7. Etappe - Großartiges Finale am Feldberg

Trans Schwarzwald 2010 - 7. EtappeAm Samstag stand bereits die letzte Etappe von Grafenhausen auf den Feldberg an. Das Wetter war perfekt, allerdings hatte ich in der Nacht schlecht geschlafen und auch die Beine machten beim Einrollen einen müden eindruck. Aber heute wollte ich von Anfang an mit Vollgas fahren und hoffen dass es bis zum Ziel reicht, um auch mal zu schauen, zu was mein Körper nach 6 Etappen noch in der Lage ist.

Bereits vom Start weg war ging es wieder tendentiell nur bergauf und das Tempo war extrem hoch. Dank bequemem Windschatten fahren waren die ersten Kilometer bis zur ersten richtigen Rampe jedoch kraftsparend. Dort informierte mich Tom, der uns heute wieder auf einem Quad als Filmer und Fotograf begleitete, darüber dass Andrea und Sven nur 1 Minute vor mir lagen. Also zog ich das Tempo noch etwas an und hatte nach der Verpflegung im Flachen, nach dem meine Gruppe kurz nicht mehr wussten, wo die Strecke weiter geht, das Glück, dass ein Duo mit enormem Tempo wieder nach vorne fuhr. Diesen beiden schloss ich mich an, der Puls lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 160 Schlägen, und wir bretterten mit 40kmh über die Waldwege. So ereichte ich wenige Minuten später die beiden. Dort erholte ich mich dann für kurze Zeit und forcierte dann an einem Anstieg erneut das Tempo. Trans Schwarzwald 2010 - 7. EtappeNach etlichen weiteren Rampen und mehreren genialen Trails ging es über den Thurner nach Breitnau. Dort hatte ich einen kleinen Tiefpunkt und genoß den Windschatten eines Mitfahrers. Ab der Verpflegung in Hinterzarten lief es dann wieder wie am Schnürchen und ich holte noch einige weitere Fahrer ein. Bei Bärental ging es dann auf einen relativ ebenen, aber matschigen Sinlgetrail, auf dem ich enorm viel Spaß (endlich wieder was technisches;-) hatte und mich blendend erholen konnte. So erhöhte ich am darauffolgenden Schotteranstieg erneut das Tempo und hielt es bis zur Skibrücke auf dem Feldberg konstant hoch. Diese wollte ich eigentlich fahrend überwinden, allerdings scheiterte ich an der ca. 15cm hohen Kante und musste diese doch zu Fuß überqueren. Den anschließenden ca. 20% steilen Wiesenanstieg fuhr ich dann wieder und nach der Fahrt um das Naturfreundehaus  hatte ich am Zielanstieg noch einen Konkurrenten vor mir. Ewald, von SH Speedzone, der bereits auf dem Weg zum Bike-Wash war, sagte mir dann, dass es nur noch ca. 100m bis ins Ziel seien und ich fuhr einen Sprint, den ich dann auf sicher gewann. Total erschöpft und mit Puls knapp unter der 180er Marke kam ich nach 4:13h überglücklich im Ziel an. Dank dieser Etappe konnte ich mich doch noch unerwartet am letzten Tag vom 40. auf den 37. Gesamtrand in der Männer-Hauptklasse (Gesamtwertung Einzelfahrer: 105. von über 200) verbessern.

So das war es bereits, mein erstes Mehrtagesrennen. Gruß Sebastian, der sich jetzt wieder zum Relaxen in die Sonne legt.
Trans Schwarzwald 2010 - 7. Etappe 

 

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5. Etappe – Wellig, Matsch Fun und harte Arbeit

Heute morgen lachte uns zum ersten mal bei der diesjährigen VMTS die Sonne an.

Da war es doch um einiges einfacher los zu fahren auch wenn die Beine mittlerweile doch recht schwer sind.

Trans SchwarzwaldUnsere heutige Tour führte uns in 99 km und 1.430 Hm nach Engen. Hört sich eigentlich nicht so schwer an, aber bei dieser Etappe machte das Tempo die Härte aus. Wir haben gleich zu Beginn versucht, uns von unseren direkten Konkurrenten abzusetzen, was uns auch gut gelang. Dabei haben wir aber etwas die anderen Team aus den Augen verloren. Denn im Startgetümmel gleich in den ersten Anstieg hinein ist immer hecktisch und man muss sich auf sich selbst konzentrieren. Auf schlammigen Wegen ging es Richtung Furtwangen. Dann war Windschattenfahren angesagt. Wir haben immer wieder versucht an einer Gruppe dranzubleiben, was uns auch meistens gelang. So fuhren wir auch auf ein anderes hinter uns liegendes Mixed Team auf. Doch diese wollten nicht wirklich Führungsarbeit machen. So lag es dann meistens an mir, vorne zu fahren, da wir schließlich noch ein anderes Team vor uns hatten.
 
Wir hatten dann eine gute Gruppe gefunden, doch zwei Fahrer vor uns stürzten in einer Schotterkurve, also waren wir wieder allein. Doch die nächste Gruppe war schon in Sichtweite und so kämpften wir uns eben an diese. So konnten wir uns von dem anderen Mixed Team leicht absetzen. Leider deutete unsere Gruppe dann einen Richtungspfeil falsch und wir fuhren einen steilen Anstieg in den Wald hinein. Irgendwann merkten wir, dass wir falsch sein müssten, aber da war es schon zu spät. Unter fuhr unser Konkurrenzteam durch und da war auch Sebastian. Bald hatten wir sie dann wieder, aber dies kostete ganz schön Kraft. Am Ende haben wir sie dann ziehen lassen und sind den Rest etwas lockerer angegangen, denn die nächsten 2 Tage werden noch hart genug
 
Heute hatte ich ab km 10 leider einen Defekt. Mein Umwerferkäfig brach und ich konnte nicht mehr richtig schalten. So war ich gezwungen fast alles auf dem mittleren Blatt zu fahren. Sowohl die steilen Rampen, als auch die schnellen Flachpassagen. Denn wenn ich auf dem großen Blatt fuhr, flog ständig meine Kette runter. Dies kostete uns ein paar mal den Anschluss an einer Gruppe. Und wenn ich dann mit dem rechten Fuß die Kette nach unten drückte, kam sie meistens nur aufs mittlere Blatt. Es war dann an den Anstiegen leider nicht möglich schnell runterzuschalten. So konnte ich Andrea leider auch nicht optimal unterstützen. Ohne diesen Defekt wären wir wahrscheinlich schneller gewesen. Aber auch so konnten wir auf unsere direkten Konkurrenten Zeit gut machen und liegen immer noch auf dem 6. Gesamtrang.

Bis bal
 
Andrea und Sven

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4. Etappe Schon wieder Schlamm und Regen

Trans SchwarzwaldWelch ein Wunder, hat es auch diese Nacht wieder durchgeregnet, aber inzwischen sind wir es ja gewöhnt und Schwimmhäute haben wir auch schon. Glücklicherweise war es dann pünktlich zum Start trocken und sogar relativ warm. Zur Abwechslung ging es heute vom Start an einige Kilometer auf der Straße bergab, wodurch es wieder extrem schnell und hektisch war. Bei km 7 war dann ein kräftiger Stau. Die Ursache war ein wenige Meter langer Tunnel, der nur nach einander durchquert werden konnte, was bei mir doch glatte 4min dauerte. Direkt im Anschluss ging es dann nur bergauf, um danach zur ersten Verpflegung nach Wolfach abzufahren, alles auf breiten Waldwegen, wo ich endlich mal wieder Windschatten genießen konnte. Von Wolfach ging es gleich wieder giftig bergauf, auf schlammigen Trails und Waldautobahnen und im Anschluss leicht wellig weiter, bevor es bergab nach Hornberg ging. Kurz vor dem Ort wartete auch wieder ein kurzer, aber schöner Trail mit Serpentinen der in eine lange Treppe überging.

 
Dort stand dann bereits die 2. Laufpassage an, diesmal nicht aufgrund des schlammigen und dadurch unfahrbaren Uphills, sondern aufgrund einer Treppe hinauf zum Schloss.

Nach dieser Laufpassage fand ich zunächst wieder gut in Schwung, viel dann allerdings kurz darauf in ein kleines Loch, wo die Leistung mal kurz nicht mehr da war. Ich vermute es lag an der ungewohnten und anstrengenden Laufpassage, wo das Bike geschultert werden musste, was ganz ungewohnte Muskelgruppen forderte

 

 
 
 
 
 
Aufgrund dessen verlor ich den Anschluss und war nahezu die gesamten letzten 20km alleine unterwegs, was für die Motivation nicht gerade förderlich war. Zudem kamen wieder Schmerzen im Oberschenkel dazu, weshalb der Wiegetritt zur Abwechslung leider ausbleiben musste. Endlich oben angekommen, ging so start der Wind, dass es einen wieder in den Wald zurückgeblasen hat. Und es begann wieder zu regnen, es war ja schließlich schon Ewigkeiten her, dass das Wasser von oben und nicht nur in Form von Spritzwasser und Schlamm von unten kam. Auf dem welligen Terrain gab es noch einige herrliche, wenn auch extrem schlammige Trails, wodurch endlich wieder Spaß aufkam. Trails kann es ja schließlich nie genug geben... Nach 4:23h erreichte ich dann endlich, komplett durchnässt und durchgefroren, das Ziel. Glücklicherweise nahm mich dort mein Vater mit warmen Klamotten gleich in Empfang und unser Teamchef Tom, der heute auch mit dabei war, kümmerte sich hervorragend um die Bikes. So dass ich endlich mal sofort aus den nassen Klamotten kam und sofort unter die halbwegs warme Dusche konnte. So und jetzt muss ich noch ein bissel dehnen und ausgiebig relaxen, da morgen die längste Etappe, glücklicherweise mit wenigen Höhenmetern, ansteht. Der Wetterbericht sagt ja endlich mal halbwegs ordentliches Wetter voraus, mal schauen ob dies auch zutrifft, ich bin noch skeptisch.
Trans Schwarzwald
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gruß und bis morgen Sebastian PS: Heute war auch wieder fahren nach Gefühl angesagt, da mein Pulssender weg ist. Ab morgen kann ich endlich wieder wie gewohnt nach Puls fahren, wenn auch mit einem Ersatzpulsmesser, weshalb ich leider keine Pulswerte mehr anbieten kann.



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3. Etappe – Bad Day für das soq.de – endurance Team

Trans SchwarzwaldHeute durften wir sogar im Startblock A loslegen. Wie bereits die Tage davor ging es gleich in einem Affenzahn in den ersten Berg. Das war natürlich Gift für unsere Beine, die heute richtig „brannten“. Leider mussten wir einige Teams ziehen lassen, aber unsere Beine wollten einfach nicht. Die ersten 10 km ging es leicht wellig und verdammt schnell auf Forstautobahnen voran. Windschattenfahren war also angesagt. Irgendwie hatte das mit Mountainbiken nicht viel zu tun. Schließlich kam dann auch mal eine längere Abfahrt, aber durch den starken Wind musste man auch hier viel arbeiten. Wir kamen nicht richtig voran. Nach 22 km kam endlich mal ein etwas längerer Anstieg. Hier konnten wir zum ersten mal einen einigermaßen normalen Rhythmus finden. Doch leider war dieser Anstieg auch bald wieder zu Ende und es ging von der Alexanderschanze weiter wellig auf dem Höhenrücken voran. Andrea musste heute richtig leiden. Nicht nur dass ihre Beine nicht so recht wollten, sondern auch wegen mir, der ständig nach einer Tempoverschärfung verlangte. Wenn es mir nicht schnell genug ging, nahm ich Andrea ins Schlepptau. Doch auch ohne Abschleppen hatte ich viel im Wind zu kämpfen. Am Ende standen dann noch ein paar km Singeltrails auf dem Programm. Aber angesichts der von uns gewohnten Trails, waren diese leicht zu bewältigen. Leider fehlten uns heute ein paar Körner um mit unserer Konkurrenz mitzuhalten. Oder vielleicht gingen der Etappe einfach nur die Kilometer und Hm aus, die wir für unsere Aufholjagd noch benötigt hätten. Nach 2.37 Std., 20 Minuten nach den Führenden, kamen wir auf Rang 9. enttäuscht und erschöpft ins Ziel.

Morgen steht dann eine Etappe für uns auf dem Programm. Hoffentlich!!

Bis dann Andrea und Sven


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2.Etappe – Schlechte Sicht, Schlamm und Wasser mehr als genug

Etappe2Heute stand die Königsetappe mit 78km und 2625hm an. Doch als wäre das noch nicht genug, war es heute sehr frisch und es regnete nahezu die ganze Zeit. Durch meine gemütliche Fahrt gestern startete ich heute einen Block hinter Andrea und Sven. Dadurch erwischte ich vom Start weg sehr gute Gruppen und konnte mich immer weiter nach vorne zu kämpfen. Bei der 2. Verpflegung musste ich dann anhalten, um die Brille zu reinigen, da nach der langen Abfahrt die Sicht gegen null ging. Dann stand eine kurze Laufpassage an, da eine Treppe aufwärts überwunden werden musste. Oben staunte ich dann nicht schlecht, als ich plötzlich Andrea und Sven sah, und mit denen ich dann kurze Zeit gemeinsam fuhr. Eigentlich wollte ich mit ihnen weiterfahren, setzte mich dann aber doch ab. Direkt danach ging es zwei herrlich schlammige Abfahrten hinunter, bei denen konrolliertes Schlittern angesagt war, aber es hat extrem viel Spaß gemacht und lenkte von der Waldwegheizerei ab. Heute gab es daneben auch noch einen herrlichen Singletrail mit einigen Serpentinen, in dem ich allerdings auf eine Gruppe aufgefahren bin, in der einige zu Fuß unterwegs waren. Nach der langen Abfahrt hinunter zur letzten Verpflegung, bei km 57. war mir höllisch kalt, weshalb ich einige Minuten Pause machte, um mir noch eine Weste und die kurze Regenhose anzuziehen, damit die Muskeln nicht völlig abkühlen. Dies bewirkte auch im anschließenden Anstieg auch sofort den gewünschten Effekt, da die Beine wieder wie gewünscht funktionierten. Dort schloß ich dann wieder auf 2 Schweizer, die mit BMC Fullies unterwegs waren, auf, die dann nach meiner Führungsarbeit die letzten 10km für Tempo sorgten. So kam ich dann wieder nach einem Blindflug mit null Sicht, wo wieder das orientieren am Hinterrad des Vordermanns angesagt war endlich in Freudenstadt an. Doch da wir ja noch nicht genug Höhenmeter hatten, ging es innerhalb der Stadt noch eine steile Straße, die in eine Treppe überging, um dann endlich im Ziel angekommen. Meine Fahrzeit betrug übrigens so um die 4:28h. So und morgen steht dann eine kurze „Flach“etappe an.
 
Gruß und bis morgen Sebastian

etappe2

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1. Etappe Sasbachwalden – Bad Wildbad/Andrea und Sven

Etappe 1Endlich ging es los! Heute stand die 1. Etappe der diesjährigen Trans-Schwarzwald auf dem Programm. Wochenlang haben wir uns auf dieses Event vorbereitet. Doch was war das? Zeigte die Wettervorhersage vor zwei Wochen noch Sonnenschein, so ist mittlerweile fast die ganze Woche Regen vorhergesagt. Schon gestern, als wir unsere Taschen gepackt haben, hat es wie aus Kübeln geschüttet. Und auch heute Nacht lies uns ein heftiges Gewitter nicht so richtig schlafen. Egal, wir fahren trotzdem

 
Mit 74,4 km und 2.375 Hm stand gleich zum Beginn eine nicht ganz einfache Etappe auf dem Programm. Und dass es nach dem Startschuss gleich in einen 18 km langen Antieg ging war auch nicht so ohne. Von Anfang an ging es gleich zur Sache. Die Mixed-Teams starteten alle aus dem gleichen Startblock. Und mit dem Team Zwillingscraft und den drei FXX Mountain-Cycling Teams war auch gleich mächtig starke Konkurrenz zusätzlich am Start. Andrea und ich versuchten so lange wie möglich ein hohes Tempo zu fahren. Mit Puls 190 ging es so die ersten 10 km bergauf. Danach drosselten wir dass Tempo etwas um nicht ganz zu überzocken. Es lief erstaunlicherweise richtig gut. Wir harmonierten perfekt zusammen und kamen so flott voran. Ca. 30 km vor dem Ziel bekamen wir dann Besuch von einem anderen Mixed Team.

Auf der darauf folgenden Auffahrt konnten wir zwar wieder einen kleinen Vorspruch herausfahren, aber ca. 5 km vor dem Ziel waren sie wieder an uns dran. Gegenseitig haben wir uns dann ins Ziel gezogen. Der Zielsprint ging dann aber an unsere Konkurrenz. Wir sind deshalb aber nicht entäuscht, denn in der guten Zeit von 3.33   Std. fuhren wir als 6. fast eine halbe Stunde schneller ins Ziel als geplant.
 
Auch der Regen war trotz vorhersage nicht so stark und zum Glück war es heute noch nicht so kalt. Nach der Zieldurchfahrt haben wir dann erst mal die Beine hochgelegt und uns diese mit unserem COMPEX wieder locker zucken lassen.


Jetzt sind wir schon gespannt wie es die nächsten Tage weiter geht, und ob es dann auch wieder so eng zugeht.

Bis dann Andrea und Sven 
 
Puls-Daten
Andrea Meier
 



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1.Etappe Sasbachwalden – Bad Wildbad
 Sebastian

Etappe 1So die 1. Etappe ist geschafft. Aber der Reihe nach. Heute wollte ich es zunächst etwas ruhiger angehen, um nicht schon alle Körner zu Beginn zu verschießen. Und da ich noch kein richtiges Gefühl habe, wie schnell ich bei einem Etappenrennen fahren kann. Kurz vor dem Start begann es dann leider zu regnen und der Wolken verhangene Himmel stimmte mich nicht gerade optimistisch.
 
Aber pünktlich zum Start wurde es wieder besser und es ging einen Teeranstieg bis zur ersten Verpflegung nur aufwärts, wo einem stellenweise kleine Bäche entgegen kamen. Da ich es gemütlich anging, flogen Andrea und Sven bereits nach wenigen Minuten an mir vorbei. Nach dem ich die Verpflegung ausließ, rollte ich das Feld von hinten auf. Dank guter Gruppen und springen von einer zur nächsten konnte ich etliche Plätze gut machen. Das Tempo wählte ich immer so, dass der Puls max. bis zu meiner Schwelle ging, also relativ moderat.
 
Dank des Nieselregens und den paar Trails im Schlamm war die Sicht etwas eingeschränkt und das Putzen der Brille am Trikot nach einiger Zeit nicht mehr wirklich effektiv. Bei der zweiten Verpflegung wurde schnell die Flasche aufgefüllt und wieder verzweifelt eine Gruppe gesucht, allerdings waren nur noch ein paar Einzelkämpfer in Reichweite.
 
So fuhr ich mein Tempo weiter und ging auch weiterhin bergab kein Risiko ein, da die Wege teilweise doch recht rutschig waren. Ab km 60 sollte es laut Höhenprofil (ab hier waren übrigens plötzlich die Straßen und Wege trocken und ich hatte wieder den Durchblick) tendentiell bergab bis ins Ziel gehen und ich sowieso keine Mitstreiter mehr hatte, nahm ich etwas Tempo heraus und kam dann nach 3:47 relativ entspannt im Ziel an. So und jetzt hoffe ich, dass sich die verhaltene Fahrweise auf der morgigen, mit etlichen Höhenmetern gespickten, Etappe auszeichnet und die Beine wieder so hervorragend sind. Gruß und bis morgen, bei hoffentlich genauso wenig Regen wie heute.
 
Sebastian

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Nur noch 4 Tage...

und dann ist es soweit, mein erstes Mehrtagsrennen steht an. Ich starte bei der am 15. August beginnenden Trans Schwarzwald, die über 7 Etappen von Sasbachwalden zum Feldberg führt. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich los geht und bin mal gespannt was mich dort so erwartet und vor allem, was meine Beine dazu meinen.
Glücklicherweise sind mit Andrea und Sven, die in der Mixed-Wertung an den Start gehen, 2 erfahrene soq'ler mit dabei, für die ein Etappenrennen inzw. vermutlich weniger aufregend sind, als ein kurzer, schneller Marathon.

Dank des relativ stabilen Wetters konnte ich in den vergangenen 6 Wochen ausgiebig und wie geplant trainieren und hoffentlich auch meine Form noch weiter verbessern. Das letzte Rennen für mich beim Spessart Marathon ist ja schließlich schon eine Weile her. Größtenteils standen lange Ausdauereinheiten gepaart mit einigen schnelleren bzw. Krafteinheiten auf dem Programm.
Um auch die Fahrtechnik zu schulen, war ich Mitte August mit einer Gruppe Bikern vom MTB Südbaden mal in bisher unbekannten Gefilden unterwegs. Wir fuhren für ein Wochenende zum Freeriden nach Portes du Soleil. Einige werden diese Region aus dem Winter als hervorragendes Skigebiet kennen. Das Ziel an diesem Wochenende war, möglichst viel Höhenmeter zu machen. Allerdings zur Abwechslung nur bergab. Nur wie bergauf kommen? Klar bequemes shutteln mit der Gondel, eine ganz neue Erfahrung. Und ich muss sagen, so für kurze Zeit kann man sich schon daran gewöhnen. Die Trails dort sind hervorragend ausgebaut und man surft teilweise Kilometerweit und wird ab und zu noch durch kleine bis größere Sprünge (für die die sich trauen) oder technische Passagen verfeinert. In normalen Bikeklamotten kommt man sich allerdings wie ein Exot vor, da der Rest nahezu komplett verpackt in Protektoren über die Trails heizt. Ich muss sagen einfach genial, und für dich Fahrtechnik hat es auch extrem viel gebracht, da von Anliegern über extremes Gefälle und Highspeedstrecken alles dabei war, was man von den heimischen Trails eher weniger kennt.

So und jetzt gilt es die wenigen Tage noch zur Regeneration zu nutzen, die ganze Ausrüstung zu packen (wie das in die Tasche gehen soll, weiß ich allerdings noch nicht) und dann frisch und erholt am kommenden Sonntag an den Start gehen zu können. Die Streckenführung klingt sehr interessant, der Asphaltanteil soll nur bei 15% liegen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Aber mit unseren BMC Team Bikes, die gerade noch von Speedzone durchgecheckt werden, ist ja schließlich alles fahrbar:-)

Ich werde mich planmäßig nach der 1. Etappe wieder melden.

Gruß und bis die Tage Sebastian

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Etappe 5 Schonach/Ferienland - Engen


Heute muss ich meinen Blog mit 2 Eingeständnissen beginnen:
1. Ich bin in meinem kurzen Radlerleben noch nie 2700 Höhenmeter an einem Tag gefahren. 2. Ich bin in meinem kurzen Radlerleben noch nie 112 Kilometer an einem Tag gefahren. Punkt 1 habe ich am Montag bei der Königsetappe hinter mich gebracht, Punkt 2 am heutigen Donnerstag bei der 5. Etappe der Vaude Trans Schwarzwald. Von Schonach ging es über 112 Kilometer und 1910 Höhenmeter nach Engen ins Hegau. Eine tolle, abwechslungsreiche Strecke, die mir viel Spaß gemacht hat. Der Verdient dafür gebührt an erster Stelle meinem Teampartner Gregor. Was er heute an Führungsarbeit geleistet hat, war unglaublich. Über viele Kilometer hat er die Lokomotive gespielt und mir so im Windschatten leichtes Mitradeln ermöglicht. Und das auch noch, als ihm rund zehn Kilometer vor dem Ziel die Luft aus dem Hinterrad wich. Letztlich kamen wir in Engen an unter sechs Stunden Fahrzeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18,8. Für einen Amateur wie mich war das vorher auf so einer Etappe undenkbar.
Gregor ist eben eine richtiger Teamfahrer, andere hier im Feld dürften die letzten Tage andere Erfahrungen gemacht haben. Am Freitag beginnt nun der vorletzte Teilabschnitt, langsam aber sicher können wir uns auf Murg freuen.
Ach so, noch ein weiteres Eingeständnis: Ich habe noch nie meine Notdurft während der Fahrt verrichtet. Wüsste gar nicht, wie das gehen soll. Außerdem: So viel Zeit muss sein.

Bis morgen Stefa

5. Etappe / 5th stage 
 



 

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Etappe 4 Wolfach - Schonach/Ferienland

stefanprDie gute Nachricht vorneweg: Wir sind in Schonach angekommen. Empfangen bei schönstem Sommerwetter vom Schonacher Musikverein. Verletzungsfrei und in der Zeit. Weniger schön: Zum ersten Mal hat mich eine Etappe ordentlich geschlaucht. Die Beine sind richtig schwer, ich bin froh, dass die Etappe rum ist. Auf dem Papier wars eine "einfache" Etappe: 2100 Höhenmeter, 55 Kilometer. Allerdings: Es gab kaum Verschnaufpausen. Klar, auf so relativ wenigen Kilometern müssen die Höhenmeter untergebracht werden. So haben wir in der ersten Stunde schon 600 Höhenmeter gemacht, quasi aus dem Stand und kalt. Aber okay, das gehört dazu ...Nach etwa zweieinhalb Stunden hatÙs mir dann mal kurz den Stecker gezogen. HabÙ mich zwar relativ schnell erholt, aber die Beine wurden nicht wirklich wieder gut. Einen halben Knockout haben mir auch ein paar Radlerkollegen aus Holland verpasst . Ich mag sie ja gerne, die Oranje. Cryff, Neeskens, Schnyder, Dekker ... Aber die beiden Kollegen haben mich ein bisschen geschafft. Berghoch haben wir ihnen mühsam drei, vier Minuten abgenommen, Bergab sind sie wieder an uns vorbeigepfiffen. Das macht auf Dauer kein Spaß ...

Aber egal, wir waren vor ihnen im Ziel!So, jetzt gehtÙs ab nach Triberg ins Hotel, Duschen, Essen, Trinken (Weizen, das hat mir wahrscheinlich gestern gefehlt) - und morgen sollten die Beine wieder einigermaßen fit sein.

Denn: Noch haben wir nichts erreicht!
Gregor und Stefan

4. Etappe / 4th stage
 

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PS 2: Liebe Verwandte, liebe Freunde und Fans, vielen herzlichen Dank für eure tägliche Unterstützung in diesem Blog. Ihr seid mir eine große Hilfe, ehrlich. Macht Spaß, eure aufmunternden Zeilen zu lesen. Weiter so!!!

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