
Das Firngleiten ist für viele Leute eine eher unbekannte Sportart, was aber nicht bedeutet, dass sie langweilig ist.Ein Firngleiter (abgekürzt „Figl“) ist ein kurzskiähnliches Wintersportgerät für Firn (Frühjahresschnee). Durch seine geringe Länge, die 50 bis 60 cm beträgt und seine überdurchschnittliche Breite lässt sich der Figl gut in weichem Schnee fahren. Auch die Bindung ist keine gewöhnliche Skibindung, sondern eine „Schnürbindung“ die es einem ermöglicht auch mit gewöhnlichem Schuhwerk seinen Spaß haben zu können! Die Fahrweise des Figl ist gegenüber der „normalen“ Skitechnik grundsätzlich verschieden. So nimmt der Fahrer eine sehr starke Rücklage als Grundposition ein. Diese Rücklage dient gleichzeitig auch der Geschwindigkeitsminderung, durch „ eingraben“ der Ferse in den Schnee verhindert man eine Beschleunigung. Umgekehrt vergrößert man seine Geschwindigkeit indem man sich leicht nach vorne lehnt. Diese Fahrweise ermöglicht einem auch langsames, kontrolliertes Fahren in sehr schmalen Schneerinnen (Couloirs). Trotz rückläufiger Zahlen in den letzten Jahren kommt der Figl bei Bergsteigern noch häufig zum Einsatz. Durch sein geringes Gewicht und die praktische Bindung, eignet er sich hervorragend für Frühlingstouren in hochalpinen Gebieten.Weitaus bekannter in der heutigen Zeit sind die „Big Foots“ oder „Snowblades“, welche ursprünglich vom Firngleiter abstammen. Die neuere Variante fällt durch eine noch geringerer Länge und größere Breite auf. Die Einsatzgebiete sind hier eher die Schanzen oder Pipes auf denen spektakuläre Sprünge gezeigt werden.
Abschließend kann man sagen, dass das Firngleiten eine sehr schöne und nicht von der großen Masse praktizierte Sportart ist, die gerade im Übergang zum Sommer den Skicracks hervorragende Möglichkeit bietet ihre Leidenschaft auszuüben!
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