Am Samstag stand bereits die letzte Etappe von Grafenhausen auf den Feldberg an. Das Wetter war perfekt, allerdings hatte ich in der Nacht schlecht geschlafen und auch die Beine machten beim Einrollen einen müden eindruck. Aber heute wollte ich von Anfang an mit Vollgas fahren und hoffen dass es bis zum Ziel reicht, um auch mal zu schauen, zu was mein Körper nach 6 Etappen noch in der Lage ist.
Bereits vom Start weg war ging es wieder tendentiell nur bergauf und das Tempo war extrem hoch. Dank bequemem Windschatten fahren waren die ersten Kilometer bis zur ersten richtigen Rampe jedoch kraftsparend. Dort informierte mich Tom, der uns heute wieder auf einem Quad als Filmer und Fotograf begleitete, darüber dass Andrea und Sven nur 1 Minute vor mir lagen. Also zog ich das Tempo noch etwas an und hatte nach der Verpflegung im Flachen, nach dem meine Gruppe kurz nicht mehr wussten, wo die Strecke weiter geht, das Glück, dass ein Duo mit enormem Tempo wieder nach vorne fuhr. Diesen beiden schloss ich mich an, der Puls lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 160 Schlägen, und wir bretterten mit 40kmh über die Waldwege. So ereichte ich wenige Minuten später die beiden. Dort erholte ich mich dann für kurze Zeit und forcierte dann an einem Anstieg erneut das Tempo.
Nach etlichen weiteren Rampen und mehreren genialen Trails ging es über den Thurner nach Breitnau. Dort hatte ich einen kleinen Tiefpunkt und genoß den Windschatten eines Mitfahrers. Ab der Verpflegung in Hinterzarten lief es dann wieder wie am Schnürchen und ich holte noch einige weitere Fahrer ein. Bei Bärental ging es dann auf einen relativ ebenen, aber matschigen Sinlgetrail, auf dem ich enorm viel Spaß (endlich wieder was technisches;-) hatte und mich blendend erholen konnte. So erhöhte ich am darauffolgenden Schotteranstieg erneut das Tempo und hielt es bis zur Skibrücke auf dem Feldberg konstant hoch. Diese wollte ich eigentlich fahrend überwinden, allerdings scheiterte ich an der ca. 15cm hohen Kante und musste diese doch zu Fuß überqueren. Den anschließenden ca. 20% steilen Wiesenanstieg fuhr ich dann wieder und nach der Fahrt um das Naturfreundehaus hatte ich am Zielanstieg noch einen Konkurrenten vor mir. Ewald, von SH Speedzone, der bereits auf dem Weg zum Bike-Wash war, sagte mir dann, dass es nur noch ca. 100m bis ins Ziel seien und ich fuhr einen Sprint, den ich dann auf sicher gewann. Total erschöpft und mit Puls knapp unter der 180er Marke kam ich nach 4:13h überglücklich im Ziel an. Dank dieser Etappe konnte ich mich doch noch unerwartet am letzten Tag vom 40. auf den 37. Gesamtrand in der Männer-Hauptklasse (Gesamtwertung Einzelfahrer: 105. von über 200) verbessern.


