...noch eine Woche bis zum Start
8. Etappe - Andalo - Riva del Garda
Die letzte Etappe! Das letzte Mal in die Radhosen rein, die
Radflaschen fertig machen, die Trikots mit
Energieriegeln und Gels füllen und
ein letztes Mal das Rad aus dem „Fuhrpark“ abholen.
Wir können jetzt schon sagen, dass wir verdammt froh sind einfach heil ins Ziel gekommen zu sein, was nicht selbstverständlich ist. Die Gesamtstrecke hatte es in sich. Viele Gefahrenstellen, die wir in den allermeisten Fällen ohne Probleme bewältigt hatten.
Heute warteten noch einmal knappe 1500 Höhenmeter auf 61 Kilometern. Also keine größeren Schwierigkeiten, dachten wir. Doch bereits das Roadbook, sagte uns, dass es nicht ganz so einfach sein wird. Nach dem wir die höchste Stelle für die heutige Etappe erreichten ging es nur noch bergab. Leider so steil, dass ein Fahren in der Masse absolut unmöglich war. Daher staute es sich hier auch etwas. Dazu kam noch, dass der Weg sehr steinig und nass war. Selbst das Runterschieben war daher nicht gerade ungefährlich. Ob es nötig war, so kurz vorm Ende der gesamten Veranstaltung noch so eine Passage einzubauen, haben sich beim Runterschieben doch einige gefragt.
Soweit also alles gut. Als wir am Ende der Schiebepassage die Straße erblickten, kam Freude auf! Jetzt wussten wir, es sind nur noch 30 Kilometer und die sozusagen nur noch leicht bergab. Nach dem wir uns an der Verpflegung nochmals die Flaschen gefüllt hatten, heute waren es auch wieder um die 30°C, ging es auch schon mit zügigen Tempo weiter.
Wir hatten sogar das Glück, dass wir uns einem weiteren Team anschliessen konnten, mit dem wir uns die Führungsarbeit teilten. Obwohl wir leichten Gegenwind hatten und teilweise auf Schotter gefahren sind, hatten wir für die letzten 25 Kilometer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 31 Km/h.
Die Freude war verdammt groß, als wir den Zielbogen gesehen haben. Wir wurden von der jubelnden Menge empfangen. Jeder der hier ins Ziel kommt ist ein Gewinner!
665 Kilometer, 21.691 Höhenmeter, 49:40.55,7 Stunden, 35.770 Kcal, 32 Riegel, 36 Gels und 64 Liter Wasser später war es geschafft.
Wir haben viele Eindrücke gesammelt, bei denen es sicher noch ein paar Tage dauern wird, bis man alles realisiert hat.
Wir wollen uns auch an dieser Stelle bei euch bedanken, dass ihr uns so unterstützt habt! Vielleicht hat es den Ein oder Anderen ja auch erwischt und bekommt Lust bei so einer Veranstaltung einmal mitzumachen. Wir können es jeden nur empfehlen!
Wir werden jetzt mal unseren Kalorienhaushalt wieder ausgleichen und eine schön fettige Pizza reinfahren! Keine Nuddeln!!!
LG
7. Etappe - Kaltern - Andalo
Kurz nach sechs werden wir von den ersten Fahrern im Camp
geweckt, weil Sie
schon fleißig dabei sind ihre Sachen zu sortieren. Eigentlich
so wie sie es bisher jeden Morgen gemacht haben. Also nichts ungewöhnliches. Besonders
gut haben wir heute wieder nicht geschlafen, weil es diesmal im Camp besonders „kuschlig“
war. Aber auch das gehört dazu. Also, die sieben Sachen gepackt, wieder in die
Radklamotten, Rad abgeholt und ab zum Frühstück.
Morgens war es noch recht kühl, was sich im Laufe des Tages massiv ändern sollte. Wir hatten Temperaturen von weit über 30°C, was das fahren nicht unbedingt leichter gemacht hatte.
9 Uhr ging es auch schon wieder los. Der erste Anstieg ging dann auch gleich 1400 Höhenmeter nach oben. Fast die Hälfte der gesamten Höhenmeter die wir bewältigen mussten. Anfangs noch Straße, später dann Schotter aber immer gut zu fahren. Nach gut 2,5 h hatten wir es dann auch geschafft. Oben angekommen, ging es auch schon gleich wieder weiter runter. Wieder über sehr rucklige Abfahren, die kaum fahrbar waren. Es gab auch einige die ihr Rad lieber runter getragen haben… wir nicht.
In der ersten Abfahrt war die erste Verpflegungsstelle, auf die wir uns schon mehr als gefreut haben. Endlich wieder Wasser nachfüllen! Heute dürften wir beide ohne weiteres 4 Liter getrunken haben. Bei den Temperaturen hatten wir nicht mal sonderlich Lust was zu Essen. Einfach immer wieder die Wasserspeicher auffüllen.
Nach einem weiteren kurzen Anstieg ging es in einen
weiteren. Dieser führte direkt über die Weinberge. Kein Schutz vor der Sonne.
Hier knallte es einfach nur so runter. Jeder kleine Schatten war hier herzlich
willkommen. Nach dem die zweite Verpflegung passiert wurde, ging es nochmals
400 Höhenmeter nach oben. Steigungen von bis zu 25% mussten bewältigt werden. Nach
diesem letzten Anstieg ging es dann mit zügigem Tempo in Richtung Ziel. Kurz
vor dem Zieleinlauf noch ein Team überholt und mit 40 Km/h über die Ziellinie.
Wieder eine Etappe geschafft! Wir waren beide froh, dass wir auch die letzte
schwere Etappe gut überwunden hatten. Die morgige Etappe wird im Gegensatz zu
allen Anderen ein gemütliches Ausfahren. 61 Kilometer mit gerade mal 1480
Höhenmetern.![]()
Allerdings sind wir auch ein bisschen froh, dass morgen alles vorüber ist. Ein Tag mal keine Radhosen anziehen und mal nicht aufs Rad setzen. Unser Hinter wird es uns danken!
Daniel & Kay
6. Etappe - Naturns - Kaltern
Nach dem wir gestern wieder zum leben erwacht sind und eine sehr, sehr starke Etappe gefahren sind, waren wir nicht sicher ob wir das heute auch noch einmal hinbekommen. Heute war die wirkliche Königsetappe dran. 97 Kilometer und knapp 4000 Höhenmeter.
Das Ziel war es auf jeden Fall vor dem Zeitlimit anzukommen, welches bei neun Stunden lag. Alles andere als ein einfache Aufgabe.
Wie immer um 9 Uhr ging es los. Wir hatten uns heute mal etwas weiter hinten im Startblock angestellt, weil wir am Anfang nicht gleich überpacen wollten. Es gingen gleich knapp 1400 Höhenmeter am Stück hoch. Die Steigungen hier nicht ganz so steil, was uns ganz entgegen kam. Bei der ersten Abfahrt wurde uns bereits klar, dass wir uns hier nicht erholen werden können. Teilweise sehr steile Abfahrten, die sehr steinig und an manchen Stellen sogar nass. Technisch also sehr anspruchsvoll. Erschwerend kam es hinzu, dass Mitstreiter bei diesen Steilstücken es vorzogen zu schieben. Ein vorbeikommen unmöglich.
Eine längere, entspannte Abfahrt gab es heute also gar nicht. Ein längeres Flachstück auch nicht. Wir mussten uns jeden einzelnen Kilometer hart erkämpfen und waren einfach nur froh, als wir das Ziel erreicht hatten und zwar deutlich unter dem Zeitlimit. 8:15 h.
Das „interne Rennen“ zwischen unserem Schwester – Team ist hiermit wieder eröffnet. Wir hatten den beiden gestern ca. 30min wieder abgenommen und heute weitere 20min und liegen hiermit mit ganzen 4 Sekunden vorne! Allerdings muss man hierzu sagen, dass die beiden sich heute kurz vor Schluss verfahren hatte, sonst wären die 20min nicht zustande gekommen. Die nächsten zwei Etappen werden auf jeden Fall spannend.
Wir freuen uns jetzt auf jeden Fall auf die Pasta Party und auf unser „Bett“. Wir hoffen, dass wir heute bisschen besser schlafen können. Morgen stehen wieder 3000 Höhenmeter auf 74 Kilometer auf dem Programm. Aber es ist die vorletzte Etappe. Wir können den Gardasee schon förmlich riechen!
LG
Daniel & Kay
PS
5. Etappe Livigno - Naturns

LG
4. . Etappe Scuol - Livigno
Hallo Zusammen,
Ob die morgige Etappe für uns beide fahrbar wird, zeigt die Nacht und die Entwicklung der Knieverletzung, denn es warten 122 km und 2909 hm von Livigno nach Naturns auf uns.
LG
3. Etappe - Ischgl - Scoul
Der zweite Anstieg war im Vergleich zum ersten relativ einfach zu fahren. Er hatte auch gerade mal 450 Höhenmeter, die wir bewältigen mussten. Bevor es zu der zweiten Abfahrt ging, führte die Route wieder über eine Panoramastrecke. Hier bekommt man richtig was fürs Auge geboten.
Dann ging es auf eine asphaltierte Abfahrt. Hier passierte es dann. Bei Kilometer 43 bin ich wohl ein bisschen zu steil in die Kurve gefahren. Mit dem Rennrad hätte es wohl noch funktioniert, mit dem Stollenreifen leider nicht. So machte ich eine kurze Bekanntschaft mit dem Asphalt. Nach kurzem Fluchen ging es aber auch schon wieder aufs Rad. Das Rad hatte glücklicherweise nichts abbekommen, weshalb es gleich wieder weiterging. Danach kam eigentlich die anspruchsvolle Abfahrt über nasse Steine und Wurzeln. Hier passierte allerdings nichts mehr.
Die letzten 20 Kilometer ging es mehr oder weniger gleichmäßig bergauf. Hier konnte noch einmal bisschen Tempo gemacht werden. Das Wetter zeigte sich mittlerweile auch schon wieder von seiner schönsten Seite. Wir wurden mit Sonne pur in Scoul empfangen.
Auch heute zeigte sich, dass auch die vermeintlichen leichten Etappen ihre Schwierigkeiten haben.
LG
Daniel & Kay
2. Etappe - Imst - Ischgl
Hallo alle zusammen!
Heute hat es leider etwas länger gedauert euch mitzuteilen wie es uns heute ergangen ist.
Leider sollte es mit dem Wetter nicht ganz so schön werden wie gestern. Bereits am Start war kein Sonnenschein zu sehen. Letztendlich war es aber gar nicht so schlimm, da es, wie gesagt, eine sehr, sehr harte Etappe wurde.
Der „schlimmste“ Abschnitt kam erst noch. Leider kam es in der letzten Abfahrt zusätzlich zu einem kleinen Zwischenfall. Kay rutschte auf einem nassen Holzstück weg und hatte eine unsanfte Begegnung mit einer Hauswand. Glücklicherweise konnte er noch soweit abbremsen, dass er „nur“ leichte Prellungen im Knie- und Schulterbereich davontrug. Also, wieder auf Rad und weiter.
Nach der letzten Abfahrt kamen die letzten 20 Km mit 600 Höhenmetern. Klingt nicht schlimm, aber wenn ihr euch das Profil anschaut, dann könnt ihr vielleicht ahnen wie sehr wir diese 600 Höhenmeter erkämpfen mussten. Ein ständiges Auf und Ab. Genau das Richtige für das schmerzende Knie von Kay. Doch ein starker Wille versetzt bekanntlich Berge, so dass wir beide abgekämpft, aber glücklich das Ziel erreichten. Zwar haben wir durch die Zwischenfälle 11 Plätze verloren, doch das spielte heute keine Rolle! Die Woche ist noch lang! Wir hoffen, dass wir beide morgen wieder komplett fit sind, um die nächste Etappe mit vollen Kräften fahren zu können.
Mehr erfahrt ihr morgen!
LG
1. Etappe - Füssen - Imst
19.07.
und die erste Etappe der Trans Alp steht auf dem Programm. Nervosität macht
sich breit, aber es hält sich in Grenzen. Schnell noch die Taschen abgegeben,
Auto geparkt und ab in den Startblock.
Die letzten 14 Km standen nun an. Leicht wellig, aber gut zu fahren um nicht zu sagen dass wir hier noch mal richtig Gas gegeben haben um dann als 201. ins Ziel zu kommen. Ein mehr als zufrieden stellendes Ergebnis!
Tracking, aufgezeichnet mit der Polar RS800cx:
Noch 17 Tage...

Wir freuen uns auf das Rennen!



