ja direkt nach dem Wettkampf in der Schweiz ins Trainingslager nach Italien.
Nach stundenlanger Busfahrt über die Alpen und Norditalien, kamen wir endlich in Cervia an. Bekannt ist diese Ecke Italiens für optimale Lauf- und Radbedingungen. Schöne Pinienwälder und herrliche Bergausläufer mit vielen kleinen Sträßchen tragen sichtlich zum Wohlbefinden eines Triathleten bei. Ich ließ es etwas langsamer angehen, um gegen Ende des Trainingslagers wieder voll anzugreifen. Mit täglichen 6km Schwimmen und strammem Laufprogramm war das auch genau die richtige Taktik.
Denn schon nach einer Woche im Süden musste ich die Heimreise antreten.Hatte immerhin 100 Laufkilometer intus! Nach zwei Ruhetagen in Freiburg ging die Reise gen Norden weiter. Ziel war der Olympiastützpunkt Saarbrücken, um dort den Test für die Weltcupqualifikation zu machen. Da ich am Haupttermin krank war, musste jetzt der Nachtermin eingehalten werden. .. Und ich sage euch es war nicht leicht... 10km auf der Bahn... kein Spaß!
Bei dem Test mussten die 1500 Meter schwimmen unter 18:45min und der 10km Lauf unter 32:45min unterboten werden. Eigentlich kein Problem- doch fehlten einfach mehrere Gegner um sich gegenseitig zu pushen!! Mit Kilian Fladung war ein starker "Nachholer" an meiner Seite, jedoch konnte er nicht in die Tempoarbeit beim schwimmen eingreifen. Mit 17:54min bin ich recht zufrieden, habe die Norm auch klar geschafft. Nach kurzer Erholungsphase ging es am Nachmittag in das Stadion um dort die 10km zu laufen. Der Höllenritt konnte also beginnen!!!!
Mein Ziel war es eine 31:40min zu laufen, also 3:10min den Kilometer, nicht hatte ich dabei den stürmischen Wind an diesem Tag berücksichtigt. Erschwerend kam hinzu, dass wir nur zu zweit waren, sodass jeder harte Tempoarbeit machen musste. Jedoch konnte Kilian das Tempo nicht halten und musste nach 2km abreißen lassen- jetzt stand eine Mamutaufgabe vor mir!!! 8km alleine mit wirklich starkem Wind - ein Wahnsinn!!! Die 3:10min auf den Kilometer konnte ich auch nicht mehr halten- jetzt begann die Arbeit vor allem im Kopf.
Es war bitter bitter hart gegen den Wind zu laufen und trotzdem nicht nachzulassen!!! Mit einer 32:34min konnte ich die Norm gut unterbieten - trotz der echt knall harten äußeren Bedingungen!!! Das Rennen entschied sich im Kopf.
Weltcupqualifikation also geschafft!!! :) Jetzt kann`s also losgehen ...
Bis bald - euer Maurice


